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Späte Erleuchtung – Erste Gefühle

1. Erste Gefühle

Alles begann eigentlich so richtig während einer Ferienfreizeit des CVJM; ich dürfte so 12 oder 13 gewesen sein, und wir waren in den Sommerferien auf Borkum.
Wir sahen uns sonst nur bei den Gruppentreffen, die einmal wöchentlich stattfanden, privat oder aus der Schule kannten wir uns nicht. Natürlich waren wir alle aufgeregt, als es dann endlich losging. Schon als wir uns auf dem Bahnhof trafen (für uns war extra ein ganzes Abteil reserviert worden!), sah ich, dass die Meisten aus der Gruppe bereits ihre Pfadfinder- Uniform trugen. Da ich erst kurz vor der Freizeit dazugekommen war, hatte ich noch kein Hemd und auch kein Halstuch – doch ich hoffte, diese Ausrüstung während der Ferien zu bekommen; schließlich wollte ich ja dazugehören! Bereits während der Fahrt begannen wir zu fachsimpeln, was wir wohl alles erleben werden. „Schnitzeljagd“ meinte einer. „Ganz bestimmt – und ein Lagerfeuer“ bestätigte ein Anderer. „Wie es wohl in dem Jugendheim aussieht? In bin neugierig, mit wie vielen wir auf einem Zimmer sind“ warf ein Dritter ein. „Und hoffentlich gibt es gutes Essen, sonst fahre ich gleich wieder heim“ hörte ich aus einer Ecke. Fast die ganze Fahrt hindurch ging das so weiter. Nach unendlich vielen Stunden (uns kam es zumindest so vor) kamen wir dann endlich in Emden an, und stiegen um auf die Fähre. Peter, der Jüngste aus unserer Gruppe, ein kleiner, zierlicher Junge, meinte nur: „Hoffentlich wird mir nicht schlecht auf dem Schiff“. Insgeheim dachten bestimmt noch mehrere so – auch ich. Doch die See blieb ruhig, wir hatten eine schöne Überfahrt.
Endlich kamen wir auf Borkum an, und fuhren mit einem Bus zum Jugendheim, in dem wir die nächsten drei Wochen verbringen sollten. Unsere Gruppenleiter holten die Koffer und Taschen aus dem Bus und riefen uns nacheinander auf. Reinschleppen durften wir unsere Sachen selbst – na klasse! Das fängt ja gut an! Bis zum Bahnhof hatten wenigstens unsere Eltern noch die Koffer getragen! Jegliche Diskussionen über die Zimmer- und Bettenverteilung wurden sofort unterbunden – der Plan war fest, und da gab es kein Wenn und Aber. Unsere Schlafräume hatten jeweils 4 Betten; Jedem von uns wurde sein Platz zugeteilt. Mühsam unsere Taschen und Koffer schleppend, gingen wir auf die Zimmer und räumten unsere Sachen ordentlich in den zum Bett gehörigen Schrank. So nach und nach füllten sich alle Räume, und nun wusste auch jeder, mit wem er es die nächsten drei Wochen „aushalten“ musste.
Dann wurden wir in den Gemeinschaftsraum gerufen. – es war Zeit für die offizielle Begrüßung. Der Heimleiter stand vorne auf einem kleinen Podium, hinter ihm erschien ein Bild auf einer Leinwand. „Jetzt bekommen wir erstmal gesagt, was wir alles nicht dürfen“ tuschelte mein Sitznachbar mir zu. Ich grinste nur. Wie erwartet gab es klare Regeln: Frühstückszeit, Küchendienste, Mittagessen, Abendessen, Licht aus…. Er stellte erst sich und dann seine Mitarbeiter vor. Dann warf er Dias auf die Leinwand, die das Haupthaus, die Nebengebäude, in denen sich die Toiletten, Waschräume und Duschen befanden, und das umliegende Gelände zeigten. Innerhalb dieses Bereiches konnten wir uns mehr oder weniger frei bewegen – wer den Bereich verlassen wollte, musste sich bei einem der Gruppenleiter oder Betreuer aus dem Heim melden. Die ersten beiden Tage vergingen ohne große Aktionen – einmal abgesehen vom Lagerfeuer am ersten Abend. Wir saßen in einem großen Kreis zusammen, das Feuer prasselte – und einer der Betreuer spielte auf der Gitarre. Mitsingen war angesagt! Langsam wurde es dunkel, und das flackernde Feuer übte seinen erwarteten Reiz aus; wir waren eine eingeschworene Gemeinschaft – Einer würde für den Anderen einstehen.
Meine Pubertät hatte gerade erst begonnen, und immer öfter merkte ich das auch.
Das Zusammensitzen hier am Feuer, das gemeinsame Singen zur Musik der Gitarre, knapp 30 Jungs zwischen 10 und 14, alle nur in kurzer Hose, Pfadfinderhemd oder (wie ich) im Shirt, an den nackten Füßen nur die Sandalen – dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Und es waren auch ein paar Jungs dabei, mit denen ich gerne eine intensivere Freundschaft geschlossen hätte; doch so recht wagte ich mich noch nicht, einen von ihnen direkt anzusprechen. Mit 12 oder 13 hatte man zwar schon gewisse Gefühle, wenn man an jemand Gefallen gefunden hatte – und ich war auch einigermaßen aufgeklärt, wie das geht mit Liebe und Kinder kriegen und so – aber hier waren nun mal nur Jungs, und wie das gehen soll, hatte mir niemand gesagt. Dennoch schaute ich bei einigen von ihnen auch schon mal etwas genauer hin – vielleicht, um zu vergleichen, wie weit meine eigene Entwicklung fortgeschritten war, vielleicht aber auch, weil ich mich in einer Phase befand, in der Mädchen (noch) nicht so recht mein Interesse erweckten. Wie auch immer, das Wort „schwul“ war für uns mehr ein Schimpfwort – noch lange hatten wir keine Ahnung über die wirkliche Bedeutung. Wir hatten dieses Wort mehr oder weniger von den „Großen“ in der Schule so übernommen und benutzten es häufig, wenn auch meistens in einem völlig falschen

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