Späte Erleuchtung – Keine Lust auf nix

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1. Keine Lust auf Nix

Irgendwie war mit mir nicht mehr viel anzufangen. Mit 17 hatte ich eine Ausbildung zum Krankenpfleger begonnen, war zuhause ausgezogen und hatte mich im Personalwohnheim eingenistet. Wenn es schichtmäßig passte, ging ich höchstens abends mal raus auf ein Bierchen oder so – und war irgendwie geschlechtsneutral. Dabei hatte ich doch eigentlich freie Auswahl. Da war zum Einen Monique, eine zierliche Schwesternschülerin aus meinem Kurs, mit der ich mich auf Anhieb gut verstand – zum Anderen Stefan, ein netter, junger Pfleger von der Nachbarstation, der gerade erst seine Ausbildung abgeschlossen hatte und der seine Neigung zu Jungs nicht verheimlichte. Weil ich meine „Erfahrungen“ aus der Schulzeit aber inzwischen einfach als „pubertäre Phase“ abgetan hatte (ich bin doch nicht schwul!), ließ ich mich also auf ein Abenteuer mit dem Girl aus meinem Kurs ein – und versagte kläglich, als wir uns zum ersten Mal in ihrem Appartement vergnügen wollten. Wir blieben Freunde, aber mehr wurde nicht daraus.
Trotz all seiner Versuche, mir näher zu kommen, blockte ich im Gegensatz dazu den privaten Kontakt zu dem jungen Pfleger zunächst total. Stefan war 21, und sah einfach nur süß aus. Alle mochten ihn; auch bei den Patienten war er sehr beliebt. Um auf meine Station zu gelangen, musste ich die davor liegende Station passieren und zum anderen Ende des langen Ganges: also auch am ersten Stationszimmer vorbei, wo Stefan arbeitete. Er saß oft am Schreibtisch, in weißer Hose, weißem Schlupfhemd mit nichts darunter, und mit kurzen weißen Söckchen und Gesundheitslatschen. Wenn er dort saß, hatten sich meistens seine Hosenbeine etwas hoch geschoben, so dass ich seine nackten Waden sehen konnte. Ich hätte natürlich auch das hintere Treppenhaus nutzen können, um direkt auf meine Station zu kommen – aber das wollte ich nicht; denn dann würde ich ja nicht an ihm vorbeilaufen; irgendwie mochte ich ihn. Er winkte mir immer lächelnd zu, wenn ich an ihm vorbeiging; hin und wieder unterhielten wir uns auch noch einen Moment. In den Nachtschichten waren wir nur zu zweit für beide Stationen – eine ausgelernte Kraft und ein Pflegeschüler oder eine Schülerin.
Ich freute mich jedes Mal darauf, wenn ich mit Stefan zusammen Nachtschicht hatte; wir saßen oft im Stationszimmer oder im Aufenthaltsraum zusammen, und er zeigte mir viel, was ich für meinen neuen Beruf wissen musste. Nach ein paar anfänglichen Annäherungsversuchen ließ er mich ansonsten aber in Ruhe, wir waren nur Kollegen und Freunde. Zwar war er für beide Stationen verantwortlich, schickte mich aber immer wieder alleine los, wenn ein Patient klingelte. Zunächst dachte ich `Was für ein fauler Hund – immer muss ich los` – doch mit der Zeit merkte ich, dass ich dadurch viel lernen konnte. Stefan war die Ruhe in Person; nichts konnte ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn ich nicht weiterkam, war er einfach da – und wenn ich etwas falsch gemacht hatte, zeigte er mir, wie es richtig geht. Ich ging ganz in meinem Beruf auf, wollte gar nichts anderes mehr machen. An eine Freundin (oder so) dachte ich nicht. Erst ein knappes Jahr später verbrachte ich dann doch mit ihm eine tolle Nacht – aber dabei blieb es auch, denn er hatte inzwischen einen Freund. „Na, und wie läuft´ s mit der Schule?“ Eigentlich hatte ich keine Lust, ihm zu antworten; er fragte aber einfach munter weiter: „Also, wirklich zufrieden siehst Du ja nicht gerade aus – wo drückt der Schuh? Wenn Du Probleme hast, helfe ich Dir gerne!“ Dabei lächelte er mich an und seine Augen funkelten, so dass sich meine Laune auf Anhieb um mindestens 50% verbesserte. Eine Antwort von mir blieb aber weiterhin aus. „Wie hast Du morgen Dienst?“ war seine nächste Frage. „Spätschicht“ antwortete ich ihm knapp. Er nickte, und bestellte uns jeweils noch ein Bier. „Dort ist ein Tisch freigeworden“. Er zeigte darauf und stand auf. Ich folgte ihm und setzte mich ihm gegenüber an den Tisch. „Nun komm, erzähl – was ist los?“ Stockend begann ich von meinen Sorgen in der Ausbildung zu erzählen. „Na, wenn es weiter nichts ist“, meinte er und legte seine Hand auf meine, „dem können wir abhelfen“. Da war er wieder, dieser Blitz, der durch meinen Körper schoss und den ich schon fast vergessen hatte. Ich ließ meine Hand ruhig liegen und genoss den Kontakt. Sollte ich doch schwul sein? flog es mir durch den Kopf. Ach was, das kann doch nicht… aber Stefans Hand auf meiner verursachte ein so wohliges Gefühl, dass ich am Liebsten noch viel mehr davon haben würde…. Erschrocken über diesen Gedanken zog ich die Hand plötzlich weg und griff nach meinem Glas.
Inzwischen hatte ich eigentlich schon etwas zu viel getrunken; also zahlten wir und gingen zurück zum Personalwohnheim. Im Aufzug drückte Stefan auf den Knopf für die 4. Etage. Als ich auf 2 drücken wollte (im zweiten Stock war meine Bude), schob er sanft meine Hand nach unten. Dabei lächelte er wieder, und das haute mich um. Ich versuchte es nicht noch einmal. Der Aufzug hielt auf der 4., und Stefan steuerte geradewegs auf sein Appartement zu. „Na, komm schon“, sagte er leise und nahm meine Hand. Ich glaube, wirklich viel Widerstand habe ich nicht mehr geleistet. Als ob ich gar nicht da wäre, zog er sich aus, bis auf einen eng anliegenden Slip, und ich konnte ihn nun richtig beobachten, als er ins Badezimmer ging, um sich ein wenig frisch zu machen. Ein glatter, schlanker Body ohne Makel, leicht gebräunt, ein knackiger Po und eine große Beule vorne im Slip. Ein Traumboy! Er drehte sich zu mir um; „Was ist? Worauf wartest Du? Hier ist auch Platz für zwei!“ Zögernd folgte ich ihm, zog mich aber nicht aus. Er lächelte mich an, streichelte mein Gesicht – und küsste mich – so sanft und doch so fordernd, dass ich nun nicht mehr Herr meiner Sinne war. Nur für einen Augenblick öffnete ich meine Lippen, doch schon glitt seine Zunge in meinen Mund.
Ich spürte seine Hände plötzlich überall – auf der Brust, am Bauch, am Po – sorgsam, Stück für Stück zog er mein Shirt aus der Hose und glitt mit seinen Händen darunter. Ein Schauer durchlief meinen Körper, und ich konnte und wollte nun auch nicht mehr warten. Erst vorsichtig, dann immer forscher werdend erkundete ich mit meinen Händen seinen Body. Unsere Zungen spielten miteinander und bei mir drehte sich alles. Ehe ich mich versah, hatte er mir das Shirt ausgezogen und gab sich sogleich daran, meine Hose zu öffnen. Das wurde auch höchste Zeit, denn viel Platz war in der engen Jeans nicht mehr… meine Hand strich über seinen Slip und erkundete tastend, was es darunter zu entdecken gab. Ich fühlte etwas Hartes, Großes unter dem Stoff. Stefan stöhnte leicht auf, dann lächelte er mich an. Bevor ich reagieren konnte, packte er mich und trug mich auf sein Bett. Er zog mir die Jeans herunter und ich strampelte mich frei. Da lag ich nun, er stand vor mir und betrachtete mich. Lang ausgestreckt lag ich auf seinem Bett, mit einem Zelt in der Unterhose, und genoss es, wie er mich ansah.
„Du hättest schon vor einem Jahr mein Prinz sein können“, flüsterte Stefan mir ins Ohr, nachdem er sich zu mir gelegt hatte. Ich nickte nur, und bereute es, mich damals so gegen diesen Gedanken gewehrt zu haben. Wir küssten uns, und seine Lippen wanderten weiter an meinem Körper entlang. Ich hatte das Gefühl, dass er auch nicht einen Millimeter auslässt – und dass es noch ewig dauern würde, bis er an meinem „besten Stück“ angekommen ist. Sanft aber geschickt ließ er seine Finger in meinen Slip gleiten und schob ihn nach unten. Ich hob ein wenig das Becken an, so dass er das Höschen ganz herunter ziehen konnte… Für einen kleinen Moment schaute er mich wieder lächelnd an, dann beugte er sich über meinen Schoß und umschloss mein bestes Stück mit seinen weichen Lippen. Mein Körper bebte und ich wand mich voller Lust hin und her, doch ich konnte und wollte seinem Lippenspiel nicht entkommen. Erst als ich kurz vor dem Höhepunkt war, ließ er los und lächelte mich an: „Nun bist Du dran, wir wollen ja noch länger Spaß haben!“ Gerne folgte ich seiner Aufforderung, rutschte an ihm hinunter, immer so, dass wir möglichst viel Körperkontakt hatten. Mit den Zähnen zog ich ihm den Slip herunter. Welch eine Pracht reckte sich mir da entgegen!
Stefans lautes Stöhnen machte mich wild, als ich sein Hammerteil bearbeitete und immer tiefer in meinen Mund schob – doch jetzt wollte er noch mehr: „Ich möchte Dich ganz! Bitte…..“ Im gleichen Augenblick bemerkte er meine Unsicherheit. Bis auf die gescheiterten Versuche mit Monique und vorher mit Jens hatte ich doch bisher weder mit einem Mädchen noch mit einem Jungen richtig geschlafen. „Du hast noch nie, stimmts? Zumindest nicht mit einem Mann…“ fragte er sofort, als ob er meine Gedanken gelesen hatte. Ich nickte verlegen. „Und Dein Popo ist auch noch Jungfrau, oder?“ Wieder nickte ich nur. Ganz sanft strich er mir mit der Hand über das Gesicht. „Macht nichts, Süßer, mach Dir darüber keine Sorgen. Dann lassen wir es beim Blasen“. Nur mit seinem Mund machte er mich so heiß, dass es nicht mehr lange dauerte, bis er mich soweit hatte und ich mich auf seinen Traumbody ergoss. Stefan hatte inzwischen bei sich schon selbst Hand angelegt, so dass auch ich ihn nicht mehr allzu lange verwöhnen musste, bis er kam.
Keuchend und erschöpft fielen wir auf das Bett; doch fast im gleichen Moment nahm er meine Hand und zog mich hoch: „Komm, lass uns duschen gehen!“ Unter der Dusche seiften wir uns gegenseitig gründlich ein, und natürlich ganz besonders zwischen den Beinen. Stefan stellte sich hinter mich und rieb seine inzwischen schon wieder hart gewordene Pracht an meinem Hintern. Seine Hände hatten mich umfasst, er spielte mit meinen Brustwarzen und griff mir dann mit einer Hand von hinten zwischen die Beine. Ein neuer Versuch? Doch scheinbar spürte er, dass ich nicht weitergehen wollte. Er ließ von mir ab. Wir rubbelten wir uns mit einem großen Frotteehandtuch ab, das er schnell aus dem Schrank geholt hatte. Hand in Hand und mit immer noch halb aufgerichteten Leisten, die lustig hin und herschaukelten, gingen wir zurück zum Bett – Stefan kuschelte sich bei mir an, wir küssten uns noch einmal leidenschaftlich, und schon ein paar Minuten später war er eingeschlafen. Ich sah ihn mit glänzenden Augen an, ganz ruhig lag er auf der Seite neben mir, den Kopf auf meiner Brust; ich fühlte seine warme, weiche Haut und seine noch feuchten Haare auf meinem Körper… Dann übermannte auch mich die Müdigkeit.
Am nächsten Morgen wachte ich auf – dicht an ihn geschmiegt. Stefan war schon wach und war einfach liegen geblieben, um mich nicht zu wecken. „Guten Morgen!“ säuselte er. „Gut geschlafen?“ Ich antwortete ihm nicht, sondern nahm ihn nur fest in die Arme. Er konnte bestimmt in meinem Gesicht lesen, wie glücklich ich in diesem Moment war. Wir blieben noch eine gute halbe Stunde so liegen, eng aneinander geschlungen, küssten und streichelten uns. Dann standen wir auf, liefen nackt in die Küche. Er setzte Kaffee auf und steckte zwei Scheiben Brot in den Toaster – ich stand neben ihm, und beobachtete ihn. Er war schon wieder leicht erregt; dieser herrliche Anblick zeigte nun auch wieder bei mir seine Wirkung. Er sah es und lächelte. Am Liebsten wäre ich mit ihm noch einmal zurück ins Schlafzimmer gegangen, und wer weiß, vielleicht wäre es ja doch noch passiert? Doch so gern wir uns wieder in sein Bett zurückgezogen hätten – die Uhr an der Wand mahnte zur Eile. Als wir am Frühstückstisch saßen, nahm er meine Hände, schaute mir tief in die Augen und wurde plötzlich ganz ernst: „Es war wunderschön heute Nacht mit Dir, und Du bist einfach süß. Aber dies war unsere erste und letzte gemeinsame Nacht. Ich habe gerade meinen Freund mit Dir betrogen!“ Ich schrak zurück. „Ich liebe ihn, und möchte mit ihm zusammen bleiben. Ich hoffe, Du kannst das verstehen. Aber mein Angebot, Dir bei der Schule zu helfen, bleibt natürlich!“
Nein, ich konnte es nicht verstehen; er war doch jetzt mein Freund… sauer und wieder einmal enttäuscht fuhr ich mit dem Aufzug hinunter in die 2. Etage, in der mein Appartement lag. Es hat dann noch ein paar Tage gedauert, bis ich es zumindest akzeptieren konnte – oder musste. Danach sahen wir uns noch öfter, ohne dass etwas passierte, so sehr ich es mir auch erhoffte. Nur ein Küsschen zur Begrüßung, eines zum Abschied und ein paar mehr oder weniger zufällige Berührungen unserer Körper, während er versuchte, mir den Lernstoff einzupauken. Nur einmal sah ich ihn mit seinem Freund; sie schienen sehr glücklich zu sein. Doch vergessen würde ich die Nacht mit Stefan so schnell bestimmt nicht… Nach meiner Ausbildung wechselte ich in ein anderes Krankenhaus, und unser Kontakt brach ab. Ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist – aber vielleicht liest er ja meine Geschichte und meldet sich?

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