Der Brief

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Es ist Montag – und er hasst Montage, denn er wird SIE, die er erst vor gut 3 Monaten kennen-und liebengelernt hat und schon mehr liebt als sein Leben, tagelang nicht zu Gesicht bekommen, nicht berühren, nicht in seine Arme nehmen können. Ihm ist schmerzlich bewußt, daß er für Tage und Nächte das zutiefst beglückende Gefühl wird entbehren müssen, das ihn stets überkommt, wenn er in ihre strahlenden Augen schaut oder SIE seine Küsse zärtlich und fordernd zugleich erwidert und ihn dabei keck in die Unterlippe beißt. Wenn SIE wochentags fern von ihm ist, vermisst er SIE, wie er noch nie einen Menschen vermisst hat.

Als er nach diesem ersten Arbeitstag der Woche nach Hause kommt, quillt der Briefkasten über, so wie an jedem Montag, wenn die Flut der Wurfsendungen den Einwurfschlitz blockiert.
Mit einem fatalistischen Schulterzucken öffnet er die briefbogengroße, braune Metalltüre und wie immer fallen ihm die Werbebotschaften von Möbelhäusern, Lebensmitteldiscountern und Telefongesellschaften entgegen. Er will das Konglomerat bereits in den Müll werfen, als ihm ein unscheinbarer, weißer Briefumschlag ins Auge fällt, den er zwischen den ganzen buntbedruckten, teils großformatigen Werbebotschaften beinahe übersehen hätte.

Auch dieser ist, wie die vielen kleinere Wurfsendungen, unfrankiert, zeigt jedoch auf seiner Vorderseite ein handgemaltes Herz mit seinem Namen darin. Neugierig geworden reißt er den Umschlag auf und findet in seinem Inneren zwei engbedruckte Blätter.

Eine kleine handschriftliche Notiz am rechten oberen Rand der ersten Seite besagt, daß das Schriftstück von IHR stammt.

Er erinnert sich, daß SIE einmal von einer erotischen Geschichte gesprochen hatte, die sie geschrieben habe. Da ist sie also. Eine angenehme Erregung erfaßt ihn, er ist begierig, ihre geheimen Fantasien kennen zu lernen und – wenn auch nur voyeuristisch – daran teilzuhaben.

Kaum ist die Wohnungstür hinter ihm zugefallen, hat er bereits begonnen, die ersten Zeilen zu lesen.

Die Geschichte handelt von der Begegnung der Protagonistin mit einem Unbekannten auf einer Party bei Freunden.

Die ebenso eloquente wie hocherotische Darstellung der Annäherung der beiden Hauptdarsteller versetzt ihn in einen angespannten, erregten Zustand.

Vor seinem geistigen Auge tauchen Bilder auf, der Fremde, den er sich aufgrund ihrer detaillierten Beschreibung bildlich vorzustellen vermag, SIE wie sie sich im Badezimmer der Gastgeber über den Beckenrand beugt, um sich wild und ungehemmt ihrer Libido hinzugeben, ihn tief in sich eindringen zu lassen.

Er spürt förmlich die Lust der beiden Akteure, trotz seiner vollkommen irreal aufkeimenden Eifersucht richtet sich sein Schwanz auf, drückt gegen seine Hose, verlangte energisch danach, frei gelassen zu werden.

Rasch öffnet er seinen Hosenschlitz und ergreift sein erigiertes Glied mit der linken Hand, während er mit der Rechten die Blätter hält. Während er fasziniert weiter liest, fährt seine Hand schnell und hart am Schaft seines Schwanzes entlang auf und ab, er weiß genau, wie er sich Lust verschaffen kann und die lustvolle Geschichte verlangt geradezu danach, dem Kopfkino Taten folgen zu lassen.

Als er die Stelle erreicht, an der sie beschreibt, wie der Fremde seinen prallen Schwanz in schnellem Rhythmus hart und schmerzhaft in ihre feuchte, gierige Fotze stößt, hat seine Erregung bereits ein Maß erreicht, daß es ihm unmöglich macht, den Höhepunkt weiter hinauszuzögern.

Gleichzeitig mit dem imaginären Liebhaber kommt er, spritzt seinen heißen Saft hinaus und kann ein brunftiges Stöhnen nicht vermeiden.

SIE hat es wieder einmal geschafft…..

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