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Der Weihnachtseinkauf

Es ist Samstag des vierten Adventwochenendes und meine Freundin hat beschlossen, dass wir heute gemeinsam unsere Weihnachtseinkäufe in der Stadt erledigen – damit ich nicht wie jedes Jahr völlig gestresst diese erst am Vormittag des Heiligenabends einkaufe.
Also morgens schon früh aufstehen, sie verschwindet sofort im Badezimmer während ich das Frühstück mache, den Tisch schön decke und mich hinsetzte um in aller Ruhe mein Frühstück zu essen, nachdem ich zart an die Badezimmertür geklopft hatte und sanft rief: „Das Frühstück ist fertig“. Das „Ich komme gleich“, hätte sich auf jeden Kasernenhof durchgesetzt. Als ich mit dem Frühstück fertig war, machte ich mich fertig. Mit dem Gedanken an die überheizten Kaufhäuser zog ich mir nur ein T-Shirt an, kein Hemd, keinen Pullover. Als Jacke wählte ich eine nicht zu dicke. Ich sagte ihr, dass ich schon einmal das Auto starten würde, da es schon 30 Minuten nach der von Ihr festgelegten Abfahrzeit sei.
Also saß ich im Wagen, der Motor lief und ich hörte Musik. Da kam sie aus dem Haus, wunderschön, schick angezogen in winterlichen Kleidungsstücken. Ich freute mich sie, zu sehen.

Grade wollte ich etwas zur Kleidung sagen, als ich mich an den letzten Streit erinnerte. So verkniff ich mir, etwas zu sagen.

Wir fuhren nun in die Innenstadt, „Sag mal, hast Du die Heizung extra so hoch eingestellt?“ fragte sie. Worauf ich antwortete „Wenn es Dir zu warm, ist drehe die Heizung doch einfach herunter.“ Wir stellten das Auto in ein Parkhaus, und verabredeten eine Uhrzeit und einen Ort, an dem wir uns nach der Erledigung des Tagwerkes treffen wollten. Wir gingen getrennte Wege, damit jeder seine
Geschenke für den anderen einkaufen konnte.

Sie stürzte sich gleich ins Gedränge und ich verlor sie nach einigen Sekunden aus den Augen. Ich schlenderte langsam, ab und an die Auslagen in den Schaufenstern betrachtend, in das kleine Museum hinter dem Kaufhaus, in dem gerade eine Ausstellung von Aktbildern des 17. Jahrhunderts bis ins 19.Jahrhundert gezeigt wurde. Ich freute mich: kaum Menschen in der Ausstellung, eine richtige Erholung, eine Oase der Ruhe im Vergleich zum Weihnachtstrubel vor dem Museum. Zum Kino ging ich rüber als es Zeit war. Denn ich wollte noch den neuen James Bond sehen und „Madame“ sah diese Filme aufgrund ihrer vermeidlich frauenfeindlichen Aufmache gar nicht gerne und so freute ich mich den Film heute sehen zu können. Ich ärgerte mich, dass ich kein Bier trinken konnte, da ich nachher noch zurückfahren musste, denn nach diesem Einkaufsmarathon wäre sie sicherlich erschöpft. Komisch, dass sie dann sich immer auf ihre weiblichen Vorrechte berief.
Als der Film vorbei war und ich auf die Uhr schaute, stellte ich fest, dass ich noch mehr als zwei Stunden Zeit hatte, bis wir uns wieder treffen wollten. Es fiel mir der kleine Zirkus wieder ein, in den mich meine Eltern schon immer gebracht hatten, während sie die Weihnachtseinkäufe zu erledigten. Ich fand auch noch heute an dieser Form des Kinderparkens

Gefallen: es waren immer schöne Stunden. Als ich am Zirkus ankam, hatte die Vorstellung zwar schon begonnen, aber ich
durfte wie auch einige Kinder noch hinein. Es war wunderbar sich an seine eigene Kindheit zu erinnern und dabei andere
lachende Kindergesichter zu sehen. Die Vorstellung war einfach, aber man konnte sehen, dass die Zirkusleute sich
an den strahlenden Kindern nicht sattsehen konnten. Als es soweit war, ging ich schweren Herzens Richtung Treffpunkt. Ich selber kam schon 5 Minuten zu spät, musste aber noch 10 Minuten in der Kälte auf sie warten bis sie schwer beladen um die Ecke kam. Sie sah zwar immer noch wunderschön, sah aber abgekämpft aus. Sie fragte mich, wo meine Einkäufe seien und ich antwortete ihr: „Ich habe einfach das Richtige nicht gefunden, vermutlich fehlt mir der Druck dafür.

Also werde ich wie immer wohl oder übel am Vormittag des Heiligen Abend noch einmal los müssen“. Sie fluchte auf der Heimfahrt über die Hitze in den Kaufhäusern und darüber, dass ich kein einziges Geschenk hätte. Sie bemerkte dazu kurz vor der heimatlichen Einfahrt: „Dann kann ich nächstes Jahr meine Einkäufe wieder alleine machen und brauche mich wegen Dir nicht so abhetzen“.
Wenn sie wüste, dass ich meine Geschenke schon seit drei Wochen, wie jedes Jahr, habe und ich am Vormittag des Heiligen Abends immer im Kino bin, um den Trubel zu Hause zu entfleuchen, würde sie mir wohl den Kopf abreisen.

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