Die Bremer Buhlknechte

Es war einmal eine erfolgreiche Truppe von Schauspielern, die von Stadt zu Stadt zog und am Tage lustige Geschichten für die Kleinen aufführte, abends aber derbe Lustspiele mit echtem Vollzug darbot, wo es Kerle mit Weibern trieben, Burschen mit Knaben und Mädel mit Dirnen. Die Zuschauer ergötzten sich daran, guckten sich den einen oder anderen Kniff ab, um ihn im häuslichen Bette nachzuahmen, und zahlten für solch ein Schauspiel gerne ihren Taler. Es hatte jene Truppe unter all ihren Künstlern auch einen Mann, der schon lange Jahre sein bestes Stück unverdrossen in alle Öffnungen gestoßen hatte, die ihm vorgesetzt wurden. Und was für ein Stück Fleisch das war – unerreicht in Dicke und Größe! Darum wurde sein Eigentümer von allen ehrfürchtig Eselsrohr genannt. Doch wie er älter wurde und graues Haar nicht mehr nur seine Schläfen zierte, gingen auch seine Kräfte zu Ende: Nicht immer, wenn es die Handlung auf der Bühne verlangte, wollte sein Fleisch in die Höhe ragen und immer länger brauchte es, um zu erhärten. Da beschwerten sich die anderen Schauspieler beim Oberhaupt der Truppe höchstselbst, dass Eselsrohr für ihre Possen vor den Zuschauern untauglich geworden wäre. Da dachte das Oberhaupt:
»Der hat seine besten Jahre hinter sich. Wir brauchen frisches Fleisch auf unserer Bühne, denn die Zuschauer wollen keine alten Versager sehen. Ich muss ihm also aufkündigen.«
Und als das geschehen war, merkte Eselsrohr, dass sein bestes Stück keinen mehr beeindruckte und er sich ein neues Handwerk suchen musste. Er klaubte sein letztes Geld zusammen und machte sich auf nach Bremen. Dort, so dachte er, könnte er ja einsame Herren gegen guten Lohn erfreuen, auch wenn er darum den schlechten Ruf eines Buhlknechts tragen müsse.
»Bremen ist eine Hansestadt. Es gibt gewiss viele reisende Kaufleute und umtriebige Matrosen, welche sich einem erfahrenen Lustspieler wie mich anvertrauen möchten«, sagte er sich.
Er war zuversichtlich, dass er dort keine Schwierigkeiten mit seinem Fleisch haben würde, wenn Ruhe, Zeit und nur wenig Hektik fortan sein Leben bestimmen würden. Wie er so daran dachte und die Straße entlangwanderte, sah er plötzlich einen Jüngling den Weg entlangjagen. Der japste wie einer, der sich müde gelaufen hat.
»Was rennst und hechelst du so, Kleiner?«, fragte Eselsrohr.
»Ach«, sagte der Jüngling, »weil ich fliehen muss vor meiner Erzieherin. Seitdem ich geschlechtsreif bin, hat sie ein Auge auf mich geworfen und besonders mein junges Knackärschlein hat es ihr angetan. Gestern stand sie mit einem Stock vor meinem Bette, mit dem wollte sie mir an den Hinterleib, um mich dort zu entjungfern. Winseln wie ein Welpe solle ich dabei, hat sie befohlen. Ist das nicht abartig?«
Eselsrohr besah sich den zierlichen Jüngling. Er wirkte etwas weichlich, hatte aber einen solch knackigen Hinterleib, dass er die Versuchung, welcher die Erzieherin erlegen war, gut nachvollziehen konnte.
»Nicht jeder findet Stöcke im Ärschlein abartig«, meinte er, »aber du bist vielleicht noch zu jung dafür.«
Da grinste der Jüngling schelmisch.
»Nicht das finde ich abartig. Ich selbst bin von meinen knackigen Rundungen angetan genug, dass meine Finger schon mehr als einmal über die kleine Rose zwischen den Beinen gestreichelt haben und manchmal gar in die Blüte hineingeglitten sind. Selbst der Stock, von dem ich sprach, war der meinige. Ich hatte ihn zurechtgemacht wie das beste Stück des Mannes, aber meine Erzieherin muss ihn gefunden haben.«
Bei diesen Worten wurde der Blick des Jünglings glasig und verträumt.
»Weshalb bist du dann geflohen?«, fragte Eselsrohr.
Der Jüngling rümpfte sein Näschen und sprach:
»Mich von einem Weib entjungfern lassen? Nein, das will ich nicht.« Er blickte Eselsrohr eindringlich an. »Lieber möchte ich von einem starken, echten Mann erobert werden, einem Kerl wie dir! Winseln wie ein Welpe will ich dann und auf allen vieren hocken – das reizt mich. «
Da ließ sich Eselsrohr nicht zweimal bitten. Seit dem Aufbruch nach Bremen hatte er solches Feuer im Fleische, dass er endlich jemanden stoßen musste, um nicht zu zerplatzen! Also zog er den Jüngling wortlos ins Gebüsch, riss ihm die Kleider vom Leib und bedeckte die unbehaarte Haut mit feuchten Küssen, während seine Hände den Hinterleib packten und immer näher zur kleinen Rose wanderten.
»Schieb deine Finger in mich«, bat der Jüngling, legte sich auf den Rücken und hob sein Knackärschlein an.
Eselsrohr spuckte mitten auf die Blüte und ließ erst den Zeigefinger, dann den Mittelfinger hineingleiten. Es flutschte fabelhaft – offenbar hatte der Jüngling nicht gelogen.
»Du hast bereits oft an und in dir herumgespielt, merke ich«, lachte Eselsrohr und der Jüngling gab zu:
»Es gibt nichts Schöneres auf der Welt, nicht wahr? Nun weite mich aber, damit alles hineinpasst, was hinein soll!«
Eselsrohr nahm nun die andere Hand und bohrte deren Zeigefinger zusätzlich in den Jüngling. Dann dehnte er dessen kleine Rose langsam, indem er die Finger sanft in verschiedene Richtungen drückte. Der Jüngling winselte, schloss die Augen und kostete dies Vorgehen sichtlich aus. Doch irgendwann hielt ihn nichts mehr zurück und alles Weichliche wich aus seinem Gesichtchen, als er Eselsrohr herausfordernd ansah und befahl:
»Erobere mich!«
Eselsrohr folgte aufs Wort. Er öffnete seine Beinkleider, rieb sich sein Fleisch hart – was bei dem Anblick des jungen Hinterleibs nicht lange dauerte – und führte ihn an die feuchte Blüte. So dick und lang war er bestückt, dass sich des Jünglings Augen weiteten und er die Zähne zusammenbeißen musste, als er all das Fleisch in sich spürte. Doch Eselsrohr war dank seines alten Handwerks sehr erfahren und wusste, wie man jungfräuliche Leiber beglückte. So stieß er zunächst nur seine Spitze hinein, und das recht sanft, und erst als der Jüngling sich an das neuartige Gefühl gewöhnt hatte, drang er tiefer und tiefer. Da ließ sich der Eroberte in die Arme des Alten fallen und genoss es, einem Kerl so ausgeliefert zu sein. Wie ein glücklicher Welpe bettelte er nach mehr, sodass Eselsrohr immer heftiger zustieß. Beide hechelten und japsten und schwitzten und balgten miteinander, bis aus ihnen die herbe Sahne in gewaltigen Ladungen herausspritzte. Und als Eselsrohr sein Fleischstück wieder aus dem Knackärschlein des Jünglings zog, beugte sich dieser zu ihm und leckte alles sauber, doch damit nicht genug. Er glitt zudem mit den zierlichen Fingern über die Spuren seiner Jünglingstropfen, die an seiner Rute klebten, und steckte sie Eselsrohr in den Mund. So konnte der die leckere Würze der Jugend schmecken. Hernach legten sie sich nebeneinander und der Jüngling streichelte über Eselsrohrs Brusthaar.
»Weißt du was«, sprach der ehemalige Schauspieler, »ich gehe nach Bremen und werde dort Buhlknecht, um mich aushalten zu lassen von reichen Herren. Du kannst nicht mehr zu deiner fürchterlichen Erzieherin zurück. Geh mit mir und probiere auch dich dort aus. Ich verführe die jungen Männer, während du mit deinem Knackärschlein sämtliche hungrigen Matrosen beglücken kannst.«
Der Jüngling fand Gefallen an dem Vorschlag und willigte ein.
»So sollst du ab heute Welpchen heißen«, entschied Eselsrohr, »da du so süß wie ein Welpe bist und verführerisch winselst.«
Welpchen war’s zufrieden und sie wanderten weiter. Sie liefen nicht lange, da sahen sie einen Pagen des kurfürstlichen Hofs am Straßenrand stehen, der machte ein Gesicht wie drei Nächte schlechte Eigenliebe. Eselsrohr fragte ihn:
»Nun, was ist dir in die Quere gekommen?«
»Wer kann da noch lustig sein, wenn’s einem ans Gehänge geht«, antwortete der Angesprochene. »Ich war einst ein beliebter Page am Hofe, hervorragend im Fechten. Aber jedes Mal guckten alle missgünstig auf meinen Säbel, den ich unterm Gürtel trage, weil der länger ist als die der anderen. Und nun haben sich die anderen Pagen zusammengetan und mich aus Neid vom Hofe gejagt. Wo soll ich nun hin?«
Eselsrohr und Welpchen starrten sogleich auf eben jene Stelle, wo sich unter feinen Strümpfen eine prachtvolle Schwellung abzeichnete. Welpchen leckte sich bereits die Lippen, aber Eselsrohr fragte zweifelnd:
»Gerne würde ich dir helfen, aber beweise erst, dass dein Säbel tatsächlich solchen Neid hervorrufen kann. Größer als mein bestes Stück kann er kaum sein!«
Mit diesen Worten öffnete Eselsrohr seine Beinkleider und holte sein dickes, großes Fleisch heraus. Der Page besah es sich und nickte anerkennend.
»Du bist wirklich ein Rivale für mich. Mein Säbel ist nicht so dick, das gebe ich zu. Aber er mag etwas länger sein.«
Er holte seine fleischerne Waffe hervor und die beiden stellten sich einander gegenüber, um den Vergleich zu machen. Sie rieben sich in einen halb hochragenden Zustand, doch Welpchen meinte:
»Noch sehen sie gleich groß aus. Ihr müsst sie richtig hart bekommen. Ich helfe euch!«
Er kniete sich in die Mitte und leckte abwechselnd an den beiden Stücken, die ihm da vor dem Gesichtchen baumelten. Er sog heftig an den Spitzen, schmatzte laut und ließ seinen Speichel das immer härter werdende Fleisch hinablaufen. Natürlich vergaß er nicht, mit den Händen die dicken Gehänge der zwei zu streicheln, bis diese immer empfindlicher wurden. Endlich waren beide zu voller Pracht erhärtet und tatsächlich war Eselsrohr zwar dicker, aber etwas kürzer als der Page.
»Jetzt kann ich den Neid am kurfürstlichen Hofe verstehen«, sprach Eselsrohr.
Welpchen aber begann bei dem Anblick der beiden, wieder sehnsüchtig zu winseln.
»Unser Kleiner braucht seine Zuwendung«, erklärte Eselsrohr. »Wenn du willst, lass ihn deinen langen Säbel spüren!«
Der Page zögerte nicht, drehte Welpchen herum, sodass der auf allen vieren kauerte, und stieß ihn heftig von hinten. Welpchens kleine Rose war noch feucht vom letzten Abenteuer, sodass der Page sich mühelos in ihm austoben konnte. Mehr noch: Dem bettelnden Blick seines jungen Begleiters entnahm Eselsrohr, welcher daneben stand, den nächsten Wunsch. Er legte sich auf den Rücken, Welpchen setzte sich auf dessen bestes Stück und ritt darauf. Der Page stellte sich dahinter, ließ seinen Säbel mehrmals aufs Knackärschel des Jünglings klatschen und drückte Welpchen schließlich nach vorn, sodass er sehen konnte, wie Eselsrohr immer tiefer in die feuchte Blüte glitt. Der Page setzte nun seinen Säbel ebenfalls an jenen Ort und drückte ihn behutsam hinein, bis der Widerstand nachgab. Ein heller Jubelschrei entglitt Welpchens Kehle, als er nun gleich zwei kerlige Männer in sich spürte.
»Ihr Freunde seid der Himmel!«, hechelte er, während Eselsrohr und der Page abwechselnd in den engen Leib stießen und dabei spürten, wie sich die warmen Innenwände des Jünglings um ihre Stücke schlossen und sie aneinanderdrückten.
Lange hielt das Dreiergespann sein Spiel jedoch nicht aus. Schon bald floss die Sahne in Strömen und erschöpft lagen die drei aufeinander, sich das Salz von der Haut küssend.
»Du passt gut zu uns«, sprach Eselsrohr schließlich, »und wir wollen dich gern mitnehmen. Wir reisen nach Bremen, um uns dort als Buhlknechte zu verdingen. Du verstehst dich aufs Stoßen, da kannst du doch mit uns kommen.«
Der Page wusste, dass guter Beischlaf teuer war, und so wollte er mit den beiden Freunden ein neues Leben beginnen.
»Gern begleite ich euch. Nennt mich den riemigen Kater und habt keine Scheu, euch an meinem Säbel zu erfreuen, wann immer es euch beliebt.«
Daraufhin nahmen sie den Weg wieder auf und wanderten Stunde um Stunde. Die Gegend war trocken und öde, und als die Freunde an einen einsamen Teich kamen, beschlossen sie, dort zu rasten. An drei Weidenbäumen entleerten sie ihre Blasen. Da saß neben dem Schilfe ein junger Spielmann. Der knetete sich seine Flöte, während er die anderen beim Wasserlassen beobachtete, und bettelte sie an:
»Mögt ihr euren Seich mir nicht aufs Haupte gießen? Für ein paar Taler dürft ihr mich benutzen!«
»Du bettelst, dass einem das ganze Gehänge zuckt«, sprach Eselsrohr. »Was ist mit dir los?«
»Ach, mir ist elend zumute«, sprach der Spielmann. »Weil ich anders bin als erwartet, haben mich meine Eltern fortgejagt. Nun weiß ich nicht, wohin mit mir. Am Ende, um nicht zu verhungern, muss ich wohl ins Kloster gehen, denn zu wenige Männer hier in der Gegend teilen meine derben Vorlieben.«
»Ei was, junger Spielmann«, sagte Eselsrohr, »zieh lieber mit uns fort. Wir gehen nach Bremen. Etwas Besseres als Enthaltsamkeit findest du überall. Deinem Wunsch nach Männerwasser entnehme ich, dass du bemerkenswerte Neigungen hast. Wenn wir zusammen als Buhlknechte die Hansestadt erobern wollen, müssen wir Vielfalt bieten.«
Der Spielmann ließ sich auf den Vorschlag ein, denn es war verlockend, auf solcherlei Weise Geld zu verdienen. Also wanderten sie alle vier zusammen fort. Bei der nächsten Rast bat der Spielmann, sich beim Harnlassen unter die anderen legen zu dürfen, um die Wasserstrahlen auf seinem Leibe zu spüren.
»Spuckt mir auch ruhig ins Antlitz, wenn ihr das mögt. Ich will so recht erniedrigt werden.«
Welpchen war gehemmt, doch Eselsrohr kannte aus seinem alten Handwerk solch derbe Vorlieben und verwöhnte den Spielmann mit seinem Seich. Den Kater begleitete das Geschehen mit schmutzigen Worten, weil der Spielmann derlei zu hören begehrte. Die zierliche Hand des schüchternen Welpchen aber führte der Spielmann zwischen seinen Spalt mit den Worten:
»Fauste mich!«
Welpchen schob langsam seine Fingerlein, dann die ganze Hand in die Öffnung des Spielmanns, der laut aufbrüllte. Dass er sich die Faust im Hinterleib freudig gefallen ließ, sah man an seiner harten Flöte, aus welcher es üppig tropfte. Als Eselsrohr und Kater ihre Blase entleert hatten, ließen sie sich ihre Stücke vom Spielmann sauber lecken, während Welpchen immer noch seine Faust in dessen Hintern vor und zurück bewegte. Des Spielmanns Zunge tanzte um die Spitzen der anderen derart gekonnt, dass sie ihm kurz darauf ihre heiße Sahne, beinahe schon steif geschlagen, in die Kehle spritzten.
»Überwältigend, einfach nur überwältigend«, schmatzte der Spielmann zufrieden und bedankte sich für die freundschaftlichen Dienste.
Die Freunde konnten aber die Stadt Bremen in einem Tag nicht mehr erreichen und beschlossen, da es mittlerweile Abend war und die Sonne unterging, hier im Wald zu übernachten. Welpchen legte sich auf das weiche Gras, der Spielmann machte es sich auf einem Stein bequem und Eselsrohr lehnte sich an einen Buchenstamm. Kater aber wollte wach bleiben, falls etwas passierte, und kletterte – flink wie er war – auf eine Eiche. Er sah er sich nach allen vier Winden um. Da war ihm, als sähe er in der Ferne ein Licht brennen, und er rief seinen Freunden zu, es müsste nicht gar weit ein Haus geben. Eselsrohr sprach:
»So müssen wir uns aufmachen und hingehen, denn hier ist die Herberge schlecht.«
Also machten sie sich auf den Weg nach der Gegend, wo das Licht war, und sahen es bald heller schimmern. Das Licht ward immer größer, bis sie vor ein hell erleuchtetes Haus kamen, das an einem Waldsee stand.
»Ein See, da kannst du dich waschen«, schlug Welpchen dem Spielmann vor, denn er war für dessen derbe Gerüche doch zu zart und ekelte sich. Der schmutzige Geselle reagierte aber nicht darauf, sondern näherte sich dem Fenster und schaute hinein.
»Was siehst du, Bruder?«, fragte Eselsrohr.
»Was ich sehe?«, antwortete der Spielmann. »Einen gedeckten Tisch mit köstlichem Essen und Trinken, und vier Leute sitzen daran und lassen sich’s wohl sein.«
»Das wäre was für uns«, sprach der Kater.
»Ja, ja, ach, wären wir da!«, winselte Welpchen und fragte, warum sie denn nicht anklopfen und um ein Nachtlager bitten konnten. Da teilte der Spielmann seine Beobachtung mit:
»Am Tisch sitzt zum einen eine alte Jungfer, die von ihrem Bräutigam für ihren Bruder verlassen wurde, wie sie dem Manne neben ihr just beichtet. Jener Mann ist ein Pfaffe. Dann sitzt da noch ein verklemmter Schnauzbart und seine zickige Gattin. Der Schnauzbart erzählt gerade, wie ungesund es sei, wenn zwei Männer miteinander den Beischlaf ausüben, während die Gattin hofft, ihr Sohn möge eine reine Magd nach Hause führen, weil sie unbedingt Enkelchen haben will. Da sitzen sie zusammen und entwickeln eine Schmähschrift gegen die Männerliebe hier im Land der lila Liebeslust! Sie sind dabei, sich Gründe für eine Hexenjagd auf unsereins aus den Fingern zu saugen. Dort einfach hineinzugehen, wäre sehr gefährlich.«
Da beratschlagten die Freunde, wie sie es anfangen müssten, um jene Verklemmten zu erschrecken und hinauszujagen, und fanden endlich ein Mittel. Eselsrohr musste sich als der Größte von ihnen nackt mit den Armen auf das Fensterbrett stemmen, damit sein bestes Stück groß und bedrohlich erscheinen würde. Welpchen sprang auf seinen Rücken und presste seine jugendliche Rute tief in dessen erfahrene Öffnung. Dadurch sollte Eselsrohrs Fleisch heftig anschwellen. Kater kletterte hinter Welpchen und schob seinerseits den Säbel in die kleine Rose, während der Spielmann sich an den Dachfirst hangelte, ganz nackend und seinen verschmutzten Leib vorführend.
Wie das geschehen war, fingen sie auf ein Zeichen an, das Fenster aufzustoßen und ihren Streich zu machen: Eselsrohr brüllte, Welpchen winselte, Kater schnurrte und der Spielmann spuckte und ließ sogar sein Wasser; dann stürzten sie durch das Fenster in die Stube hinein, dass die Scheiben klirrten. Die Jungfer, der Pfaffe, der Schnauzbart und seine Gattin, sie alle fuhren bei diesem Schauspiel in die Höhe und meinten nicht anders, als der Teufel selbst hätte ihnen seine Gespenster der Sünde geschickt. Da flohen sie in größter Furcht in den Wald hinaus.
Nun setzten sich unsere vier Gesellen an den Tisch, nahmen sich von dem, was übrig geblieben war, und trieben Späße miteinander, als wenn sie vier Wochen niemanden mehr berühren sollten. Wie sie fertig waren, löschten sie das Licht und suchten sich eine Schlafstätte, jeder nach seiner Natur und Bequemlichkeit. Eselsrohr legte sich neben den Kamin auf die Bank, Welpchen kuschelte sich auf ein Fell, Kater fand eine Liege und der Spielmann nahm mit der Jauchepfütze auf dem Hof vorlieb. Weil sie müde waren von ihrem langen Weg und den unzähligen Abenteuern des Tages, schliefen sie bald ein. Als die Mitternacht vorbei war und die vier verklemmten Alten von Weitem sahen, dass kein Licht mehr im Haus brannte und auch alles ruhig schien, sprach der Pfaffe:
»Wir hätten uns doch nicht ins Bockshorn jagen lassen sollen. Unsere Sinne müssen uns einen bösen Streich gespielt haben!«
Er hieß den Schnauzbart, weil er der Kräftigste von ihnen war, hingehen und das Haus untersuchen. Der Ausgeschickte fand alles still und ging in die Stube, um ein Licht anzuzünden. Weil er sich dafür über das Antlitz von Eselsrohr beugen musste, spürte der den Verschluss der Beinkleider an seinen Lippen. Nun träumte Eselsrohr gerade von einem derben Possenspiel, das er in jungen Jahren oft mit seiner Truppe aufgeführt hatte und in dem er die Kleider seines Kumpanen mit den Zähnen geöffnet hatte. Obschon im Schlafe liegend, tat er just genau das Gleiche bei dem Schnauzbart, bis jenem das Gehänge aus dem Schlitz baumelte. Eselsrohr, noch immer träumend, leckte darüber und nahm das fremde Fleisch schließlich ganz in den Mund, saugend und lutschend, bis es anschwoll und erhärtete.
Das Ganze sah der riemige Kater auf seiner Liege im Mondlicht. Er glaubte in seinem schlaftrunkenen Zustand, der Spielmann würde sich gerade von Eselsrohr verwöhnen lassen, und erinnerte sich an das Erlebnis mit der Faust. Da meinte er, dem könne man ruhig ohne Vorarbeit einen langen Säbel in die Spalte schieben. Also packte er den Schnauzbart von hinten und spießte ihn damit so heftig auf, dass jener stolperte und mit seinem harten Fleisch auf dem Fell neben Welpchen landete, der sofort erwachte.
»Endlich wieder was für meine hungrige kleine Rose«, winselte er, als er den Schnauzbart ertastete und an seinen Hinterleib führte.
»Stoß mich, nun stoß mich«, befahl er.
Der Schnauzbart aber fasste sich und versuchte, aus dieser schändlichen Lage zu fliehen. Er fand die Hintertür, stolperte aber über den Spielmann und fiel in die Pfütze. Der Spielmann nutzte die Gelegenheit, stürzte sich auf den Schnauzbart und leckte vergnügt den Unrat von dessen Kleidern. Als seine Zunge nach oben wanderte und dem Munde des Schnauzbarts bedrohlich nahe kam, stieß der ihn von sich und lief, was er konnte, zu dem Pfaffen und den zwei Weibern zurück. Der Pfaffe, die Nase ob des merklichen Geruchs rümpfend, fragte, was er herausbekommen habe.
»Ach, das Haus hat sich in einen Sündenpfuhl verwandelt!«, jammerte der Schnauzbart. »Eine nasse Zunge aus dem Nichts hat mir die Beinkleider vom Leibe geschleckt, um mein Gehänge zu befeuchten. Ein lebendiger Stock versuchte, aus dem Hinterhalt meinen Hinterleib zu erobern. Eine feuchte Spalte sog magisch an meinem besten Stück und ich konnte kaum dagegen ankämpfen. Selbst auf dem Hof sitzen die Dämonen und wollen einen mit grabbelnden Pfoten ins Verderben reißen! Da machte ich, dass ich fortkam, bevor mein Leib geschändet werden konnte!«
Von nun an getrauten sich seine zickige Gattin, die alte Jungfer und der Pfaffe nicht mehr in das Haus, gaben ihre Schmähschrift auf und zogen weit fort, aus Angst, von den seltsamen Gestalten überfallen zu werden.
Nur der Schnauzbart konnte nicht widerstehen und kehrte am nächsten Tag zurück. Da erkannte er die Zunge von Eselsrohr wieder und auch den Säbel des riemigen Katers. Die grabbelnden Hände des Spielmanns und die kleine Rose von Welpchen erhellten ebenfalls seinen Geist, und wie er den nächtlichen Irrtum durchschaute, musste sich der Schnauzbart eingestehen, dass er das Abenteuer in Wahrheit durchaus aufregend gefunden hatte. Er bat daher, von ihnen erneut und diesmal bis zum Schluss verwöhnt zu werden. Die Freunde nahmen den Neuling freilich bei sich auf und beglückten ihn, jeder auf seine Art. Zunächst vertiefte sein Hinterleib die Bekanntschaft mit dem Säbel des riemigen Katers. Anschließend ließ ihn Eselsrohr sein bestes Stück kosten und befingern. Welpchen spielte mit dem Schnauzbart seine hündischen Spielchen und des Spielmanns Flöte bescherte ihm wahrlich schmutzige Überraschungen.
Den vier Bremer Buhlknechten gefiel es übrigens so wohl in dem Haus am See, dass sie nicht wieder heraus wollten. Sie gaben ihre Pläne für die Hansestadt auf, lebten fortan im Wald und fanden ihr Glück in den vielfältigen freundschaftlichen Zuwendungen, die sie einander schenkten. Und mit dem Schnauzbart als fünften Kumpanen mittendrin hatte Eselsrohr nimmer mehr Schwierigkeiten mit seinem besten Stück, denn all die Abenteuerlust um ihn herum wollte nie enden. Zudem war sie zu seinem Glücke hochgradig ansteckend und ließ jedes noch so müde Fleisch blitzschnell emporragen.

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