Dünensafari

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Letztes Jahr mal wieder Maspalomas. Ich hatte von dem Treiben in den Dünen gehört und diesmal war ich neugierig. Ich überquerte gerade den Kamelpfad, da kam mir schon einer mit Rucksack und ohne Hose entgegen. Ich passte mich an. Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor sollte es möglich machen, stundenlang nackt umher zu spazieren.
Der Ort ist surrealistisch. In Sichtweite der großen Hotels wird ein Markt der sexuellen Handreichungen abgehalten. Swinger laufen wohl nicht gern weit. Es gibt natürlich auch Leute, die nur Sonnenbaden, aber manchmal biegt man um eine Ecke, und unter einer Palme oder in einem Gebüsch wird gestreichelt, gelutscht oder gevögelt. Immer stehen einige Herren darum herum und bearbeiten ihre Geschlechtsorgane. Manche sieht man regelmäßig wieder. Sie kreisen den ganzen Tag, um dabei zu sein, wenn es passiert.
Frauen sind in der Minderzahl und nie allein unterwegs.
Aus einem Busch sprang ein großer, braun gebrannter Schlanker mit pendelnder Erektion heraus. Ich hob den rechten Daumen zum Zeichen meiner Bewunderung.
Ein Engländer, nur mit Hut bekleidet, bekundete wie schön das Leben sei. Er fragte mich, ob ich etwa Viagra benötigen würde, und ich verneinte lachend.
Die Engländer lieben es lautstark. Einen sah ich in der Missionarsstellung ficken, während sie unter ihm „faster“ oder „slowly“ das Tempo vorgab. Als er sich erleichtert hatte, stellten sie sich gegenseitig mit Vornamen vor.
Ein Anderer bearbeitete eine Möse, in die er zwei Finger versenkte, mit großer Leidenschaft, so dass sie bebte und schrie. Gerade als sie fertig waren, kam ein Getränkeverkäufer vorbei und bot Wasser und Bier feil, was ausgelassene Heiterkeit bei den Spannern auslöste.
Ich musste mich erst eingewöhnen. Ein italienisches Pärchen winkte mir zu, ich winkte zurück. Nachdem ich meinen Kreis an diesem Abend fast beendet hatte, ohne etwas Interessantes gefunden zu haben, sah ich sie plötzlich wieder. Ein Mann lag neben ihnen, und sie unterhielten sich. Ich kam neugierig näher, als er nickte, aufstand und sein Handtuch sogfältig zwischen ihren Beinen ausbreitete. Er legte sich auf den Bauch und begann ihre Möse zu lecken. Ein anderer, offensichtlich erfahrener als ich, kniete sich sofort umstandslos daneben und begann ihre Brüste zu massieren, worauf sie seinen Ständer in die Hand nahm und masturbierte. Ihr Kopf lag im Schoß ihres Mannes, der selbst ein beeindruckendes Glied sein eigen nannte, das er halbsteif an ihrer Wange rieb während er zuschaute. An einem anderen Tag sah ich die beiden wieder, da hatten sie sich wohl schon etabliert. Regelmäßig blieben Männer stehen und ließen sich von ihm mit einem Nicken heranwinken. Sie masturbierte unter seinen Augen und wurde masturbiert, aber das Ganze machte auf mich doch einen etwas mechanischen Eindruck.
Ich war überrascht, wie manche Leute ihren Urlaub verbringen.
An meinem letzten Tag war nicht viel los. Ich konnte daher die Gruppe an einem der Baumkreise nicht übersehen. Manche onanierten, und da waren grandiose Schwänze dabei. Im Zentrum hielt ein Paar Hof. Sie las mit gespreizten Beinen, oder tat mindestens so, und die rasierte Venusfalle verfehlte ihre Wirkung offensichtlich nicht.
Immer wieder stand sie auf und tänzelte zu einem der Wichser, liebkoste Glied und Eier und fellationierte ihn dann kniend. Ihr Mann unterhielt sich unterdessen zotig und gut hörbar auf Deutsch mit einem Blonden, der hin und wieder ebenfalls ein gewaltiges Rohr massierte. Irgendwann kam dann die Frage, ob &#034der&#034 schon gespritzt hätte. Sie waren wohl ungeduldig.
Einige ejakulierten in ihren Mund oder ihr Gesicht, wobei sie stöhnte, als ob ihr einer abging.
Mancher bekam auch ein Zeichen, ein Kondom wurde aufgerissen und dann durfte er sie besteigen. Dabei lutschte sie den Blonden oder ihren Mann. Und ich fragte mich, ob sehen oder gesehen werden wichtiger ist, während ich mit den Anderen dabei stand und unwillkürlich auch an meinem Schwanz herumfummelte. Aber obwohl ich eigentlich keine Erektionsprobleme habe, wollte sich die rechte Lust nicht einstellen.
Ich schlenderte weiter.
Da kam ich an diesem älteren Paar vorbei, das in der Sonne lag. Sie war üppig und keine Schönheit. Ich hatte die zwei schon einige Tage vorher gesehen und es hatte mich berührt, wie sie still und geduldig seinen Schwanz massierte. Er war mir in Erinnerung geblieben, weil sich seine Vorhaut offensichtlich nicht über die Eichel herunterziehen ließ. Ihre Nägel mit dem silbernen Nagellack waren mir ebenfalls aufgefallen. Ich beschloss, ein wenig zu bleiben und legte mein Handtuch aus. Den Rucksack verwendete ich als Kopfkissen. Die Beine gespreizt, um ihnen einen ungehinderten Blick auf mein Skrotum zu bieten, begann ich langsam und zart die Eier zu streicheln. Dabei blinzelte ich immer wieder zu den beiden hinüber und langsam versteifte er sich. Das ging eine ganze Weile so. Zwei oder drei andere Männer kamen vorbei, blieben stehen oder knieten sich wichsend neben das Paar in der Sonne und spritzten in den Sand. Bei mir ging es langsamer voran.
Ich war schon ziemlich weit, als sie plötzlich aufstand. Blinzelnd sah ich, dass sie auf mich zukam und vor mich hin kniete. Ihr Griff war überraschend fest und nicht unangenehm. Ich richtete mich auf und griff nach einer Brust. Ich hätte auch gern die Muschi gestreichelt, aber sie schüttelte den Kopf, so begnügte ich mich mit der weichen Haut Ihrer Speckrollen. Ein Nein will respektiert werden.
Ich hörte mich schwer atmen und genoss die Situation. In meinen Augenwinkeln sah ich, dass wir Zuschauer hatten, aber es machte mir nichts aus. Ich griff an meinen Sack und sie verstand sofort. Mit der freien Hand begann sie, meine Eier zu massieren während die andere den Schaft bearbeitete, was zusammen seine Wirkung nicht verfehlte. Keuchend ergoss ich mich über ihre Hände.
Ein unvergesslicher Orgasmus.
Ich stammelte „thank you“ und knetete noch ein bisschen Brust und Hüfte.
Der Schweizer neben mir fragte, nachdem er seine Begeisterung über das Gesehene zum Ausdruck gebracht hatte, woher die beiden kämen. Ich wusste es nicht und eigentlich war es mir auch egal. Sie sagten, dass sie aus Dänemark seien, aber ein längeres Gespräch ergab sich nicht. Der Schweizer war wohl Länderfetischist.
Ich wäre gern noch geblieben, aber ich traute mich nicht, sie zu fragen, ob ich etwas für sie tun könnte. Ein gelungener Abschluss war es alle Mal.
Mir hat es sowieso gefallen. Kein Eintritt, man geht durch einen Zaun und über eine Düne und ist dabei. Zwanglos, nackt, Exhibitionist und Voyeur. Dass FKK und Sex nichts miteinander zu tun haben, die Lebenslüge der überzeugten Nudisten, wird hier lustvoll widerlegt. So könnte das Paradies aussehen: die Sonne scheint fast immer, man stellt oder legt sich dazu, und wenn es gut läuft, werden viele Wünsche erfüllt. Das Surrealistische ist das Normale und manchmal frage ich mich, warum es nicht immer und überall so normal zugeht. Es wollen doch Alle Dasselbe, oder?
Und wenn man jemandem begegnet, den man kennt? Dann hat der sicher auch seinen Schwanz in der Hand und man unterhält sich freundlich.

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