Macht Geld glücklich? Teil 2

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Teil 2

Sofort legte ich meine Hände auf den Stoff, der noch über ihren Backen lag, und spürte die Wärme, die von ihr ausging.

Langsam aber sicher rutschten meine Hände weiter an Connys Flanke herunter, bis ich den Saum der Bluse erreicht hatte. Hier angekommen hielt ich den Stoff jeweils zwischen Daumen und Zeigefinger und hob ihn langsam nach oben.

Wieder wackelte Conny ein wenig mit ihrem Hinterteil und machte selbst dann noch weiter, als mir ihre blanke Haut entgegen leuchtete.

Was zum Vorscheinen kam, war die siebzig Mark wirklich wert. Die Zeit hatte ihr wenig angetan, was vielleicht damit zu tun hatte, dass sie den ganzen Tag stand. Festes Fleisch und eine Haut fast ohne Makel, kam zum Vorscheinen.

Ich hob die Bluse weiter nach oben und legte den Saum zum Schluss auf ihrer Taille ab. Jetzt hatte ich meine Hände wieder frei und strich über die jetzt nackte Haut herunter. Nur Sekunden später legten sie sich auf die beiden festen und großen Halbkugeln, die sich mir entgegen streckten. Diese wurden sogar noch aufregender, als Conny ihren Rücken durchdrückte und ein Hohlkreuz bildete. Dazu ging sie mit ihrem Oberkörper weiter nach unten.

Jetzt war meinen Händen eine Spielwiese zugänglich gemacht worden, die sie sofort zu erkunden begannen. Wieder und wieder strichen sie über die straff gespannte Haut und konnten sich von diesem Gefühl fast nicht trennen. Doch dann ließ ich los und ging einen halben Schritt weiter zurück.

Sofort war mein Blickwinkel besser und ich konnte selbst in dem Halbdunkel der Kneipe die wulstigen großen Schamlippen erkennen, die zwischen ihren geschlossenen Beinen hervorquollen. Fleischig sahen sie aus und waren zum Glück nur von gut getrimmtem Bewuchs umrandet. Hier war der Ausdruck Pflaume wirklich angebracht, denn genauso lecker wie diese Frucht sah es aus, was sich mir präsentierte.

Ohne lange zu zögern, kam ich wieder näher heran und schob jetzt eine Hand zwischen ihre Beine und zeigte ihr damit an, diese weiter zu öffnen.

Conny kam meinem Wunsch nach, soweit die heruntergerutschte Hose es zuließ. Es war nicht viel, aber genug, um mehr von ihre sehen zu können.

Selbst aus diesem Winkel konnte ich es auf einmal glänzen sehen. Die beiden fleischigen Lippen hatten sich leicht geöffnet und zeigten an, dass sie bereits saftig waren. Ihr Nektar zeigte mir an, dass Conny selber, zumindest ein wenig erregt war.

Für mich ein Startsignal. Mein Geschlecht hatte mir inzwischen mehrmals signalisiert, mehr als bereit zu sein. Also wollte ich nicht mehr länger warten, denn dieses würde nur eine verkürzte Ausdauer bedeuten.

So schnell wie möglich öffnete ich meine Hose, und als ich den Reißverschluss herunterzog, konnte man es mehr als deutlich im Raum hören. Auch Conny bekam es mit und ich meine etwas Gänsehaut über ihre Beine huschen zu sehen. Auf alle Fälle hörte sie auf einmal auf mit dem Hintern zu wackeln und stand vollkommen bewegungslos da. Sie wartete auf mich und ich wollte es nicht lange hinausschieben.

Schon rutschte meine Hose herunter und hing mir wenig später um die Knöchel. Auch meine Unterhose folgte schnell, blieb mir aber in den Kniekehlen hängen. Doch das macht mir nichts aus, denn als ich sah, wie mein Dicker herausschnellte und sich angriffsbereit präsentierte, war es nur noch eine Frage weniger Augenblicke. Ich trat einen weiteren halben Schritt vor und nahm die Spitze meiner Männlichkeit in eine Hand. Dann führte ich sie an den Ort, den ich zu erobern gedachte.

Beide, Conny und ich zuckten einmal zusammen, als meine hart gespannte Haut, ihre weiche zwischen den Beinen berührte. Dann griff ich mit der freien Hand an Connys Seite und hielt sie in der Position fest, in der dich sie haben wollte.

Wir passten ideal zusammen. Conny war durch die Pumps die sie trug genauso groß wie ich. Das wiederum machte, dass was kommen würde, umso einfacher. So wie ich dastand, hatte ich direkten Zugang zu ihrem Körper und den wollte ich jetzt erobern.

Ein zweites Mal setzte ich an, wobei wir beide diesmal nicht zurückzuckten.

Mit quälender Langsamkeit zog ich meine Eichel einmal von unten nach oben durch ihren glänzenden Spalt. Dieser war inzwischen noch nasser geworden, und als ich denselben Weg zurückging, war meine Spitze mit Feuchtigkeit überzogen.

Mir zitterten die Knie, als ich so befeuchtet den Eingang zur Glückseligkeit suchte. Dort wo die Hitze am höchste war, wurde ich fündig. Ich drückte mich etwas zwischen die Schamlippen und wusste instinktiv, dass ich richtig lag. Nur noch einen kleinen Stoß und ich würde in Conny sein.

Beide holten wir tief Luft und hielten unseren Atem an. Dieser entlud sich wenige Sekunden später in einem beiderseitigen Stöhnen, als ich zustieß. Mein Unterleib schob sich ruckartig nach vorne und ich sah, wie das tiefrote Ende meines Schwanzes zwischen Connys Schamlippen verschwand.

Augenblicklich war ich von einer heißen und engen Feuchte umschlossen, die mich festhielt. Nicht nur das, sie schien mich geradezu weiter hineinzuziehen.

Diesem Drängen kam ich sofort nach und schob mich weiter hinein, wollte diesen Tunnel erforschen und erobern.

Conny hatte nichts dagegen. Im Gegenteil, ihr Po wackelte wieder leicht hin und her. Dies erleichterte mir sogar noch das Fortkommen und ich brauchte nicht lange, bis sich meine Lende mit einem letzten kleinen Stoß, mit ihren Pobacken vereinte.

Wieder stöhnten wir beide auf. War ich doch so tief in Conny gelangt, wie es in dieser Stellung möglich war.

Einen Moment genoss ich das weite Eindringen, war aber kaum noch in der Lage, ruhig zu halten. Alles in mir drängte dazu, mich in ihr zu bewegen. Also legte ich jetzt auch noch meine jetzt freie Hand an die andere Seite ihrer Hüfte und hielt sie fest.

Ein erneutes Zittern ging durch meine Beine, als ich mich jetzt in ihr zu bewegen begann. Zuerst nur ein wenig, um nicht zu schnell übermäßig gereizt zu werden. Ich wollte etwas länger etwas davon haben. Doch die Natur wollte mehr. Also konnte ich es nur kurz aushalten und schon begann ich mich schneller, in Conny zu bewegen. Während sie jetzt stärker mit ihrem Po wackelte, schob ich mich schnell in sie hinein und zog mich ebenso schnell wieder heraus.

Mir wurde mehr als heiß und ich hätte am liebsten mein Oberteil ausgezogen. Aber dafür war jetzt keine Zeit. Ich wurde geradezu auf meinen Höhepunkt zu katapultiert und konnte einfach nichts dagegen tun.

Mit festem Griff hielt ich Conny fest und zog sie jetzt bei jedem Stoß an mich heran. Wieder und wieder prallten wir gegeneinander und nur zwei Minuten später hörte man im ganzen Raum das Klatschen, wenn unsere Unterleiber gegeneinander schlugen. Dazu hatte sich ein stöhnendes Atmen gesellt, welches diesen Takt begleitete.

Nicht nur meine Stimme war zu hören, Connys hatte sich dazugesellt und war schon wenig später lauter als meine. Sie ließ ihrer Lust feien Lauf und ich brauchte sie gar nicht mehr an mich heranzuziehen. Sie kam mir inzwischen genauso heftig entgegen, wie ich mich vorschob.

Zum Schuss wurden wir so wild, dass ich sogar zweimal aus ihrem Geschlecht rutsche. Doch sofort fand ich den Eingang wieder und versenkte mich so tief es ging.

Schon merkte ich, wie sich meine Eier weiter nach oben zogen, während sie gleichzeitig unter Conny gegen sie prallten. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es gleich soweit sein würde.

Mit einem wilden Aufschrei trieb ich mich jetzt in sie hinein, hämmerte meinen Lustpfahl bis an die Wurzel einwärts. Dies brachte mir endlich die Erlösung. Mit einem letzten Stoß, bei dem ich schon merkte, wie sich mein Saft auf den Weg machte, rammte ich mich ein letztes Mal hinein und zog Conny so fest an mich heran, wie es nur ging.

Conny schrie mit mir auf, als mein heißer Same ihren Bauch füllte. Es schoss aus mir heraus und spritzte mit gewaltigem Druck, in ihren inzwischen zuckenden Körper hinein. Meine Überflutung hatte bei Conny ebenfalls den Auslöser gedrückt. Ich konnte genau spüren, wie die zarten Wände, die mich umgaben, noch fester umschlossen. Ihr Unterleib war dabei mich zu melken und ich genoss dieses Gefühl mit allen Sinnen, die daran beteiligt waren.

So war es jetzt mehrere Wochen lang und ich schleppte mich an jedem Sonntagmorgen mit einem zufriedenen und befriedigten Lächeln nach Hause. Hier warf ich mich auf mein Bett und genoss noch einen Moment die Ermattung, die sich sofort einstellte. Dann schlief ich friedlich ein.

Schneller als gedacht wurde die Schuld abgetragen. Als die letzten hundertfünfzig Mark verblieben waren, wollte ich sie auf einmal verwenden. In dieser Nacht genoss ich zuerst einmal ein mündliches Absaugen. Doch damit wollte ich es nicht bewenden lassen. Ich brachte Conny dazu für uns beide Drinks zu machen und dann setzte sie sich auf einen der Hocker. Da sie diesmal einen halblangen Rock trug, war es ein Leichtes diesen hochzuschieben und das Höschen beiseite.

Noch nicht wieder so gereizt wie zuvor schaffte ich es trotzdem, meinen nur halbsteifen Schwanz hinein zu bekommen. Während ich Conny nun langsam und mit steigender Erregung zu stoßen begann, griff ich nach den Drinks und wir prosteten uns zu.

Es war ein seltsames Gefühl, auf der einen Seite ein kühles Getränk zu sich zu nehmen, aber zugleich eine Etage weiter unten, zuzustoßen und sich weiter zu erhitzen.

Conny hatte inzwischen ihre Beine um mich gelegt und ich hatte vollkommene Freiheit mich in ihr auszutoben. Und genau das tat ich dann auch.

Es klingt vielleicht seltsam, aber wir waren inzwischen ein eingespieltes Team geworden, wobei jeder vom anderen wusste, was er besonders mochte. Das hatte ich am Anfang nicht für möglich gehalten und so wurde diesmal etwas Besonderes für uns beide. Stellte es doch das Ende unserer geschäftlichen Beziehung da. In dem Moment, wo ich kommen würde, war der Vertrag erfüllt. Also zögerte ich es so lange heraus, bis es nicht mehr anders ging.

Conny war inzwischen schon einmal gekommen und ich stand jetzt kurz davor. Während ich noch das Glas in der Hand hielt, steckte ich meinen Steifen so tief in Conny hinein, wie es ging, und ließ es mit einem nur leisen Aufstöhnen laufen. Ein fast entspannter Höhepunkt überfiel mich und ich meinte es in Connys Augen aufleuchten zu sehen, als sie es spürte. Zuckend verging ich in ihr und verströmte meinen Samen ich ihrem Körper.

Noch in ihr steckend nahmen wir den Vertrag vom Tresen, den wir dort hingelegt hatten, und hielten ihn jeder an einem Ende fest. Mit gespielter Langsamkeit zogen wir beide daran und er zerriss in zwei Hälften. Genau in dem Moment, als die beiden Hälften sie trennten, rutschte ich aus ihrem Unterleib.

Der Vertrag war erfüllt worden und beide hatten wir uns diesmal daran gehalten.

Die nächsten Wochen wurden grausam. Wieder folgte eine lange Zeit der Enthaltsamkeit. Conny hatte anscheinend keine finanziellen Sorgen mehr, zumindest wandte sie sich nicht mehr an mich. Ich war mir sicher, dass ich ihr sofort wieder ein paar Hundert Mark gegeben hätte. Doch das stand gar nicht mehr zur Debatte.

Zum Glück wurde es jetzt nicht anders zwischen uns beiden. Es war ein abgehaktes Kapitel und ich saß wieder Woche für Woche auf meinem Stuhl wie zuvor.

Bis auf dieses kleine Intermezzo hatte sich nichts geändert. Trist wie immer kamen mir die Wochen vor. Mein Leben zog seine geregelten Bahnen.

Doch dann, ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, änderte sich alles, wirklich komplett alles.

Wie jeden Sonntagabend, kurz bevor ich das Licht ausmachte, kam für mich ein Ritual, was ich nicht missen wollte. Ich nahm mir die Sonntagszeitung vor und blätterte auf die richtige Seite, dann nahm ich den kleinen Zettel von der Nachtkonsole, den ich dort am Samstag deponiert hatte.

Hierauf waren mehrere angekreuzte Zahlenkolonnen, die das Glück verheißen konnten. Der Zettel und die Zahlen in der Zeitung wurden verglichen. Ich konnte es einfach nicht glauben und mein Herz setzte für mindestens einen Schlag aus. Eine der Zahlenkolonnen auf meinem Zettel war genauso wie jene in der Zeitung.

Ich wischte mir einmal über die Augen, dann ein zweites Mal und meine Hand, in der ich den Zettel hielt, fing an zu zittern.

Das konnte nicht wahr sein und ich blieb wie erstarrt liegen. Nur ganz langsam kam wieder Leben in mich hinein und meine Augen trennten sich von den Zahlen. Doch sofort schaute ich wieder hin und hoffte inständig, dass sich die Zahlen nicht geändert hatten. Dann wanderte mein Blick auf das Datum des Zettels, ob es mit dem der Zeitung übereinstimmte.

Erst jetzt wurde mir wirklich bewusst, dass es so war. Ich hatte gewonnen. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich anscheinend wirklich einmal das große Los gezogen.

Mein Herz wollte sich gar nicht mehr beruhigen. Es hämmerte von innen gegen meine Rippen und es hörte gar nicht mehr damit auf. Um dieses abzustellen, stand ich langsam auf und legte sowohl Zeitung und Zettel auf den Tisch im Raum, dann ging ich zur Bar und holte eine Flasche Whiskey hervor. Diese hatte ich mir einmal in einem Anfall von Wahnsinn gegönnt und mir geschworen, sie erst dann aufzumachen, wenn etwas ganz Besonderes los war. Eben dieser Fall war gerade eingetreten und ich brauchte einfach einen großen Schluck, um mich zu beruhigen.

Schnell war ein Glas geholt und ich vernahm das ploppen überdeutlich, als ich den Korken aus dem Flaschenhals zog. Bernsteinfarbene Flüssigkeit floss in das Glas, welches ich fast halb füllte. Dann stellte ich die Flasche auf den Tisch, nahm das Glas und setzte es an meinem Lippen an.

Der Schluck der folgte war groß und ich konnte genau den Weg mitverfolgen, den die Flüssigkeit nahm. Sie brannte nur leicht, aber war auf der ganzen länge der Speiseröhre gut zu verfolgen. Im Magen explodierte sie dann und hinterließ sofort ein warmes Gefühl.

Noch einmal überprüfte ich jetzt die Zahlen, kam aber zu keinem anderen Ergebnis.

Es folgte ein weiterer Schluck und dann die Analyse der Zahlen. Wie waren sie angeordnet, gab es offensichtliche Kombinationen, gab es etwas, worauf auch andere gekommen sein konnten?

Ich konnte nichts entdecken, was darauf hinwies.

Mein Herz beruhigte sich langsam wieder und der Alkohol tat sein übriges. Erste Visionen durchdrangen meine Gedanken, obwohl ich wusste, dass ich noch keine so große Pläne machen sollte. Was jetzt meine Träume kaputtmachen konnte, waren die Quoten.

Sicher, es gab einen nicht gerade kleinen Jackpot, aber der war nichts Wert, wenn zu viele die gleichen Zahlen hatten. Ich musste mich also bis zum nächsten Tag gedulden, bis ich wirklich wusste, wie viel ich gewonnen hatte.

Ich ging nicht mehr ins Bett. Schlafen hätte ich sowieso nicht mehr können und von daher ließ ich es gleich bleiben. Nur eines wusste ich sofort. Den nächsten Tag würde ich nicht zur Arbeit gehen, denn ich würde wahrscheinlich die ganze Nacht nicht schlafen.

Genauso kam es dann auch. Ich goss mir noch einen Drink ein, aber nur noch einen kleinen. Ich wollte am nächsten Tag einigermaßen nüchtern sein und verbrachte die Nacht damit, Fernsehen zu schauen. Dabei bekam ich aber kaum etwas davon mit, was dort lief, denn meine Gedanken waren ganz woanders.

Gegen sieben Uhr morgens tat ich dann den Anruf auf meiner Arbeit. Urlaub hätte ich nicht bekommen, das wusste ich genau, also war ich eben krank und genaugenommen war ich das auch. Nicht eine Minute hatte ich geschlafen und würde auf der Arbeit keine wirkliche Leistung bringen.

Dann begann das Warten. Eine Hürde musste ich noch überwinden, wovor ich noch am meisten Angst hatte. Die Quoten würden gegen Mittag feststehen und ich mochte fast nicht auf den Teletext schalten, um sie mir anzusehen.

Um Punkt zwölf Uhr schaltete ich diesen ein und mochte einfach nicht hinsehen. Was war, wenn dort nun nicht das stand, was ich mir so sehr wünschte. Vielleicht hatten ja hundert oder mehr Menschen die gleichen Zahlen.

Insgeheim wusste ich genau, dass das nicht so war, dafür waren die Zahlen zu unregelmäßig gewesen, aber vielleicht gab es eine Kombination, die ich übersehen hatte. Irgendeine auf die nur Mathematikprofessoren gekommen waren. Doch davon gab es genug in unserem Land.

Die irrwitzigsten Gedanken schossen innerhalb von Sekunden durch mein Gehirn und ich hielt wirklich die Hände vor die Augen, als die Seite im Fernsehen aufging.

Wieder klopfte mein Herz wie wild. Die nächsten Augenblicke würden darüber entscheiden, wie mein Leben weiter ging.

Ich musste mich wirklich zwingen, die Hände wegzunehmen und zu schauen.

Hatte ich im ersten Moment noch einen leichten Schleier vor den Augen, lichtete dieser sich und ich sah die Zahlen auf dem Bildschirm klar vor mir.

Wieder setzte mein Herz einmal aus, besonders als ich in der obersten Reihe ganz links eine eins sah. Eine einzige Eins MEINE Eins. Die Zahlenreihe rechts daneben zeigte mir an, was ich gewonnen hatte und die war lang. Sehr lang.

Hatte ich zuvor noch meinen Atem angehalten, entwich jetzt die Spannung aus meinem Körper und die Luft entwich hörbar meiner Lunge. Dann zog ich mich langsam an und sah dabei immer wieder auf den Bildschirm. Aber auch hier, genauso wie in der Zeitung änderte sich nichts mehr. Es blieb, wie es war.

Als ich dann angezogen war, nahm ich den Schein von meinem Tisch und steckte ihn in die Innentasche meiner Jacke. Dabei war mehr als gut, dass sie mit einem Reißverschluss geschlossen wurde. Dann versicherte ich mich noch mehrmals darüber, dass dieser Reißverschluss auch wirklich dicht war. Dazu zog ich ihn mehrmals wieder auf und kontrollierte lieber noch einmal, ob die Tasche nicht doch ein Loch hatte. Dann verschloss ich sie wieder und war endlich bereit dazu, das Haus zu verlassen.

Kaum auf der Straße angekommen, hatte ich das Gefühl, als wenn jeder wusste, was ich bei mir hatte. Ich fühlte mich beobachtet und meinte die Blicke anderer Menschen auf mir zu spüren.

Froh war ich, als ich endlich an meinem Ziel ankam. Hier reichte ich den Schein an den Menschen hinter dem Verkaufstresen und dieser zog ihn durch sein Gerät.

Zentralgewinn. Genau das, was kommen sollte.

Der Mann hinter dem Tresen hob einmal seine Augenbrauen, reichte mir dann aber wortlos einen Zettel, den ich ausfüllen musste. Darauf meine Kontoverbindung und Adresse. Dieser wurde dann mit dem Schein einbehalten. Dann bekam ich noch die Quittung, die ich so gut wie zuvor den Schein verstaute. Sie war das Wichtigste, was ich jetzt hatte. Mit ihr konnte mir keiner mehr meinen Gewinn streitig machen.

Wenig später war ich wieder in meiner Wohnung und legte mich auf mein Bett. Es dauerte zwei Stunden, bis ich endlich für ein paar Stunden einschlief.

Das Aufwachen war umso schöner. Ich wusste nur noch nicht, was ich mit dem angebrochenen Tag anfangen sollte. Also entschied ich mich dazu, einen Spaziergang zu machen, um einen klaren Kopf zu bekommen. Es war zwar nicht gerade warm draußen, aber gerade das war es, was mich nach draußen zog.

Frische Luft empfing mich draußen und so ging ich entgegen meiner Gewohnheit wirklich in unseren Stadtpark, um eine Runde zu drehen. Tief atmete ich durch, füllte meine Lungen mit der sauerstoffreichen Luft, die mich umgab.

Es tat wirklich gut, weckt mich auf und meine Gedanken wurden klarer.

Hatte ich mir doch schon so oft ausgemalt, wie es sein würde, wenn ich gewann. Doch jetzt, wo es endlich soweit war, waren meine zuvor gemachten Gedanken, wie weggewischt.

Welche Veränderungen in meinem Leben werden auf mich zukommen? Werde ich zum Beispiel weiterhin arbeiten gehen? Wie werde ich meine weitere Zukunft gestalten und wie werde ich das Geld zusammenhalten?

Eins wollte ich auf keinen Fall. Hatte ich doch schon einige Filme gesehen über Menschen, die ebenfalls viel gewonnen hatten und es innerhalb kürzester Zeit verschleuderten. Ich schwor mir, dass mir das nicht geschehen sollte.

Mit diesen und ähnlichen Gedanken ging ich jetzt vom Park in eine reine Wohnsiedlung und sah mir die Häuser, aus einem ganz anderen Blickwinkel an, als sonst. Es war kein Haus dabei, was ich mir nicht gleich hätte kaufen können. Einfach so, eine Unterschrift auf einem kleinen Zettel und ich hätte etwas Ähnliches gehabt. Aber ehrlich gesagt wollte ich das gar nicht. Ich empfand die Häuser als zu langweilig. So etwas konnte ja jeder bekommen. Ich wollte etwas anderes.

Also verließ ich die Wohnsiedlung und kam auf meinem Rückweg an mehreren aneinander gebauten Häusern vorbei, die alle mindestens vier Stockwerke plus Dach hatten. Dabei fiel mir wieder eines auf, welches schon seit langer Zeit leer stand. Aus einem Artikel aus der örtlichen Zeitung hatte ich erfahren, dass sie Mieter alle ausgezogen waren, weil der Vermieter die Nebenkosten nicht abgeführt hatte. So saßen die Menschen ohne Wasser da und das konnte auf die Dauer nicht gut gehen.

Gut, das Haus hatte auch schon von außen bessere Tage gesehen. Dabei fragte ich mich, wie es wohl von innen aussehen würde. Dann kam mir der Gedanke, dass ein solches Haus auch etwas für sich hatte. Wenn man sich überlegte, dass sicher in jedem Stockwerk über hundert Quadratmeter zur Verfügung standen, dazu das Dachgeschoss und der Keller, kamen sicher mehr als sechshundert zusammen. Eine gewaltige Steigerung, wenn ich an meine, nicht einmal vierzig dachte.

Ich sah mir das Haus jetzt genauer an und mir schossen so manche Gedanken durch den Kopf, was man mit dem ganzen Platz anstellen konnte.

Zum Schluss war ich von meiner Idee so überzeugt, dass ich sie wirklich, in die Tat umsetzten, wollte. Doch zuerst musste ich mich um einen guten Steuerberater bemühen. Immerhin sollte das Geld ja nicht weniger werden.

Der war am nächsten Tag gefunden. Ich hatte mich in meinem Verwandtenkreis umgehört und alle waren der Meinung, dass dieser der beste sei.

Also habe ich mir schon an dem Tag einen Termin geben lassen. Als ich dann bei ihm am Nachmittag im Büro saß, machte er ein komisches Gesicht, als ich sagte: „Herr Meier, ich habe da ein Problem. Ich habe zu viel Geld!“

Zuerst sagte er gar nichts, sah mich nur an, als wenn ich nicht ganz dicht wäre, aber ich klärte ihn dann über meinen Gewinn auf und man konnte an seinem Gesicht ansehen, wie aufmerksam er auf einmal wurde. Wahrscheinlich rechnete er gerade insgeheim aus, was er an mir verdienen könnte. Ähnlich, als wenn man beim Zahnarzt auf dem Stuhl sitzt und der Arzt schon einmal eine Nachricht zu seiner Frau nach Hause schreibt, dass der gewünschte Nerz gerade durch die Tür gekommen ist.

Die nächsten zwei Stunden waren mehr als interessant für mich und wir waren noch lange nicht fertig. Schon am nächsten Tag sollte ich wiederkommen und wir würde alles Weitere besprechen.

Von all den Informationen vollgestopft, die ich bekommen hatte, ging ich nach Hause und dachte dort noch lange darüber nach. Dann stellte ich einen Plan auf, was ich wann erledigen wollte. Die nächste Zeit musste sehr gut geplant werden. Es war viel zu erledigen.

Schon am nächsten Morgen war ich beim Grundbuchamt und bekundete berechtigtes Interesse an dem leer stehenden Gebäude. Es war nicht einfach die gewünschten Informationen zu bekommen, aber nach einer Weile bekam ich sie dann doch.

Den Eigentümer zu bekommen, war fast unmöglich, denn ihm waren sicher viele Gläubiger auf der Spur, doch als gewisse Menschen merkten, dass ich das Gebäude wirklich kaufen wollte, ging es doch recht schnell.

Ich will jetzt nicht alles im Einzelnen aufzählen, was in den nächsten Tagen geschah, aber ich war schon eine Woche später stolzer Eigentümer eines maroden Gebäudes. Der Preis war niedriger als ich gedacht hatte, denn der vorige Eigentümer brauchte anscheinend dringend eine finanzielle Spritze.

Mit einem Schlüsselbund in der Hand betrat ich das Gebäude und durchstreifte es von unten nach oben. Eigentlich sah alles noch recht gut aus, auch wenn so manch einer der vorigen Bewohner noch ihre Wut an so manch einem Einrichtungsgegenstand ausgelassen hatte. Aber das machte nichts. Ich hatte nie daran gedacht, dass ich die alten Bäder behalten wollte und auch sonstige Einrichtungsgegenstände waren mir egal. Ansonsten roch es recht streng im Gebäude, aber das ließ sich schnell abstellen.

Zwei Tage später war ein Sachverständiger im Haus und sah sich die Substanz an. Der Keller war zum Glück trocken, nur das Dach sah nicht mehr so gut aus. Doch das störte mich überhaupt nicht, denn ich hatte damit sowieso etwas besonders vor.

Inzwischen war das Geld auf meinem Konto angekommen. Als ich den ersten Kontoauszug in den Fingern hielt, wurde mir immer noch nicht bewusst, wie viel es eigentlich wirklich war. Also ging ich in einen Supermarkt und kaufte mir mehrere Päckchen Trockenerbsen.

Zuhause angekommen öffnete ich sie und nahm eine davon heraus. Diese sollte tausend Mark darstellen. Dann zählte ich hundert andere ab und wog sie auf einer Briefwaage.

Mit dem Gewicht konnt ich jetzt relativ einfach ermitteln, wie viele Erbsen ich abwiegen musste, um auf den Gesamtbetrag zu kommen.

Der Haufen, der sich daraus ergab, war größer als ich gedacht hatte. Fast hätten die Erbsen nicht gereicht, die ich gekauft hatte.

Ach ja, nur so nebenbei. Meinen Job habe ich nicht gekündigt, sondern bin auf Urlaub ohne Bezahlung gegangen. Wer weiß, wozu es gut sein kann.

Es war schon komisch. Als ich noch gearbeitet hatte, hatte ich mehr freie Zeit gehabt als jetzt. Ich war laufend für irgendetwas unterwegs, vom Bauamt bis zum Steuerberater, in dessen Büro ich inzwischen ein Dauergast war. Allerdings macht mir das nicht viel aus, immerhin war es für mich selber und nicht für andere.

Dann begann die lange Zeit des Umbaus und wer schon einmal Handwerker im Haus gehabt hat, der weiß, was jetzt folgte. Zuerst wurden alle Wände herausgerissen, die ich nicht mehr wollte, was zügig voranging. Zerstören ist halt einfacher als aufbauen, aber dann ging es erst richtig los.

Ein Handwerker konnte nicht anfangen, bevor der andere etwas erledigt hatte und mit der Zeit glaubte ich mich in einem Irrenhaus. Nichts lief so, wie es sollte, nur in einem waren sich alle einig. Sie brauchte mehr Zeit als veranschlagt. So wunderte es mich wirklich, dass es überhaupt voranging. Doch langsam aber sicher wurde es etwas mit dem Umbau und ich bekam immer bessere Laune.

Was mich die ganze Zeit wunderte, war, dass ich so viel zu tun hatte, das ich nicht einmal das Bedürfnis dazu hatte, auszugehen. Kein Schluck Alkohol rann durch meine Kehle und selbst die Frauen waren nicht in meinem Fokus. Dafür würde ich Später noch genug Zeit haben.

Stattdessen ging ich lieber den Bauarbeitern auf die Nerven und wuselte so oft es ging, über die riesige Baustelle. Ich hatte zwar keine Ahnung davon was sie taten, aber ich glaubte, dass alleine meine Anwesenheit sie dazu antrieb, schneller und besser zu arbeiten.

So verging Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat. Mehr als ein halbes Jahr war vergangen als ich endlich den letzten Arbeiter vor die Tür setzten konnte.

Seitdem ich das Haus gekauft hatte, war ich das erste Mal wirklich wieder alleine im Gebäude und atmete tief durch. Alles war so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber noch waren die Räume leer. Doch das störte mich nicht. Stattdessen ging ich, mit vor stolz geschwollener Brust durch jedes Stockwerk und genoss den unendlichen Platz, der mir zur Verfügung stand.

Doch leider war noch nicht alles so, wie ich es gerne haben wollte. Das Dach war noch nicht fertig und der Fahrstuhl, den ich sozusagen von hinten an das Haus ankleben wollte. Aber das hatte noch etwas Zeit.

Noch interessanter wurde es, als ich mich an die Inneneinrichtung machen wollte, denn dabei stellte ich schon bald fest, dass ich keinen wirklichen Geschmack hatte. Es war schon nicht einfach, die richtigen Farben zusammenzustellen, geschweige denn die Auswahl der Möbel. Da ich kein Superhaus mit einem zusammengewürfelten Innenleben haben wollte, war guter Rat teuer.

Also machte ich mich schon am nächsten Tag daran, eine gute Innenarchitektin oder Architekten zu bekommen. Dabei hatte ich Glück, denn ich bekam schon für den nächsten Tag einen Termin bei einer Innenarchitektin mit dem vielsagenden Namen Müller.

Gut, der Name sagt nun wirklich nichts aus, sie hätte auch sonst wie heißen können, das spielte keine Rolle. Entscheidend war nur, dass sie Zeit hatte und alle anderen, die ich anrief, bis mindesten irgendwann ausgebucht waren. Vielleicht kam es aber auch daher, da Frau Müller noch so frisch im Geschäft war, dass die Tinte im Telefonbuch, aufgrund des neuen Eintrags, noch nicht getrocknet war.

Für mich ein Glücksfall. Ich wollte langsam fertig werden. Innerlich gierte ich danach, endlich einziehen zu können. Ich wollte einen Teil meines Gewinns endlich genießen.

Am nächsten Tag wartete ich auf Frau Müller und ging zuvor noch einmal die Räume im Haus durch. Um ehrlich zu sein, waren es viel zu viele. Je nüchterner ich alles betrachtete, würden einige Räume gar nicht bewohnt werden können, mir fiel kein Verwendungszweck dafür ein. Ich hatte zwar mal im Fernsehen gesehen, dass es in einem der Häuser von einem Superreichen Menschen gleich zwei Einpackzimmer nur für Geschenke gab, aber ehrlich gesagt, brauchte ich so etwas nun wirklich nicht. Einmal abgesehen davon, hätte ich nicht einmal gewusst, wen ich beschenken sollte.

Noch, während ich wartete, kam mir schon wieder eine Idee. Ich würde aus dem Erdgeschoss bzw. der Hochparterre wieder zwei Wohnungen, Rechtes und Link vom Eingang abzweigend, machen. Hier könnte ich Gäste unterbringen, die vielleicht lieber bei mir übernachtete, zum Beispiel wenn sie zu viel getrunken hätte. Wer das allerdings sein sollte, war mir schon jetzt schleierhaft. Genug Raum würde mir jedenfalls immer noch zur Verfügung stehen.

Dann kam mir in den Sinn, dass ich ja eine Wohnung jemandem zur Verfügung stellen konnte, der auf das Haus aufpasste, wenn ich nicht da war, oder es in Ordnung halten. Ich hatte das Haus jedenfalls nicht dafür gekauft, dass ich ab Fertigstellung jeden Tag damit verbrachte, es stundenlang zu putzen.

Diese Ideen und andere wanderten noch durch meinen Kopf, als es klingelte.

Wie immer ist man in diesem Moment ganz oben. Zum Glück hatte ich die alte Klingelanlage noch nicht umbauen lassen, von daher merkte ich ziemlich schnell, wie gut es war, wenn man zumindest in jedem Stockwerk eine Gegensprechanlage hatte. Die wollte ich aber noch durch eine schnurlose Variante erweitern. Dann konnte ich von überall im Haus den Öffner bedienen. Ich hatte ein solches Gerät schon gesehen, was sogar einen kleinen Bildschirm integriert hatte. Dann könnte ich sofort sehen, wer draußen stand und entscheiden, ob ich denjenigen in meiner Nähe haben wollte.

Aber da es noch nicht soweit war, ging es auf die alte Art und Weise.

Es war wirklich Frau Müller und ich drückte den Türöffner, damit sie schon einmal eintreten konnte. Selber musste ich noch vier Stockwerke herunter laufen. Der Fahrstuhl war das Nächste, wo ich Druck hinter machen wollte. So viele Treppen wie in der letzten Zeit war ich die letzten Jahre nicht gelaufen. Das hatte aber den Vorteil, dass es fit hielt.

Tja, was soll ich zu Frau Müller sagen. Sie sah nicht aus, wie eine Innenarchitektin, wobei ich nicht definieren kann, wie eine auszusehen hat. Eher hätte ich sie für eine Frau aus dem Jetset gehalten.

Lange, blonde Haare, etwa 1,70 Meter groß, wobei die Schuhe sie auf diese Höhe brachte. Wenn sie diese auszog, war sie sicher acht bis zehn Zentimeter kleiner. Aber man musste schon sagen, dass sie extrem lange Beine machten. Diese endeten unter einem, sagen wir einmal so, breiteren Gürtel.

Gut, es war warm draußen, aber so warm nun auch wieder nicht. Eine leicht Bluse und ein winziges Jäckchen vollendete das Outfit, dazu kam noch die Tasche eines namenhaften Herstellers, die knapp unterhalb der Achsel endete, eben so, wie man es heute trägt. Ich nannte sie immer Achselwärmer und fand, dass es nicht wirklich gut aussah, aber mein Geschmack war hier nicht maßgebend.

Ich begrüßte sie freundlich, wie ich jeden Menschen begrüße. Dabei fielen mir sofort ihre himmelblauen Augen und der schlaffe Händedruck auf. Ich hasse es, wenn ich bei einem Händedruck das Gefühl habe, ein paar weiche Makaroni in der Hand zu halten. Ein fester, nicht übertrieben harter Händedruck ist mir da wesentlich lieber. Er vermittelt mir gleich den Eindruck eines gefestigten Charakters.

Vielleicht kam es aber auch daher, dass sie noch nicht lange in dem Geschäft war und so etwas erst lernen musste. Keine Ahnung. Aber sie sollte mir ja nicht die Hände drücken, sondern meine Bude ausstatten. Es durfte dabei ruhig etwas exklusiver werden, aber bitte gleichzeitig gemütlich.

Um ehrlich zu sein, Frau Müller machte mir schon nach wenigen Minuten den Eindruck, als wenn sie mein Haus überforderte. Mir wurde erst jetzt bewusst, wie groß alles war und sie bekam Probleme mit der Dimension. Als ich das merkte, verlege ich meine Taktik auf das Wesentliche. Ich fand sie irgendwie niedlich, sofern man bei einer Frau von niedlich sprechen kann. Attraktiv wäre sicher die bessere Wortwahl gewesen. Doch auch das passte nicht, ich nannte sie jedenfalls schon wenige Minuten später, in meinen Gedanken nur noch Püppchen, denn genauso sah sie aus.

Ihre Schminke war für meinen Geschmack zu stark und das Schuhwerk für die Treppen nicht gemacht. Rauf ging ja noch, aber runter wurde zum Balanceakt. Die erste Treppe ging sie seitlich, sonst wäre sie sicher gestolpert oder noch schlimmer. Schon bei der nächsten Treppe zog sie deshalb die Schuhe aus und schrumpfte somit auf ein normales Maß, was ich dann doch bedauerte.

Schon als wir die erste Treppe hochgingen, ich natürlich gentlemanlike hinter ihr, faszinierte mich der Anblick, den sie mir lieferte. Ihre Beine waren schlank und durch die High Heels traten die Waden recht stark hervor. Wenn ich dann noch zwei Stufen weiter zurückfiel, hatte das mehr als kurze Röckchen Schwierigkeiten Frau Müllers Geheimnis zu bewahren. Viel Stoff war dort jedenfalls nicht, auch wenn es trotzdem reichte, es zu verhüllen.

Immerhin, diese Freude bekam ich also von ihr dazu. Sicher keine gewollte Serviceleistung.

Wir konzentrierten uns also erst einmal auf mein Wohnzimmer, die Küche, das erste Bad und natürlich mein Schlafzimmer, wenn das fertig wäre, könnte ich einziehen, wenn auch auf eine Baustelle. Aber dann würde es mir nichts ausmachen.

Ich hatte am Telefon Frau Müller noch nichts über das Budget gesagt, was ihr zur Verfügung stand, sondern sie sollte sich erst einmal alles ansehen und mir dann einen Vorschlag machen, was sie für angemessen fand.

Wir standen jeweils in einem Raum und Frau Müller versuchte mir ihre Vision dafür dazustellen. Was sie dabei wirklich konnte, war, mir diese so zu vermitteln, dass ich es selber ebenfalls sehen konnte. Nackte Wände überzogen sie mit Farben und Mustern, die auf verschiedenste Möglichkeiten auf die Wände aufgetragen wurden. Tapete, Vertäfelung oder gar Stoffbespannung kam zur Auswahl. Dies ging sogar soweit, dass selbst direkt aufgesprühte Graffiti ins Gespräch kamen. Fantasie hatte sie jedenfalls, das musste man ihr lassen.

Zum Beispiel empfahl sie mir im Wohnzimmer einen der Größe des Raumes angepassten Gaskamin an der einen Seite. Dieser wäre dann um die zwei Meter breit, aber nur siebzig Zentimeter hoch. Wenn man dieses Bild sehen konnte und dann sich noch eine entsprechende gemütliche Wohnlandschaft dazu vorstellte, bekam alles einen behaglichen Touch.

Im Badezimmer kam sie auf die Idee, die Wände und den Boden mit verschieden großen Sandsteinfliesen und Kacheln auszustatten. Die Farbe und leichte Unregelmäßigkeit in der Struktur der Oberfläche würde aus dem Bad eine Art Tempel machen, in dem man nicht nur dem Gott der Sauberkeit huldigen könnte. Mit der richtigen Größe der Badewanne würde es eine wohlfühl Oase werden. Davon war ich dann ebenfalls überzeugt. Frau Müller lächelte dann allerdings, als ich ihr sagte, dass ich unbedingt ein japanisches Klo wollte, aber sie meinte, dass ich das einrichten ließe.

Die Küche musste genauso perfekt werden, allerdings hatte sie dort wenig Aktien drin, denn über die Küche selber konnte sie nicht wirklich viel sagen. Sie würde aber gerne mit mir eine aussuchen, damit diese zum Gesamtkonzept passte. Farblich sollten alle Räume zwar verschieden werden, aber im Ganzen zusammenpassen.

Je länger wir uns unterhielten, umso mehr sank die Chance, innerhalb der nächsten zwei Monate einzuziehen. Es gestaltete sich doch schwieriger als gedacht. Es war eben nicht damit getan, ein paar Tapeten an die Wand zu nageln und ein Sofa hineinzustellen. Das wurde mir erst jetzt voll und ganz bewusst.

Wir unterhielten uns sicher schon seit zwei Stunden und so wie es aussah, war Frau Müller nicht zeitgebunden. Zumindest hatte ich den Eindruck dabei. Sie sah nicht zur Uhr.

Nach diesen Stunden, die wir uns unterhielten, war irgendwann meine Vorstellungskraft erschöpft. Ich hörte ihr bei ihrer kaum noch zu, als sie mir weitere Visionen vorstellte. Ich hatte ehrlich gesagt genug Visionen im Kopf. Die einzige Vision, die sich mir noch in den Kopf schlich, was Frau Müller selber. Ich sah sie mir von der Seite aus an und musste wirklich sagen, dass sie mir sehr gefiel. Einen Körper zum Verlieben, eine angenehme Stimme und ein allgemeines Aussehen, das sich meinen Vorstellungen einer Traumfrau relativ weit näherte. Aber wie sollte man an so etwas rankommen.

Irgendwann war unsere Begehung dann doch zu Ende und ich machte ihr aus heiterem Himmel noch den Vorschlag einen Sekt trinken zu gehen, um auf unsere weitere geschäftliche Beziehung anzustoßen. Immerhin gefielen mir ihre Vorschläge und ich würde sie für die Ausführung der Arbeiten buchen.

Man konnte ihr ansehen, dass sie sich darüber freute. Einen solch großen Auftrag bekam sie sicher nicht jeden Tag. Vielleicht war es auch ihr erster großer Auftrag überhaupt.

Wenig später saßen wir in einem Etablissement, dass ich zuvor noch nicht gekannt hatte. Frau Müller hatte es mir empfohlen, und da ich mich zuvor eher selten in einer solchen Umgebung bewegt hatte, war ich über Frau Müllers Auswahl mehr als zufrieden. Allerdings schwor ich mir, das nächste Mal etwas anders anzuziehen. Ich passte mit meinem Outfit dort nicht hin. Mein Poloshirt hatte auch schon bessere Tage gesehen und sportliche Treter, mit einer nicht mehr neuen Jeans, waren nicht gerade passend. Frau Müller schien es aber nicht zu stören, dass wir vollkommen unterschiedlich aussahen, zumindest was das Outfit betraf. Zusammenpassen taten wir auf keinen Fall. Sie, die Dame aus den besseren Kreisen, ich der Normalo, den man auf der Straße nicht lange suchen musste. Schon ein komisches Gefühl.

Aber egal, wir stießen auf unser Geschäft ab und wünschten uns gegenseitig, dass alles zur beiderseitigen Zufriedenheit ablaufen würde. Ach ja, in diesem Moment sah ich ein Dollarzeichen in ihren Augen aufblitzen. Groß und überdeutlich trat es hervor. Alles, was sie tat, war Geschäft, sie tat es mir nicht zum Gefallen. Eine Eigenschaft, die ich mir genau einprägen musste. Ich würde viel aufpassen müssen, Geld war immer eine große Versuchung für jeden. Welche Auswirkungen so etwas haben konnte, hatte ich mit Conny schon erlebt.

Wir schlürften noch ein Glas des prickelnden Getränks und verabschiedeten uns dann. Frau Müller wollte schon morgen wiederkommen, um mit mir zusammen die ersten Einkäufe zu tätigen. Ich freute mich schon drauf, sie war schließlich eine attraktive Begleitung und es würde mir sicher Spaß machen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *