Als ich noch den ganzen Tag an ihn denken musste

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Der Yachtclub veranstaltete an diesem Tag einmal wieder ein Sommerfest und es waren nicht nur Segler, sondern auch alle betuchten Anwohner der Gegend geladen. Vincents Familie stand natürlich als Besitzer des Clubs in der Mitte des Geschehens und Vincent würde den ganzen Tag die Hände von vielen Leuten schütteln müssen und währenddessen wenig Zeit für mich haben.

Hinzukommend war ziemlich klar, dass auch Hannes da sein würde. Hannes, der mich damals erst abserviert hatte und dann doch wieder Interesse gewonnen hatte, als er herausfand, dass ich nach ihm direkt in die Arme seines Erzrivalen Vincents von Lichtenstein gefallen war. Hannes, der mich schon einmal von einer Party im Yachtclub abgeholt hatte, nachdem Vince mit einer anderen Frau Sex gehabt hatte. Noch heute bin ich mir nicht sicher, ob Hannes mich an jenem Abend wirklich zurückgewinnen wollte oder einfach probierte, einmal im Leben über Vince zu triumphieren. Aber all das sind andere Geschichten.

Als ich den Termin des Sommerfestes im Kalender notierte, war mir jedenfalls sofort klar gewesen, dass ich dort auf Hannes treffen könnte. Vincent muss es auch gewusst haben. Aber wie sooft hatte er nichts dazu gesagt.

Hannes war schon lange kein Thema mehr gewesen, das Ganze war nun über ein Jahr her und Vincent wusste, dass er mein Herz wie eine Fernbedienung in der Hand hielt. Trotzdem wusste ich, dass Hannes ein heikles Thema zwischen uns war, sogar mehr noch als die Geschichte mit der Beachparty während unseres Urlaubes vor einer Weile. Ich kenne Vincent mittlerweile und weiß, dass es einfach einige Dinge gibt, die er zwar ausgiebig in seinem hübschen Kopf überarbeitet, aber partout nicht verbalisiert.

So ein Thema ist, einmal ganz nebenbei erwähnt, auch unsere gemeinsame Zukunft. Nach einem Jahr wäre es jawohl angemessen, zumindest einmal über unsere Vorstellungen und Wünsche zu sprechen oder eine Art Drei-Jahres-Plan zu erwähnen. Nicht zwingend auf unsere Beziehung bezogen, einfach jeder für sich, wie man sein Leben nun einmal so plant. Aber nein, Vincent hält sich da stur bedeckt und ich weiß es besser, als nachzufragen. Denn ich spüre, dass er absichtlich solche Gespräche vermeidet. Und vermutlich nicht einmal, weil er sich keine Zukunft mit mir wünscht. Wahrscheinlich ist er einfach noch nicht bereit, mich das wissen zu lassen. Ich habe auch schon oft bei Urs nachgehakt, aber als Vincents bester Freund lässt der sich natürlich nichts entlocken.

Wir lagen also am Morgen des Sommerfestes im Bett und dösten noch vor uns hin. Die schönsten Morgende sind die am Wochenende, wenn er noch schläft und ich ihn ansehen und vorsichtig streicheln kann. Häufig bekommt er dann eine Morgenlatte und schläft trotzdem friedlich weiter. Das war auch an diesem Tag so. Selig grinsend und mit dem Kopf noch von der Nacht auf seine Schulter gebettet, beobachtete ich, wie seine harte Latte die Decke anhob. Ich merkte nicht, dass er aufwachte und sich selbst über seine eindeutige Potenz freute.

Irgendwann blickte ich zu ihm auf und bemerkte, dass er mich, eine Augenbraue neckisch erhoben, angrinste. Zufrieden und ausgeschlafen streckte er sich aus und schloss seine starken Arme um mich. Alles roch nach unserer Liebe und wir sanken in eine langandauernde Morgenknutscherei. Die Sonne schien währenddessen bereits durch das Fenster direkt auf unser Bett. Mit einem zarten Schmatzen trennten sich unsere Lippen und er grinste wieder friedlich, blinzelte einige Male verschlafen und dann konnte ich beobachten, wie sich sein Gesichtsausdruck veränderte.

Es war nur eine minimale Regung, für Fremde wahrscheinlich nicht auszumachen. Aber wenn man jemanden liebt und dessen Gesicht das Schönste ist, was es gibt, dann kann man darin lesen. Ich merkte wie er realisierte, dass ich heute zum ersten Mal wieder auf Hannes treffen würde und dass er, Vincent, nicht einmal daneben Wache stehen könnte, sondern anderen Verpflichtungen nachgehen müsste. Hannes hatte jetzt selbst eine Freundin und würde allerhöchstens zeigen wollen, dass er nun ebenso Glück gefunden hatte wie wir. Aber sein Interesse hatte doch noch recht lange angehalten. Und hatte er mir nicht bei unserem letzten Treffen wortwörtlich gesagt, sollte ich jemals noch einmal mit ihm ausgehen wollen, wäre er jederzeit bereit? Und hatte ich Vince von diesem Satz eigentlich je erzählt? Abschätzend musterte ich meinen Freund, seine von der Nacht zerstörte Gelfrisur und seinen Bizeps, der sich sanft unter seiner Haut bewegte. Wäre ich mit Hannes genauso glücklich geworden? Vincent konnte unnahbar sein, stur und arrogant, aber Etwas tief in ihm war durch und durch gut, aufrichtig und mir erlegen.

Ich fragte nicht nach, woran er gerade dachte. Ich wusste ja, dass er solche kleinen Zweifel immer für sich behielt. Er fand stattdessen einen eigenen Weg, seinen Standpunkt klarzumachen. Er drehte sich weiter zu mir und küsste mich noch einmal, allerdings stürmischer, weniger zärtlich als zuvor. Noch immer hatten wir kein Wort miteinander gesprochen. An diesem Morgen sprachen wir eine andere Sprache. Und sie war sehr deutlich.

Er drehte sich nun mit seinem ganzen Gewicht auf mich, sodass mir die Luft wegblieb. Dann griff er mit der rechten Hand fest in meine Haare und zog meinen Kopf so weit nach hinten, dass er mir einen strengen und forschenden Blick tief in die Augen werfen konnte. Mit der Linken fuhr er fest und sicher an meinem Po hinab bis zu meinem Schenkel und schob diesen anschließend so zur Seite, dass er sich zwischen meine Beine drängen konnte. Vince und ich schlafen in seinem Bett immer nackt, er hatte das bereits ganz am Anfang unserer Beziehung zu einer eisernen Regel erklärt. Sein immer noch steifer Penis drückte sich zwischen meinen aufgestellten Beinen an meinen Schenkel.

Er machte sich an diesem Morgen nicht viel Mühe mit Vorspielereien, sondern rückte sich bloß kurz zurecht und drang dann in einem Rutsch komplett in mich. Er war maximal erigiert und mein Körper wenig vorbereitet. Es stach und zog und tat wirklich etwas weh. Überrascht stöhnte ich auf und es war kein Wonnestöhnen, sondern Protest. Vincent ließ sich davon nicht im Geringsten irritieren und stieß weiter zu. Um meine Schultern schlossen sich seine angespannten Oberarme, seine Hände vergruben sich in meinen Haaren und um meinen Kopf und hielten mich fest in Position. Sein angestrengtes kurzes Stöhnen, welches fast einem Knurren glich, war bei jedem Stoß direkt an meinem Ohr. Noch immer bekam ich fast keine Luft und konnte mich kaum unter ihm bewegen.

Nach einer Weile seufzte ich nach Luft ringend auf, woraufhin Vincent seinen Oberkörper etwas anhieb, und sich auf einen Arm stützte, nur um den anderen an meinem Hals emporwandern zu lassen und mir wieder die Luft zu nehmen. Seine Finger schlossen sich fast komplett um meinen Hals. Dabei würgte er mich zu keinem Zeitpunkt wirklich, vielmehr deutete er an, was er alles durchaus tun könnte in dieser Situation, aber nicht tat. Mit leichtem Druck ließ er mich wissen, wieviel stärker er war als ich. Dass ich ihm ausgeliefert wäre, würde er es nur so wollen. Da begann mein Körper, sich Vincent zu fügen und seine sanfte Drohung zu genießen. Die harten Stöße seines Schwanzes in mir wurden sofort durch mein feuchtes Verlangen abgemildert. Sein knurrendes Stöhnen wurde sanfter und seine Schultern erzitterten kurz vor Wohlgefallen.

Ich spürte, wie seine Hände auf beiden Seiten unter meine Knie griffen und meine Beine noch höher und weiter auseinander drückten. „Na los, spreiz die Beine, lass mich ran“, hörte ich ihn in mein Ohr flüstern. „Oh jaaah“, konnte ich zurückstöhnen, „**** mich, Vince!“.
„Ja“, er lehnte sich auf mich, presste seine Lenden an die Unterseite meiner Oberschenkel und drückte sie so nach oben gegen meine Brust. „Ich **** dich den ganzen Tag, wenn du willst“. Dann warf er sich meine Beine über die Schultern und behielt meine Schenkel in festen Griff, um seine Bemühungen so wirksam wie möglich zu machen. Ich schlang die Waden um seinen Hals und versuchte ihn mit aller Kraft, näher an mich zu ziehen. Aber er war stärker.

Kurz verlangsamte er seine Stöße. Seine Augen waren geschlossen und der Genuss war ihm ins Gesicht geschrieben. Langsam, aber kräftig und intensiv spürte ich sein Glied an der Innenseite meiner Scheide entlangstreichen. Noch deutlicher als vorher spürte ich das Verlangen meines Körpers nach ihm. Die lustvolle Qual dieser langsamen Stöße macht mich fast wild und ich wand mich und zerrte an ihm, damit er mich wieder härter nahm. Aber er war stärker.

Wie um es auf die Spitze zu treiben, zog er seinen Schwanz nun ganz langsam aus mir heraus und hielt die steife Erregung nur knapp über meiner feuchten Lust. Ein paar Mal spürte ich lediglich, wie die Haut seiner Eichel mich kurz anstupste. Er spielte mit mir. In meiner Welt existierte nur noch der Wunsch, gänzlich von ihm erfüllt zu sein. Für immer. Mit flehendem Blick um Erlösung sah ich in seine blauen Augen. Seine Lider waren halb geschlossen, sein Mund leicht geöffnet. Die Augenbrauen leicht gehoben. Sein Sexblick. Wieder versuchte ich, mich ihm entgegenzustemmen. Aber er war stärker.

Meine Rebellion kämpfte er ganz einfach nieder, indem er meine Arme über meinem Kopf fest gegen das Kopfende des Bettes gepresst hielt. Endlich spürte ich wieder das erlösende Drängen seines Penis‘ in mir. Im selben Takt fühlte ich jetzt auch seine Hoden sanft gegen mich schlagen und war überwältigt von seiner Männlichkeit.

Noch immer hielt er meine Arme fest über meinem Kopf, seine Oberarme mit den wundervollen Muskeln hielten mich in fester Kontrolle und ich drehte leicht den Kopf, um sie in wildem Verlagen zu küssen daran zu saugen. Meine Brüste streckten sich in dieser Position automatisch seinem Gesicht entgegen und er begann gleichermaßen meine Nippel zu lecken und zu ganz vorsichtig zu saugen. Ich wurde von erogenen Reizen überflutet und stöhnte einmal etwas lauter auf.

Ich wusste, was hinter der ganzen Aktion steckte: Vorsorgliches Machtgehabe. Eine Warnung an mich und auch eine kleine Bestrafung, dass ich vor ihm schon ein sexuell aktives Leben mit anderen Männern geführt hatte.

Durch meine spürbare Einwilligung ermuntert stieß er nun wieder so hart zu wie er konnte. Egal wie erregt ich war, es schmerzte. Meine geschundenen Schamlippen schrien in Protest, aber nach kurzer Zeit war ich trotzdem in Ekstase. Unsere Körper waren vereint, bewegten sich nur gemeinsam und es fühlte sich an als sollte es für immer so bleiben. Was Liebe mit einem macht… Ich kannte ja bereits meine kleine masochistische Ader, aber ich denke, in diesem Fall fand ich es besonders erregend, wie Vincent mir ohne ein Wort zu verstehen gab: „Ich bin dein Mann, hast du verstanden! Du gehörst mir! Das hier ist meine Spielwiese, dass du dich ja den ganzen Tag daran erinnerst!“

Während seine harte Latte mich nun immer weiter unnachgiebig ****te, begannen seine Lippen mich gleichzeitig wild zu küssen. Er lockerte seinen Griff um meine Arme und hielt mich stattdessen komplett umschlungen fest unter seiner Brust. Auch ich hielt ihn, diesen geliebten Mann, so innig ich konnte und erwiderte willig seine Küsse. Das Knutschen und Züngeln während dieses wilden Aktes machte das Atmen für uns beide schwer. Unsere Münder gierten nacheinander wie meine enge, krampfende Muschi nach seinem stoßenden Schwanz gierte. Sein heißer Atem war feucht auf meinen Lippen und meinem Hals. Meine Arme klammerten sich haltsuchend im Moment der Ekstase um Vincents Rücken und klebten auf dem Schweißfilm seiner Haut. Beide hielten wir erstickt die Luft an als wir gemeinsam den Höhepunkt erreichten. Vince hielt verkrampft inne, um sich mehrere Sekunden lang tief in mich zu ergießen. Dann sackte er auf mir zusammen und ich strich ihm die Haare, die nun teils wild von seinem Kopf abstanden und teils an seinem Gesicht klebten, aus den Augen.

„Wow“, hauchte ich ihm dankend für diese Erlebnis entgegen. Mein Lob abwimmelnd, nickte er erschöpft und ließ seien Kopf dann auf meine Burst fallen. So blieb er eine ganze Weile liegen, ohne ein Wort zu sagen. Auch ich sagte nichts. Ich fand, es war an ihm, das Wort zu ergreifen und ich war gespannt, was es sein würde.

„Hab ich dir wehgetan?“, nuschelte er nach einer Weile in meinen Armen. „Ja, schon“, antwortete ich ehrlich, „Zärtlich warst du nicht“. „Hm“, kam zurück. Es war keine Entschuldigung und kein Bedauern. Es hatte eher einen Beigeschmack von „Gut so“. Dann hob er den Kopf und sah mir in die Augen. Sein Blick hatte etwas Aufforderndes, aber auch etwas Unsicherheit sprach daraus. Eine klassische Vincent-Mischung. Ich wusste, dass er sich nicht sicher war, wie ich reagieren würde und ob er vielleicht doch zu weit gegangen war und sich entschuldigen sollte. Nach einer Entschuldigung stand ihm aber offensichtlich nicht der Sinn. Er hatte seinen Standpunkt klar gemacht und ich konnte ihn nachvollziehen. Ich würde ihn schließlich auch nicht so sehr lieben, wenn er nicht auch seine Eigenheiten hätte. Noch immer schaute er mich an, dann erlöste ich ihn mit einem Grinsen. Er wusste, ich hatte ihn verstanden. Ich wusste, er liebte mich dafür. Und er wusste, ich war mit Herz und Seele an ihn gebunden und würde ihm immer treu verfallen sein.

Sich dessen vergewissert und etwas umständlich löste er sich aus unserer Umarmung und stand auf. Zwei richtige Sätze hatten wir an diesem Morgen bis dahin erst gewechselt, aber so viel mehr war gesagt worden.

Nachdem mein herrlich dominanter Mann das Bett verlassen hatte und der erste Schwall Glückshormone abgeebbt war, wurde mir klar, dass ich die Folgen dieses Spaßes noch lange spüren würde. Den ganzen Tag während des Sommerfestes würden meine Schamlippen pochen und brennen und ich würde Schwierigkeiten haben, normal zu sitzen. Ich finde es aufregend, einen Mann zu haben, der sich mich ab und zu gefügig macht und mich hart drannimmt, aber schon jetzt verfluchte ich Vincent gleichermaßen für seinen unerbittlich harten Penis.

Wieder ließ ich ihn ohne eine Erklärung ziehen, beließ es bei diesem plötzlichen Dominanzausbruch und stapelte ein neues unausgesprochenes Einvernehmen zwischen Vince und mir in mein Herz.

Später auf dem Sommerfest im Yachtclub mimte ich die treu ergebene und herzeigbare Freundin während mein Körper mich dauerhaft an Vincents Manneskraft erinnerte. Ich kam nicht einmal auf die Idee, nach Hannes Ausschau zu halten. Als ich ihn dann doch zufällig an der Seite seiner Freundin in der Menge entdeckte, musste ich schmunzeln und an Vincent denken. Tief in mir pochte es. Ich hatte den richtigen Mann für mich gewählt.

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