Rosalie

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Kapitel V: Jedes Ende ist auch ein Neubeginn
Aber ich dachte auch an meine Familie, meinen Mann, der nie wirklich da war und selbst am Wochenende die Arbeit mitbrachte oder noch schlimmer in den Urlaub. Ich dachte an die Kinder, Anton, Lilly und Josephine. Die Mädels hingen sehr an ihrem Vater, wodurch hingegen Anton wirklich ein Mamakind war. Auch wenn mein Mann ja nicht sein leiblicher Vater war, er wollte ihn durch seine blöde Unfruchtbarkeit, die plötzlich gekommen war. Er liebte ihn auch und da gab es auch keinen Zweifel. Aber mein Mann hatte einfach keine Zeit für die Kinder oder für uns. Sex hatten wir schon eine Weile nicht mehr, weil er meist keine Lust dazu hatte oder er kam gerade dann damit, wenn ich eigentlich total kaputt war.
Hinzu kam bei uns, dass mein Mann total altmodische Eltern hatte. Sie waren der Meinung, dass eine Frau nicht zur Arbeit zu gehen hatte, bis die Kinder aus dem Hause waren. Eine Frau hatte sich nur um den Haushalt und die Kinder zu kümmern sowie um das körperliche und seelische Wohl ihres Mannes. Mehr nicht. Als ich in Elternzeit mit den Mädels war, haben sie ja schon geschimpft, wenn ich mich mal mit einer Freundin getroffen habe, wenn sie es mitbekamen. Und sie bekamen es mit, denn sie hatten die Eigenart, gerade dann aufzutauchen, wenn ich gerade nicht daheim war. Oft fragten sie dann bei den Nachbarn sogar nach.
Außerdem hatten sie auch noch für den Notfall einen Schlüssel für unser Haus und den Briefkasten. Alles wurde genau kontrolliert. Wehe es sah nicht ordentlich aus oder wehe es war etwas im Briefkasten, was sie nicht für gut empfanden. Dann gab es gleich wieder Theater.
Ganz schlimm: Ein Paket oder Päckchen! Gleich hieß es wieder „Was hast Du denn da bestellt?“ Ich dachte nur oft: ‚Willkommen im Zeitalter von Internet, wo man die Sachen auch hin und wieder günstiger bekommt, als im Laden!‘
Wenn mein Mann mal längere Zeit nicht da war und er endlich wieder heimkam, dauerte es meist auch nicht lange, bis sie vor der Tür standen. Dann mussten selbstverständlich ein frischgebackener Kuchen oder einer vom Bäcker sowie ein paar Schnittchen da stehen. Ein paar Tiefkühlkuchen oder –Torten hatte ich mittlerweile immer da und ich wusste ja im Normalfall, wann mein Mann heimkam. So konnte ich schon vorsorglich etwas auftauen. Dann ließen sie erstmal ab, was sie wieder alles mitbekommen hatten. Und ich? Ich saß daneben und wäre am liebsten ausgeflippt. Stattdessen blieb ich ruhig und lächelte nett.
Und immer kam es bei diesen Gesprächen auf meine tolle Schwägerin Diana. Mir war diese Frau ein Grauen! Sie war ja so super mit ihren 5 Kinderlein, schwanger mit Nummer 6. Sie war anständig zu Hause und war mit ihrem tollen Mann seit dem 18. Lebensjahr verheiratet. Ihr Mann war aus guten, reichem Haus und arbeitete … Man halte sich fest, trotzdem als Pfarrer. Jeden Tag brav die Hände falten, früh, mittags und am Abend. Sonntags gab es dann von dem verlogenen Getue gleich noch mal ein, zwei Portionen mehr. Hinten rum finanzierten seine Mami und sein Papi aber einiges an Luxus, was sich sonst so ein kleiner Pfaffe hätte nicht erlauben können. Scheinheiligkeit gab es gratis dazu. Und die Kinder waren ja alle so schlau! Das mussten sie auch sein! Sie mussten ja ab einem bestimmten Alter alle ein Instrument lernen.
Ja, ja … Die liebe Diana und ihr Pfaffe! Natürlich leitete sie auch den Kirchenchor. Sie hatte ja schließlich mal angefangen, Musik zu studieren, bis das erste Kind kam. Dann kam der Abbruch. Aber für die lieben Kinder und für ihren Mann opferte sie sich halt auf.
Und ich? Ich hatte meinen Mann Anfang 20 geheiratet, gerade mit Josephine schwanger. Vorher waren wir viele Jahre zusammen, in wilder Ehe. Dabei war das wild wirklich so. Wir zogen umher, tranken Alkohol, rauchten, gingen feiern. Ich war nie gut für den Sohn aus gutem Hause, der gerade studierte. Das ich ihn aber gerade bei einer von diesen extremen Studentenpartys kennengelernt hatte, sah keiner, auch nicht, ich meinen Abschluss als Jahrgangsbeste gemacht hatte. Sie sahen einfach nur, dass ich aus einfachen Hause war: Vater, Arbeiter; Mutter, Erzieherin; eine kleine Schwester, die sich als Künstlerin übte und auch in dieser Szene ein und ausging. Wir waren so grundverschieden, aber ein paar Dinge hatten wir gemeinsam: Die Natur, mit ihren kleinen, unsichtbaren Wesen und mit all dem, was sie uns gab. – Vielleicht war dort auch der Ursprung für meinen entdeckten Fellknall und die Faszination für die Dinge, die ich gestern im Lager von Clemens gesehen hatte. – Wir liebten die Musik, auch mein Mann. Hin und wieder saßen wir früher am Lagerfeuer, spielten zusammen Gitarre und sangen aus Herzenslust oder es wurde bei Liedern, die wir gerade gern hörten, laut mitgesungen. So war ich. So waren wir.
Mein Mann hingegen kam aus gutem Hause. Studierte und sollte die Firma, welche Sicherheitstüren herstellte und weltweit tätig war, einmal übernehmen. Dafür reiste er jetzt auch viel. Vom durchgeknallten Studenten, mit dem man singen und lachen konnte, mutierte er immer mehr zu Papas rechter Hand. Mama war selbstverständlich die oberste Chefsekretärin. Gut, sein Erfolg gab ihm Recht. Aber wir waren eine Familie, die er wollte und er wollte immer viele Kinder. Schließlich mussten wir ja mit seiner Schwester mitziehen, was das anging.
Als es dann auf einmal hieß, dass mein Mann unfruchtbar ist, war natürlich ich dran Schuld, weil ich mich nicht richtig um ihn kümmerte. Zum Glück wurde ich ja nochmal schwanger mit Anton, auch wenn sie nicht wussten, dass er nicht von meinem Mann war. Da kehrte erstmal Ruhe ein! Noch mehr Ruhe kehrte ein, als es hieß, dass Herr K. Patenonkel wird. Ein erfolgreicher Unternehmer wird einfach so beim Sohn seiner einfachen Tippse Pate. Das war was!
Aber trotzdem hatte ich auch ein Recht auf ein eigenes Leben und nicht auf eines, was mir vorgegeben wurde. Gerade weil ich nicht die brave Hausmutti war, war es mir wichtig, nach den Schwangerschaften so schnell wie möglich wieder in Arbeit zu kommen.
Dazu gehörten selbst bei einer Sekretärin hin und wieder auch Schulungen oder Herr K. verlangte zum Beispiel auch, dass ich ihn zu bestimmten Terminen begleitete. Dann hieß es von der Schwiegermama: „Ach Kindchen, muss das denn sein?“ Wie oft dachte ich mir dann: ‚Wenn Du wüsstest?!‘
All diese Dinge gingen mir jetzt und so oft durch Kopf. Kurz bevor der Zug hielt, stellte ich mir die Frage, ob denn für mich auch ein Kuchen zur Begrüßung dastehen würde.
Zu meiner großen Verwunderung stand aber nicht mein Mann am Zug, sondern meine Schwester. Als ich wissen wollte, wo dieser mit den Kindern sei, erfuhr ich, dass er noch bei den Schwiegereltern war. Sie würden erst nach dem Abendessen kommen. Ich war fassungslos!
Sie nahm mich in den Arm, drückte mich ganz fest und sagte ironisch: „Wie kannst Du auch nur einen Kurzurlaub ohne Kinder und Mann machen?!“ Dann fing sie an, zu lachen und sagte weiter: „Komm! Wir fahren zu Mama und Papa in den Garten. Mama hat einen frischen Kuchen gebacken!“ Ich liebte den kleinen Garten mit Laube meiner Eltern mit seinen Obstbäumen, den Sträuchern und den vielen frischen Erdbeeren. Wenn ich früher manchmal mit Frank, meinem Mann, Streit gehabt hatte, verzog ich mich dorthin. Außerdem war dieser Garten noch von unserem verstorbenen Großvater. Nach all diesen Jahren roch es noch immer nach ihm und an der Tür hing sein alter Strohhut. Darum freute ich mich jetzt umso mehr, einmal wieder dorthin zu kommen.
Auf der Fahrt wollte meine Schwester Sophie alles wissen. Aber ich schmunzelte, erinnerte mich an diese wunderschönen Momente mit Herrn K. Ich erzählte ihr aber nur von der Weite und der Schönheit der Eifel, aber auch die Einsamkeit und die Vielfalt, der Natur.
„Gab es dort auch schöne Burschen?“ wollte sie neugierig wissen. „Für Dich sicherlich, Schwesterherz!“ antwortete ich und fing an zu lachen. Dabei musste ich an Clemens denken. Meine Schwester nahm es nicht so genau mit festen Beziehungen. Oder sagen wir mal, sie hielt nicht viel davon.
Endlich waren wir bei Mama und Papa. Ich genoss es einfach, ihre Herzlichkeit und ihre Einfachheit. Sie waren mit kleinen Dingen glücklich und zufrieden.
Als es langsam Abend wurde, ließ ich mich nach Hause bringen. Ich wollte Sophie noch mit auf ein Glas Wein hereinbitten, aber sie lehnte ab. „Du weißt doch … Frank und ich können nicht so besonders miteinander.“ Dann verschwand sie. Zum Glück war noch keiner da. So konnte ich in Ruhe schon alles auspacken.
Gegen 20:00 Uhr kamen sie endlich. Ich stand schon mit Blick auf die Uhr da. Schließlich mussten die Kinder ja am nächsten Tag früh raus. Und da war er wieder. Franks Blick, den ich mittlerweile gut kannte und hasste. Er sagte mir, dass ich mich nicht so haben sollte und dass die Kinder schon gebadet waren und zu Abend gegessen hatten sie auch schon bei seiner lieben Mama. Aaaaaaaaaaa! Innerlich schrie ich vor Wut. Nun durfte ich meinen Kinder also nach vier Tagen, die wir uns nicht gesehen hatten, einfach nur noch „Gute Nacht!“ wünschen. Mehr nicht! Super! Aber wehe Papi kam später heim, dann musste ich sehen, dass ich alles ein wenig schieben konnte!
Ich war froh, als ich endlich in mein Bett konnte. Ich hatte auch keine Lust, auf ein Glas mit meinen Mann. Gerade war es mir zuwider!
Umso mehr freute ich mich auf den nächsten Tag auf Arbeit, auch wenn es dort wie immer lief. Aber es gab Zeiten, in denen war ich lieber im Büro als Daheim.
Mit Herrn K. war es wie immer. Über Clemens bzw. die Nacht mit ihm sprachen wir gar nicht, was mich eigentlich ein wenig wunderte, zumal er mich erst so sehr ermahnt hatte, dass ich mich nicht in ihn verlieben sollte. Wollte er nicht wissen, ob das vielleicht passiert war?
Ich war einfach wie immer seine kleine Sklavin der Lust, was ich gerade jetzt noch mehr genoss. So blöd es auch klingen mag, es tat jetzt auch gut, von ihm gefesselt zu werden oder auch geschlagen. Selbst wenn er mich hart fickte, war es eine Wohltat. Ich konnte meine ganzen Frust und meine Wut rausschreien. Das machte ihn immer extrem heiß und er wurde noch heftiger, gerade in seinen Stößen. Oder er band mich dann auch mal etwas fester bei seinen Fesselspielchen. Es wirkte in Bezug auf das, was sich hin und wieder in meiner Ehe abspielte, gerade dann einfach nur befreiend.
So ging es über einige Wochen und Monate. Mal war ich glücklich und alles lief super und dann wieder wollte ich vor Frust und Anspannung nur noch hart genommen und erniedrigt werden.
Eines Tages jedoch musste ich von Arbeit eher weg, weil ich noch einen Arzttermin hatte. Blöd war nur, dass es gerade an dem Donnerstag war, an welchem Herr K. abends mit seiner Frau übers Wochenende in den Urlaub fahren wollte. Solche Kurztrips machten sie öfters. Dann war ich ab Donnerstagnachmittag allein im Büro. Aber das störte mich nicht. Wenn er auf Geschäftsreise war, lief ja auch immer alles. Dumm war nur, dass wir meist kurz vor seiner Abreise nochmal bestimmte Dinge durchgingen. Das war an diesem Tag nicht möglich, weil er nicht im Büro war. Leider blieb so auch der Abschiedskuss bzw. der Abschiedsfick aus. Ich wollte den Impftermin aber auch nicht verschieben, da es auch solche Termine sind, wo man froh, dass man sie wahrnehmen kann, wenn das Kind gerade gesund ist.
Ich war gerade auf dem Weg in die Kita als ich auf einmal in einem Café‘ meinen Mann mit einer anderen Frau sitzen sah. Nein! Das konnte nicht sein! Ich sah nochmal hin! Doch! Er war es und er war mit dieser Dame auch sehr vertraulich. Ich konnte nicht glauben, was ich da gerade sah. Betrog er mich gerade etwa? Kurzerhand nahm ich mein Handy und rief ihn an. Ich konnte sehen, wie er ran ging und als ich ihn fragte, wann er denn heute Abend nach Hause kommen würde, meinte er, dass er noch im Büro wäre und noch viel zu tun wäre. Er würde noch nicht wissen, wie spät es werden würde.
Obwohl ich gerade richtig belogen wurde und innerlich kochte, musste ich mich jetzt zusammenreißen und schnell die Kinder abholen, um mit ihnen den Termin wahrnehmen zu können. Ich ließ mir nichts anmerken, gegenüber den Kindern. Als diese abends im Bett waren, wartete ich auf meinen Mann. Irgendwann schlief ich dann dabei ein.
Als ich aufwachte, machte ich mir keine Gedanken darüber, ob Frank in der Nacht zu Hause gewesen war. Oftmals verließ er noch vor mir und den Kindern das Haus.
Trotzdem … Am nächsten Tag kreisten meine Gedanken immer noch wie verrückt. Aber ich musste mich auf das Wesentliche konzentrieren: Die Kinder und die Arbeit. Gerade, wenn ich allein war, war es noch anstrengender für mich. Aber ich bekam es hin, auch wenn ich noch immer wissen wollte, wer diese Lady war und was das dort sollte.
Ändern konnte ich eh nichts. Dennoch liefen mir die Tränen. Was, wenn er mich doch betrogen hatte? Gut, dass tat ich zwar die ganze Zeit, mehr oder weniger. Hatte er etwa davon etwas mitbekommen? Hatten Herr K. und ich nicht genug aufgepasst? Hatte er mich vielleicht deswegen betrogen? Und wenn ja, was sollte dann werden? Nein! Nein! Nein! An sowas durfte ich jetzt nicht denken!
‚Gut! Volle Konzentration auf die Arbeit!‘ dachte ich und los ging es. Schließlich hatte Herr K. sich auf mich verlassen. Komischerweise war auch wirklich so viel Hektik, dass ich mich richtig gut ablenken konnte. Nicht eine Träne vergoss ich. An solchen Tagen kannte ich auch keine Pause, sondern arbeitete durch. Da mal einen Schluck Tee und weiter gings.
Der Feierabend kam und eigentlich damit auch das Drama. Als ich heim kam, wartete mein Mann schon auf mich. Aber vorerst wollte ich wissen, wo die Kinder waren.
„Bei Deinen Eltern! Hör zu Rosalie! Ich muss mit Dir reden!“ er war ganz ernst und starr. Trotzdem wäre ich ihn am liebsten … Aaaaa! Ja, ich hätte ihn am liebsten eine geknallt und ihn gefragt, wer das da war, gestern im Café‘ und warum er mich angelogen hatte. Aber diese Frage beantwortete er mir auch so.
„Rosalie, bei uns in der Ehe läuft es schon lange nicht mehr rund! Du bist unglücklich und ich bin es auch. Ich weiß, dass ich viel weg bin auf Reisen usw. Aber ich liebe meinen Job, so wie Du auch Deinen Job liebst! Wie Du weißt, war ich die letzte Zeit sehr viel in Köln unterwegs. Mein Vater hat mir angeboten, dort die Filiale zu übernehmen, bevor ich in ein paar Jahren die komplette Firma leiten soll. Ich war erst sehr skeptisch, wegen Dir und den Kindern, die ich wirklich sehr liebe. Aber dann trag ich Nicole wieder. Du kennst sie noch aus der Studienzeit von mir.“
Ich blieb ganz ruhig und fragte einfach nach: „War das die Frau, mit der Du gestern Nachmittag im Café‘ warst?“
„Du hast uns gesehen?“ wollte er erschrocken wissen.
„Ja, das hab ich. Ich war gerade auf dem Weg in die Kita und die Schule, weil die gestern großen Impftermin hatten. Deswegen bin ich auch eher von Arbeit weg, obwohl ich eigentlich noch eine Besprechung mit meinem Chef gehabt hätte, weil der gestern Abend mit seiner Frau in den Urlaub gefahren ist.“ Sagte ich wieder ganz ruhig.
„Siehst Du, dass mit Deinem Chef hatte ich im Hinterkopf und da war ich der Meinung, dass Du noch auf Arbeit bist und die Kinder wie immer holst.“
„Tja, mein lieber Frank! Leider ging Dein Plan nach hinten los. Schlimm genug, dass Du den Termin der Kinder vergessen hast. Aber erzähl ruhig weiter von Nicole.“
„Hör zu! Ich hab mich in sie verliebt und sie sich in mich. Erst wollte ich nichts davon wissen. Aber … Ach Mensch, Rosalie! Gefühle kann man nicht beeinflussen! Es tut mir leid!“
Ich holte tief Luft und wollte wissen, wie es nun weitergehen sollte. Dann kam ein weiterer Hammer. „Ich würde gern die Mädchen mitnehmen, wenn ich demnächst nach Köln gehen werde.“
„Was??? Sag mal spinnst Du?“
„Hör zu, ich liebe sie sehr und ich habe vorhin gerade mit ihnen darüber gesprochen!“
„Mit ihnen gesprochen?! Ach so?! Und was ist mit mir und mit Anton?“ jetzt brüllte ich.
„Anton ist doch eh nicht mein eigenes Kind! Wir haben ihn damals von Deinem Chef zeugen lassen, weil ich keine Kinder mehr machen kann. Und ja, ich habe mit den Mädchen gesprochen.“
„Ja, das haben wir! Und warum? Weil Deine Mutter so Druck gemacht, dass nicht noch ein Kind kam, wie bei Deiner ach so tollen Schwester! Du hast ihn angenommen und Du bist für ihn sein Papa! Wie willst Du ihm das erklären? Sag mir das?“ schrie ich weiter. „Und nun sag mir, warum überhaupt bist Du wirklich zeugungsunfähig? Auf einmal?“
Er blickte starr nach unten, wurde knallrot und sagte etwas sehr undeutlich: „Weil ich mir damals eine Geschlechtskrankheit zugezogen hatte, bei der man unfruchtbar werden kann.“
„Wann? Als Du angeblich auf Geschäftsreise in Vietnam warst?“
„Ja! Aber ich war auf Geschäftsreise und ich bin auch nur ein Mann, Rosalie! Ich konnte doch nicht ahnen, dass sowas passieren kann.“ versuchte er sich rauszureden.
„Frank, Du hast zugesehen, wie Deine Mutter mir die Schuld an Deiner Unfruchtbarkeit gab!“ jetzt schossen mir die Tränen.
„Hör zu Rosalie! Wir reden zusammen mit den Kindern und sagen ihnen, wie es ist. Ich würde Dir gern das Haus lassen. Ich bleibe jetzt vorab auch noch in der Stadt und ziehe zu meinen Eltern bis wir die Wohnung in Köln soweit vorbereitet haben. Wenn Du einwilligst wegen der Mädchen, würde ich noch warten, bis das Schuljahr rum ist. Lilly würde ja eh in die Schule kommen und Josephine hätte einen leichteren Wechsel.“
„Frank geh jetzt! Sieh zu, dass die Kinder noch heute wieder zurück sind! Ich werde ein paar Tage mit ihnen zu meinen Eltern oder Sophie gehen, wenn es sein muss, auch noch nächste Woche. Sie können auch von dort aus in die Kita und die Schule. Bis dahin hast Du Zeit, Deine persönlichen Dinge zu packen und mir den Schlüssel vom Haus in den Briefkasten zu werfen.“
„Können wir in einer Woche nochmal reden?“ wollte er wissen.
„Ja, können wir eventuell! Sollten wir sicher auch! Aber nicht jetzt und nicht mehr heute Frank! Es ist gerade Zuviel! Verstehst Du? Ich hab Dir all die Jahren den Rücken freigehalten und Du konntest tun und lassen, was Du wolltest. Ich war immer für Dich da. Wir haben es hingenommen, wenn Du mal wieder nicht wie geplant, nach Hause gekommen bist oder eher weg musstest oder wir den Urlaub Deinetwegen abgesagt haben. Ich habe mich von Deinen Eltern beschimpfen lassen müssen, weil ich wegen Deiner Unfruchtbarkeit angeblich nicht gut genug im Bett war. Sie haben mich nieder gemacht, weil ich nie gut genug für Dich war usw. Und dann kommst Du mir damit! Das Du eine neue Frau hast, ist das eine, aber das die Kinder nun auch noch mit zu Dir sollen und zu ihr. Das ist ein bisschen viel! Sie kennen sie doch gar nicht!“
„Doch!“
„Was doch?“
„Doch, sie haben sie das ein oder andere Mal bei meinen Eltern und auch mit zusammen getroffen!“ schluckte er.
Ich war fassungslos und schüttelte unter Tränen den Kopf. „Bitte verschwinde jetzt!“ bat ich ihn. „Denk an die Kinder!“
Er nickte und verschwand.
Schnell rief ich meine Eltern und erzählte ihnen alles. Sie waren ganz außer sich und boten gleich von sich aus an, dass ich mit den Kindern zu ihnen kommen sollte, auch ruhig für ein paar Tage länger, als nur übers Wochenende. Mein Vater wollte dafür sorgen, dass die Kinder in die Schule und die Kita kamen. Ich wollte sehen, dass ich meinen Chef gleich am Montagfrüh erreichte und ihn ganz kurzfristig um Urlaub bitten konnte.
Als die Kinder endlich kamen, hatte ich bereits ein paar Sachen gepackt und wir fuhren zu meinen Eltern. Auch meine Schwester war da. Wir konnten für die Zeit in die alten Zimmer von ihr und von mir. Die beiden Mädels schliefen zusammen in einem Zimmer und ich teilte mir das andere Zimmer mit Anton.
Wir redeten viel, als die Kinder im Bett waren. Sophie schimpfte und wäre am liebsten zu Frank, um ihn die Meinung zu geigen. Wir hielten sie aber davon ab, weil es nichts bringen würde.
Am Montagfrüh rief ich Herrn K. an und bat ihn kurzfristig für ein paar Tage um Urlaub wegen einer dringenden Familienangelegenheit. Er war zwar weniger erfreut darüber, aber willigte dennoch ein. Das ganze Wochenende hatte ich geheult und so konnte ich mir auch jetzt ein Schluchzen nicht verkneifen. Das hatte er scheinbar gehört und wollte wissen, was wirklich los sei.
„Eine dringende Familienangelegenheit. Das sagte ich doch bereits! Danke nochmal für den kurzfristigen Urlaub! Wir sehen uns dann nächste Woche wieder!“ verabschiedete ich mich höflich am Telefon.
Meine Familie war mir in diesen Tagen eine große Stütze, gerade auch mit den Kindern und so beschlossen wir, abends als Anton im Bett lag, mit den Mädchen zu sprechen. Tatsächlich wussten sie Bescheid und tatsächlich wollten sie zu Papa und zu seiner neuen Freundin. Mir fingen an, die Tränen zu laufen.
Da nahm mich Josephine in den Arm und meinte: „Aber Mama, wir haben Dich doch trotzdem ganz doll lieb und in den Ferien kommen wir Dich besuchen!“ Ach sie war so süß und so groß geworden.
Ich wollte den Wünschen der Kinder nicht im Weg stehen und ich wollte eigentlich auch nicht alles schlimmer machen, als es so schon war. Sollte es vor Gericht gehen, würden sie auf Grund ihres Alters auch gehört werden und dann hätte ich vielleicht noch weniger Chancen. Das war ihr klar. Trotzdem wollte sie nichts überstürzen.
Um ein wenig für sich zu sein, verzog sie sich ab und an in die Gartenlaube am anderen Ende der Stadt. Dort konnte sie einfach losheulen, ohne dass Angst haben musste, dass eines ihrer Kinder sie entdeckte. Aber sie konnte auch einfach nachdenken und Luft holen. Frank meldete sich auch zwischendurch und wollte ein Gespräch für Freitag mit mir in der Zeit, wo die Kinder nicht da waren. Doch vorher noch …
Es war ein sonniger Tag. Ich hatte mich wieder den Garten verzogen, um die frischen Erdbeeren zu ernten und am Lavendel und den Sonnenblumen zu riechen. Ich küsste die Blüten der Wildrosen und bestaunte die Farbenpracht der Freesien. Dann ging ich in die Laube, um die Erdbeeren zu waschen. Ich hatte nur vergessen, die Tür zu schließen, denn auf einmal hörte ich jemand hinter mir sagen:
„Hallo Rosalie!“
Ich kannte diese Stimme ganz genau! Es war die von Herrn K. Und darüber war ich gerade erschrocken. Ich drehte mich um, und wollte wissen, was er hier tat und woher er wusste, dass ich hier war. Gleichzeitig machte sich in mir ein wenig Erregung und Sehnsucht breit. Immerhin hatten wir uns seit gut einer Woche nicht gesehen.
„Ich war gerade bei Deinen Eltern und wollte wissen, was los ist, weil Du ja Dein Telefon aushast!“
Ich schluckte nur und wartete, dass er noch was sagte.
„Sie haben mir alles erzählt und mir beschrieben, wo Du bist!“ fuhr er fort.
„Na toll! Diese Plaudertaschen!“ murmelte ich.
„Rosalie, ich hab mir Sorgen gemacht und wenn ich ehrlich bin, mach ich das noch immer! Außerdem hab ich Dir was mitgebracht von unserem Kurztrip nach Norwegen, was ich Dir unbedingt geben wollte.“ sagte er fürsorglich und holte dann einen kleines Armband raus, an dem ein kleiner Troll war.
Er bat um mein Handgelenk und legte es mir um mit den Worten: „Das ist für meine Sekretärin, Sklavin und Geliebte!“ und dann küsste er mich. Es tat gerade so gut, ihn zu küssen und es ließ mich diesen ganzen Mist vergessen.
Er nahm mich in den Arm und wir setzten uns zusammen draußen auf die Gartenbank. „Erzähl mir alles!“ forderte er mich auf und ich gehorchte ihm. Ich erzählte ihm alles. Die ganze Geschichte. Er hörte einfach zu. Hin und wieder küsste er mir den Nacken oder wischte mir die Tränen aus dem Gesicht.
Dann sah ich ihn fragend an: „Was soll ich tun, wenn Frank mich morgen fragt, was mit den Kindern wird?“
„Pass auf Rosalie! Ich werde Dir unseren Anwalt zur Verfügung stellen. Ich werde ihn dann gleich anrufen. Du kennst ihn ja noch von damals mit Anton. Ich denke, dass es gut sein wird, ihn mit ins Boot zu holen. Wenn Du Dich mit Frank triffst, sag ihm die Wahrheit, dass Du einen Anwalt hinzugezogen hast und gut ist.“
Er zog mich an sich ran und genoss es einfach, dass er da war. Aber er war in diesem Moment nicht mein Chef oder Herr, sondern einfach nur ein sehr guter Freund, für den ich gerade sehr dankbar war.
Kurze Zeit später verabschiedete er sich mit einem kleinen Kuss und ich dankte ihm nochmals für das Armband und seine Hilfe. „Schon gut! Wenn was ist, melde Dich! Ansonsten sehen wir uns am Montag wieder im Büro.“
Nachdem er wieder weg war, ging ich dann auch zu meinen Eltern, mit denen ich erstmal schimpfte. Aber meine Mutter meinte nur: „Ein sehr netter Mann, mein Kind!“ Ja, damit hatte sie auch Recht.
Am nächsten Tag ging ich wieder zurück ins Haus und traf mich mit Frank. Wie mit Herrn K. besprochen, sagte ich ihm, dass ich einen Anwalt hinzugezogen hatte, einfach um mich auch ein wenig wegen allem abzusichern. Seltsamerweise brachte Frank sogar Verständnis dafür auf und gab mir einen Zettel, auf dem stand, was er alles mitgenommen hatte. Es waren wirklich nur die persönlichsten Dinge von ihm. Er ließ mir fast alles. Er erklärte mir, dass er einen Neuanfang wollte und es ihm einfach leidtun würde.
Als ich am Montag wieder im Büro war, verhielt ich mich wie immer nach unseren Regeln und setzte mich breitbeinig auf seinen Schreibtisch. Aber Herr K. verwies mich mit den Worten: „Heut nicht, Rosalie!“ Ich setzte mich normal auf den Stuhl und ging ins Diktat. Damit fertig sagte er mir: „Entschuldige! Ja, ich bin unbeschreiblich auf Dich! Aber ich hielt es unangemessen!“
Ich selbst war aber gerade extrem heiß auf ihn und sehnte mich danach, gerade hart gefickt zu werden also wollte ich mich nicht zusammen reisen und ging einfach zwischen seine Beine, holte seinen Schwanz raus und fing an, ihn zu blasen. Er ließ sich das auch gefallen, war aber sauer, dass ich ihm nicht gehorcht hatte. Also hab er den Rock an und schlug mehrmals mit der Hand auf meinen nackten Arsch. Ja, genau das brauchte ich jetzt. Es schmerzte zwar, aber es war auch befreiend, weil es mir den Schmerz in meinem Herzen nahm. Außerdem wurde dadurch auch mein Blasen noch intensiver. Dann bettelte ich darum, dass er mich einfach hart in mein Arschloch ficken sollte.
„Warte ich hab noch was für Dich, bevor ich Dir das Arschloch ficke. Heute verpass ich Dir erst noch einen Einlauf im Bad und dann wirst Du schön viel trinken, ohne aufs Klo zu gehen, meine kleine geile Fotze!“ sagte er jetzt lüstern.
Gesagt, getan! Der Einlauf war widerlich. Ich kannte das bereits aus dem Krankenhaus. Danach musste ich trinken, trinken, trinken. Irgendwann bettelte ich darum, endlich pullern gehen zu dürfen. Doch das war der Moment, indem er mich auf seinen Tisch drückte und mich hemmungslos in den Arsch fickte, bis er endlich kam. Dieses Gefühl dabei war …. Wow! Unbeschreiblich! Geil! Aber endlich durfte ich mich erleichtern und auch dieses Gefühl ein riesiger, erfüllender Glücksmoment.
Nach dieser harten Fickerei gingen wir an die Arbeit. Irgendwann am Nachmittag kam sein Anwalt, mit dem wir über alles sprachen.

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