Was kann schöner sein als . . . ? Teil 1.

Teil 1.
Helmut und Karin sind zwei Arbeitskollegen, und das schon seit etlichen Jahren. Auf diversen Betriebsfeiern sind sie sich auch schon mal etwas näher gekommen. Nein, so nah nun doch wieder nicht. Und doch haben sie ein sehr vertrautes Verhältnis nun zu einander. Beide sind aber anderweitig liiert und somit halten sie ganz brav Abstand zu einander. Nein, mit diesem Feuer wollen sie nun doch nicht spielen, haben sie doch schon einmal so richtig Schiffbruch erlitten. Und doch, sie gehen auch einmal nur so ohne weiteres eine Therme besuchen. Doch aber immer nur mit eigenem Partner dabei. Alles in allem könnte man sagen, sie sind gute Bekannte, Freunde, aber nur doch nicht gar so dick bei einander.

Ach, es könnte doch so gut alles bei ihnen laufen. Sie sind, wie man so sagt, gut versorgt. Doch da ist nun dieses geschehen. Irgendwer hat ihnen etwas von einem Campingplatz an der Adria erzählt, auf dem man auch etwas FKK machen kann, so ganz ungezwungen. Und ja, der ist auch ganz familienfreundlich. Nun gut, eine Überlegung ist es ja doch schon wert. Wohlgemerkt, es ist erst Februar und noch lang hin bis zum Betriebsurlaub. Fünf Wochen macht der Betrieb dieses Jahr dicht. Zu verlocken ist doch diese Überlegung. Erst einmal jeder für sich, dann gemeinsam mit dem Partner. Und dann sitzen sie alle vier beisammen und beratschlagen, was und ob sie das auch so machen.

Beim Toni, der eigentlich Anton heißt, sitzen sie nun beisammen und beratschlagen, was sie nun machen sollen. Und weil der Toni ja gerade mal aus Kroatien, von der Adria stammt, da könnte er ja sie auch etwas dazu beraten. Auch seine Frau hat sich nun dazu gesetzt. Hin und her haben sie geredet bei einigen Gläschen Dalmatinischem Wein und einigen Gläschen Slibowitz. Resultat ist nun: Also diesen Ort kennen weder der Toni, noch die Bocìza. Aber sie meinen beide, man kann ja nicht gerade jeden Ort zuhause kennen. Aber ein Versuch kann es doch schon wert sein.

Nun geht es in die Planungsphase. Je ein Wohnwagen, der groß genug ist für die Familie und der LT muss nun auch eine Hängerkuplung haben. Und natürlich auch so manches, das man für den Urlaub auf einem Campingplatz braucht. Der Platz ist gebucht, die Wohnwagen sind reserviert, alles ist parat. Und damit sie nicht gleich im Stau stehen geht die Reise erst gegen zehn Uhr abends los. Und natürlich ist es erst einmal ein Freudenfest für die Kinder. Ach, das hatte ich ganz vergessen. Alle vier haben je einen Sprössling. Nun ja, bis Karlovac ist es ja gegangen. Alles mehr oder weniger Autobahn. Doch dann müssen die Herren der Schöpfung nun zeigen, was sie können. Doch auch das haben sie gemeistert. Und doch, bis Sibenik, man spricht es mit sch, ist es nun doch noch ein ganz schönes Stück. Endlich sind sie da.

Ein kleines verträumtes Dorf mit uralten Häusern. Und doch, die Leute sind sehr freundlich. Der Platz ist etwas außerhalb, so dass man sich nicht gegenseitig stört. Es ist ein sehr großzügig bemessenes Gelände, etwa gut fünfhundert Meter vom Strand entfernt. Schnell sind die Formalitäten erledigt und der angewiesene Platz bezogen. Nun ja, man sieht es ja an Hand der anderen Gäste, es ist ein reiner FKK-Platz. Doch jetzt erst, da die Wagen stehen und die Sonnendächer aufgezogen sind, da wollen nun doch alle erst einmal so richtig schlafen. Egal, ob es nun erst morgens zehn Uhr ist oder nicht.

Und wie sie nun erst einmal so richtig schlafen. Spät am Nachmittag wachen sie erst wieder alle auf. Schon fast Zeit fürs Abendessen. Nichts da, da wird doch erst einmal ein Bad im Meer genommen. Da rennen die acht Nackten nun runter um sich im Wasser zu ergötzen.
Doch erst jetzt wird ihnen bewusst, dass sie nun wirklich alle ganz nackt sind. So genau haben sie sich ja alle nun doch noch nicht gesehen.

Erst jetzt sieht der Helmut, wie schön seine Kollegin ist. Und die Karin bekommt nun auch gleich Stielaugen. Und warum soll es dem Klaus und der Bärbel nicht auch so gehen? Und auch für die Kinder ist es nun erst einmal was ganz neues. Die sind zwar auch zuhause nicht gar so happig mit Kleidung. Aber so ganz genau ist es bei ihnen nun doch nicht mit dem nackt sein. Zufälliges Begegnen auf dem Flur oder versehentlich einmal ins Bad gekommen. Nun ja, das kann ja schon mal passieren. Aber so, nein das hatten sie alle mit einander noch nicht. Ach ja, halt, in der Therme, da sind sie nun doch etwas offener gewesen. Nur, sie waren ja noch nie gemeinsam in der Therme. Eigentlich ist es für alle eine richtige Prämiere.

Nun muss ich aber erst einmal etwas einfügen, weil es ja doch mehrere Personen sind. Also:

Der Helmut ist mit der Bärbel zusammen. Und der Vater der Tina.
Der Hans ist der Sohn von der Bärbel.
Der Klaus ist mit der Karin zusammen und der Vater der Ria.
Der Egon ist der Sohn von der Karin.

Ja, es sind jeweils alleinerziehende Elternteile und nicht mit einander verheiratet. Aber, man ist mal da, mal dort über Nacht. Und doch haben die Sprösslinge eine gewisse Bindung und ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu dem jeweiligen Partner.

Doch nun wieder zurück zu unseren Urlaubern. Auch wenn sie alle eben durch den Besuch einer Therme ja schon so einiges gesehen haben, jetzt nun so ganz ohne und das auf Dauer, das ist ja nun doch etwas ganz anderes. Ja, auch für die Erwachsenen ist es nicht gerade leicht, eine gewisse Erregung zurück zu halten. Und das ins besondere bei den Kerlen. Nicht nur der Papa, auch der Freund vom Papa ist da doch sehr aufgeregt. Nur die Jungs machen sich einen Spaß daraus, dass sich da doch was tut. Und beim Fangenspielen kann man das doch so schön ausnutzen und mal da oder dort was anfassen, was so ja nicht ganz ohne geht. Doch dann ist alles wieder vorbei. Gesittet wird zur Ordnung gerufen und es geht wieder zurück auf den Campingplatz.

Heute wird erst einmal so richtig ausgedehnt gegrillt. Da darf es auch einmal ein Gläschen Wein mehr sein. Gemütlich sitzt man nun beisammen und betrachtet so auch einmal was sich sonst noch so auf dem Platz tut. Ja, man kann es mit Verwunderung sehen. Alt und jung erfreuen sich der frischen Luft, haben ja wirklich nichts an. Und so ganz langsam kehrt Normalität ein.

„Bärbel, was meinst du, die Jungs schlafen in dem einen Zelt und die Mädchen in dem anderen?“
„Ja, das hab ich auch so gedacht. Wer weiß, was die sonst noch so anstellen.“
„Mama, wir stellen doch auch sonst nichts an. Und bestimmt nicht das, was ihr da immer so macht. Wir schmusen nur mal so, weil wir uns ja auch so mögen.“
„Und eben das reicht erst einmal. Wenn ihr älter seid, dann ist das was anderes.“
„Aber Karin, so musst du das den beiden nun ja auch nicht wieder sagen. Wenn da was geschieht, was die Ria nicht will, dann hätte sie mir das doch schon gesagt.“
„Klaus, du vergisst aber nun doch, dass wir auch einmal in diesem Alter gewesen sind. Und wir hatten da doch auch so unsere Heimlichkeiten vor den Eltern.“
„Karin, hör mir nur auf mit dem Thema. Wenn ich nur daran denk, wie mein Papa hinter mir her gewesen ist. Da der reinste Moralapostel und dann immer ganz spitz darauf, etwas zu sehen. Da sind die Eltern sich doch alle gleich.“
„Ja, ich kann mich noch ganz gut daran erinnern, dass mein Papa mich doch so gern selbst gebadet hat. Ja, der ist immer mit mir in die Badewanne. Und dann haben wir uns auch gegenseitig eingeseift und dann wieder mit dem Schwamm abgewaschen. Zu ulkig war das dann immer, wenn er sich dabei auch etwas arg erregt hatte. Bis die Mama dann einmal gesagt hatte, dass ich nun doch groß genug sei, mich selbst zu waschen. Schade, da war es doch erst so richtig interessant.“
„Jaja, die lieben Eltern. Und was ist aus uns geworden. Jetzt sitzen wir da und haben einen Sprössling, der gerade in diesem Alter ist.“
„Karin, ist die Ria denn schon unpässlich gewesen?“
„Also, mir hat sie da noch nichts gesagt. Wundert mich nun doch auch? Klaus, hat sie dir da noch nichts gesagt?“
„Na, schon zweimal hab ich ihr da helfen müssen. Beim ersten Mal war es ja so richtig ein Theater. Doch nun haben wir ganz offen darüber geredet und nun ist alles wieder gut.“
„Karin, da kannst du wieder einmal sehen, Vater und Tochter. Wenn die beiden zusammen sind, dann hab ich keinen Stich. Die kennt doch nur ihren Papi. Papi vorne, Papi hinten. Fehlt ja nur noch, dass sie zu uns kommt, wenn wir ins Bett gehn.“
„Jaja, da ist die Tina genauso. Wie eine Klette hängt die doch an ihm.“
„Na, da müsst ihr ja was sagen. Ihr mit eurer Affenliebe. Der Hans kann doch keinen Schritt ohne dich allein gehen. Mal mit anderen Jungs auf dem Bolzplatz so richtig ausgelassen Fußball spielen, das geht ja nun nicht. Schon bist du wieder hinter ihm.“

Jaja, so hat nun jede, jeder seine Sorgen. Aber ist das wirklich so mit diesen kleinen Unschuldsengeln?

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