Mein Anfang mit dem neuen Mann

Mit einundzwanzig Jahren heiratete ich. Der Mann war ein lieber, das kann ich ohne jeden Zweifel sagen. Alles lief recht gut mit uns, nur im Bett war es nicht so. Schnell mal reingesteckt, wenn überhaupt, und fertig. Verwöhnt war ich nicht, denn es gab vor ihm nur zwei weitere, denen ich mich hingab.
Über einige Jahre blieb es so, dann die erste Verführung. Da war jemand, dem ich erlegen war. Wir schliefen miteinander. Es war auch nicht prickeln, aber es war anders und er tat es mit mir, was heimisch nur noch sehr selten war.
Es blieb bei diesem einen Seitensprung, jedenfalls eine lange Zeit. Immer weniger wurde es im Bett. Eine innere Stimme fragte, ob das alles wäre. Romantische und erotische Literatur, die ich zu dieser Zeit verschlang, zeigte, dass es mehr geben müsste.
Nicht ganz unansehnlich gab es mehrere Bewerber für meine Öffnung zwischen den Schenkeln. Für meinen damaligen Mann blieb es gänzlich verborgen, dass ich mich mit vier weiteren Männern vögelnd vergnügte. Einer davon schaffte es über Monate meine Aufmerksamkeit auf sich und mich über seinen Dorn zu ziehen.
Auf einem Straßenfest, ich stand ein einem Bierausschank, warf ich meinen Blick nach links und sah ihn! Dahinschmelzen hätte ich können, riss mich aber zusammen. Nur Minuten später sprach er mich an, ganz direkt. Er möchte mich nackt fotografieren, war sein Anliegen. Ein völlig fremder quatschte mich an und wollte, dass ich mich unbekannter Weise für ihn entblättere! Ich dachte, der spinnt wohl!
Wir kamen an diesem Abend weiter ins Gespräch und es ergab sich, dass wir uns auch später immer wieder begegneten. Nacktbilder? Das Thema wurde nur an diesem Abend angesprochen.
Dann gab es eine Einladung zum Kaffee und weitere Gespräche. Keine Andeutungen, dass er mich ins Bett zerren wollte, dem ich gern nachgekommen wäre. Es wurde eine Freundschaft, von der auch mein damaliger Ehemann wusste und noch immer dachte, ich wäre die treuste Seele auf dieser Erde.
Mein Ehemann arbeitete in der Woche nicht selten auswärts, was mir auch die vorhergehenden außerehelichen Zweisamkeiten erleichterte. Ich weiß es noch, als wäre es erst heute gewesen.
Ein kleiner Schrank wurde geliefert, in Einzelteilen. Damit mir die Kiste nicht vor den Beinen rumlag, bat ich mit einem kurzen Anruf um Hilfe beim Aufbau. Was niemand wusste, ich hatte mich längst in den Freund vom Bierstand verknallt.
Sommer, es war warm, ich nur leicht bekleidet. Ich dachte mir auch nichts dabei, gab es doch nicht die winzigste Annäherung. Der Schrank war aufgebaut, als er mich beim Wegräumen der Pappe zufällig berührte. Wirklich! Es war Zufall!
Er sah mich an und küsste mich einfach! Minuten später lagen wird im Bett und ich wurde derart verzaubert, dass ich nicht mehr wusste ob es ein Traum oder Wirklichkeit war.
Drei Male kurz hintereinander brachte er mich zum Orgasmus, und das auf eine Weise, wie ich sie nie zuvor erlebt hatte. Er brachte mich um den Verstand. Seit dem Tage schliefen wir so oft miteinander, wie es möglich war.
Ich war so ahnungslos, so naiv! Er sagte mir schon sehr früh, dass es ihm mit seinen Gefühlen für mich ebenso erging, wie umgekehrt. Nicht einmal ein dreiviertel Jahr später war mein Ehemann ausquartiert und der Freund, der er nun nicht mehr war, schlief neben mir.
Was er mit mir tat überstieg all meine Vorstellungskraft und auch das, was ich bisher in den Romanen gelesen hatte. Er eröffnete mir sexuelle Horizonte, von denen ich nicht einmal wusste, dass es sie gab.
Er wurde mein zweiter Ehemann! Nichts war da, was Grund zum Ausbrechen gegeben hätte. Und doch tat ich es. Wieder ging ich fremd. Nicht die fehlende Erfüllung war der Grund, es war auf einem Male da, das Verlangen nach fremder Haut.
Ich war mir absolut sicher, dass ich es meinem neuen Mann gegenüber geheim gehalten habe und auch er davon nichts ahnte. Der nächste landete in mir und dann noch einer.
Eines Tages hatte ich sturmfrei und lud meinen Lover zu mir ein. Es ging nur darum, gefickt zu werden, um nichts weiter. Raus aus den Klamotten und rein ins Bett. Wir ließen uns Zeit, es gab keinen Grund zur Eile.
Vollzogen den Verkehr, verabschiedete ich meine Bumser und kam in die Küche. Mich traf der Schlag! Da saß mein Mann am Tisch und las Zeitung! Ich noch splitternackt und nach fremden Sperma riechen, riss stocksteif stehend nur noch meine Augen auf und brachte kein Wort hervor.
Meine Ehe zog vorbei, das war das Ende! Was hatte ich getan? Diese Ehe aufs Spiel zu setzen, nur um gevögelt zu werden!
„Ich wollte euch nicht stören!“, sagte mein Mann, als hätte er mich bei einem Personalgespräch gesehen.
Wie versteinert stand ich da, flatterte wie junges Gras im Wind.
„Willst du mich nicht begrüßen?“, fragte er, stand auf und zog mich an sich.
Ich war völlig fertig, hatte eine Ohrfeige, eine Szene erwartet. Nichts! Sein Lächeln nicht anders als sonst.
Wer der Mann gewesen wäre, fragte er mich und auch, ob es mir gefallen hätte. Zu keinem einzigen Wort war ich fähig.
„Wenn du mir nichts sagst, muss ich selbst nachsehen!“, und schon griff er mich und warf mich in das noch immer aufgewühlte Bett.
Ich verstand die Welt nicht mehr! Er nahm mich, bumste mich, als sei nichts gewesen!
Wir müssten reden kam dann. Das mussten wird, ich wollte ihm erklären, dass es nicht an ihm läge. Alles war allein meine Schuld.
Er wollte es nicht hören! Alles was er wollte, ich solle ihm erzählen, was in mir vorging und bitte keine Entschuldigung. Es gäbe nichts, was einer Entschuldigung bedürfe!
Zehn Minuten später war es raus, alles war raus und ich sagte ihm, dass ich dachte, er hätte es nicht bemerkt.
Er nahm mich in den Arm, streichelte mir die Wange. Nichts konnte ich vor ihm verbergen. Er wusste wann und mit wem ich es getrieben habe. Alles wusste er.
Ich fragte, warum er denn nicht schon vorher…
Warum sollte er, hörte ich nur. Wenn ich es brauche und es auch möchte, dann sollte ich es tun! Leere in meinem Kopf.
Es wurde ein langer Abend voller Fragen, Antworten, eröffnete Empfindungen und das ausplaudern von Fantasien.
Kein Ende der noch nicht einmal zweijährigen Ehe, im Gegenteil! Knallhart stellte er mich vor eine neue Tatsache. Er verbietet es mir nicht! Ich gehöre ihm nicht und ich dürfe mit jedem schlafen, mit dem ich möchte! Einzige Bedingung, er möchte es erfahren. Spätestens wenn es passiert sei!
Warum erlaubt er es mir, fordert mich geradezu auf, es zu tun? Auch darauf hatte er eine Antwort. Er könne mir doch auch nicht garantieren, dass er nicht ebenso wie ich schwach werden könnte. Der Kloß in meinem Hals drückte mir die Luft weg. Daran hatte ich nie gedacht!
Da hatte ich nun den Freifahrtschein und was ging in mir vor? Ich brachte es einfach nicht fertig mir einen anderen Mann zu nehmen. Immer wieder fragte er mich danach. Nein, es gab keinen!
Ob mich denn niemand interessieren würde, sollte ich ihm sagen. Doch, es gab welche, die ich nicht aus dem Bett schupsen würde. Mir fehlte allein die Traute es zu machen.
Er hörte mir immer zu, las die kleinsten Nuancen in meinen Augen, hörte die winzigsten Hinweise in meinen Worten.
Feierabend, ich wusste, dass mein Mann schon auf mich wartete. Völlig ahnungslos stand ich im Wohnzimmer und da war noch jemand. Ich stand unter Schock, konnte mit der Situation nicht umgehen.
„Ihr kennt euch doch!“, hörte ich mit meinen taub werdenden Ohren. Das stimmte. Es war einer von denen ich meinem Mann erzählte. Er war auch einer von denen, die mir ganz deutlich sagten, wie gern er mich im Bett erleben würde. Nun saß er da!
„Worauf wartest du?“, fragte mein Mann, „Verschwindet ins Schlafzimmer, ich werde euch nicht stören!“
Ich tat es, hatte mit dem Besucher Sex und mein Mann wartete im Wohnzimmer, bis wir fertig waren.
Verrückt, völlig verrückt war es! Ich kann es nicht erklären, was in mir vorging. Was sich mir an diesem Abend erklärte, haute mich komplett um.
Es störte meinen Mann nicht im Geringsten, dass mich ein anderer Kerl bestiegen hat.
Ein Spiel wurde daraus, eine Herausforderung und es wurde der Anfang von dem, was ich mit ihm erleben durfte und noch erleben darf.
Die Frage an mich, mit wie vielen Männern ich schlafen möchte bis ich das Zeitliche segne! Ganz vorsichtig sagte ich: Fünfzig?
Er winkte ab, meinte, es wäre doch keine Herausforderung! Dann hundert? Wieder lachte er nur. Wie überboten uns gegenseitig und endeten bei fünfhundert. Ich fand es spaßig, dachte nicht im Traum daran, dass ich je die fünfzig erreichen werde.
Ob ich auch Frauen wolle, fragte er mich. Nein, natürlich nicht! Auch das war die falsche Antwort von mir, danke für die Überzeugung nicht bei dieser Ablehnung zu bleiben. Meinen Mann hatte ich damals komplett unterschätzt!
Zurückblickend, im Alter von nun gut über die Mitte fünfzig hinweg, ist die fiktiv angesetzte und hochgeschaukelte Obergrenze überschritten. Nein, ich schäme mich nicht dafür! Welche Frau kann es von sich behaupten, solche Freiheiten auskosten zu dürfen! Unserer Ehe hat es nie geschadet, ganz im Gegenteil!
Fantasien bestimmten fortan unser Leben, bekloppte Ideen, was wir tun wollten. Immer weiter entflogen meine lüsternen Vorstellungen. Es gab kaum etwas, was meinem und seinem Hirn nicht entsprang.
Und doch hatte ich klare Grenzen, nur nicht lange. Mein Mann führte mich an diese Grenzen und schon waren sie auch überschritten und neue wurden gesetzt. Im Laufe der Jahre öffnete ich mich immer mehr neuen Praktiken, probierte sie aus und ich weiß auch definitiv, was ich nicht will und was ich nicht machen werde.
Dominanz spielt eine Rolle, mal nehmend, mal gebend. Am liebsten aber nehmend…
Das bedeutet nicht, dass ich mich wie ein Hündchen vor einen Napf kniend beschimpfen lasse! Gewalt gegen mich endet, wenn jemand beginnt eine Peitsche ansetzen zu wollen.
Ebenso absolut tabu ist alles, was aus dem Hintern kommt!
Erniedrigt werden, gefügig sein und Gehorsam bedarf einer feinsten Abstimmung! Ich lernte Menschen kennen, die glaubten das zu können! Erziehung nannten sie es. Sie alle hatten eine falsche Vorstellung davon, fast alle muss ich zugeben. Eine kleine Handvoll verstand was ich damit meine.
Bezeichnet man mich auf offener Straße und aus jedem Zusammenhang gerissen als Hure, dann gibt es eine fürchterliche Kelle! Werden derbe Worte beim Sex benutzt, dann genieße ich es als Nutte oder in ähnlichen Formen bezeichnet zu werden.
Von Null auf Hundert ging es nicht. Alles entwickelte sich langsam. Angefangen hat es mit einfachem Sex, nur mal so wenn es sich ergab. Erst im Laufe der Monate, eigentlich der Jahre erweiterte sich der Horizont. Mehrere Kontakte an einem Tag, mehrere zugleich, Frauen, junge Männer, alte Männer wurden ausprobiert.
Gut vorbereitete Treffen hatte ich und auch das andere: Hallo hier bin ich, mach was draus! Anfangs standen die Zeichen auf Quantität, nichts wurde ausgelassen. Lang liegt das zurück. Qualität zählt heute, das Besondere, das besonders Außergewöhnliche! Zumindest einen Kick muss es haben.
Mich interessieren nur noch Partner, die eine blühende Fantasie haben, die mich auch herausfordern können. Situationen, die nicht alltäglich sind, Orte, an denen man es nicht unbedingt treiben sollte. Ich besorge es dir hart in alle Löcher – wie öde!
Schon so manche Begebenheit war peinlich, hätte auch in verschiedener Weise schiefgehen können. Ungebetene Zuschauer waren dabei, auch das Auge des Gesetzes hob schon den mahnenden Zeigefinger! Aber was soll`s, die Treffen waren geil und haben mir den nötigen Spaß gebracht.
So kann das Leben mit dem richtigen Partner an der Seite völlig neue Wege bereiten! Ohne meinen jetzigen Mann wäre wohl alles auf das schnöde Fremdgehen hinausgelaufen und viele so wundervolle Erfahrungen wären mir verborgen geblieben. Warum ich das hier schreibe, hat einen einfachen Grund. Nur so denke ich, kann man mich verstehen.
Ich bin nicht nur ein wenig verrückt, man sagt mir nach, ich wäre total durchgeknallt. Danke für das Kompliment! Es ist einfach so, ich bin wie ich bin und genieße es in vollen Zügen! Viel erotische Freude an meinen Erlebnissen!

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