Zehntausend Schuss

Heinz erinnerte sich noch gut an seinen ersten Orgasmus. Er hatte vor dem Schlafengehen noch ein wenig an sich herumgespielt, sich gefreut, dass sein Glied schon steif wurde. Dann stellten sich plötzlich Gefühle ein, unbekannte Emotionen, ein Kribbeln, ein Ziehen und schon schoss eine weiße Soße aus seinem Penis.

Sie roch und schmeckte zwar komisch, aber die Saftgewinnung erzeugte ein Glücksgefühl ungeahnten Ausmaßes. Heinz gewöhnte sich an, seiner Begeisterung mindestens zweimal täglich freien Lauf zu lassen. Bis ihn sein Vater erwischte und ihm die Leviten las.

„Junge, bist Du wahnsinnig?“, waren seine Worte, als er ihn die Rosen anspritzen sah.

Neben Heinz hockte die junge Nachbartochter und sah ihm bei seiner Beglückung interessiert zu. Kein Wort fiel darüber, dass sie viel zu jung war, um schon aufgeklärt zu werden. Nein, was er zu hören bekam, war viel schlimmer.

„Wie kannst Du Dich nur so verschwenden? Weißt Du nicht, dass ein Mann nur 10.000 Schuss hat?“

„Im Ernst?“, fragte Heinz erschreckt und packte seinen geliebten Glücksbringer verlegen ein.

„Natürlich“, bekräftigte sein Vater. „Überlege doch mal selbst: Dein Sperma kommt aus Deinem Sack, wird dort in den Hoden gebildet. Hast Du schon mal ein Ei gesehen, aus dem Du unendlich löffeln kannst? Irgendwann ist Schluss.“

„Und das ist nach 10.000 Schuss der Fall?“, fragte Heinz ungläubig.

Welcher fleißige Wichser wollte das denn herausgefunden haben?

„So hat es mir mein Vater erzählt und der hat es von meinem Großvater.“

Heinz kalkulierte kurz nach. Großvater war 65. Wenn er so mit 15 Jahren begonnen hatte täglich Frohsinn zu verbreiten, dann waren das in 50 Jahren mehr als 18.000 Orgasmen. Er sollte es also wissen.

Verdammte Scheiße! Überschlägig gerechnet hatte Heinz schon 1.500 Schuss Munition verschossen, ohne einen Treffer gelandet zu haben. Wie sollte er denn später eine Frau ordentlich beglücken, wenn der Beutel leer war?

Heinz beschloss, mit seinen Vorräten sparsamer umzugehen. Wenn er nur noch jeden zweiten Tag onanierte, müssten seine Rücklagen eigentlich bis zur Rente reichen.

Mit eiserner Selbstdisziplin hielten seine guten Vorsätze mehr als zwei Jahre, doch dann lernte er Linda kennen. Linda war so ziemlich das genaue Gegenteil seiner Wichsvorlagen, keine langbeinige und langhaarige Blondine mit dicken Eutern, sondern eine zierliche Brünette mit Bubikopf und kaum nennenswerter Oberweite.

Linda hatte dagegen einen anderen nicht zu verachtenden Vorteil: Sie war neugierig. Und zur Befriedigung ihrer Neugierde hatte sie sich ausgerechnet Heinz ausgeguckt. Da sie so gar nicht in sein Beuteschema fiel, blieb ihr nichts anderes übrig, als selbst die Initiative zu ergreifen.

Sie quatschte ihn im Bus an, erzählte von ihrer Schule, lud ihn ins Kino ein (was Heinz aber bezahlte) und als sie glaubte, ihn fest genug an der Angel zu haben, küsste sie ihn. Heinz stellte sich dabei ziemlich dämlich an, aber Linda hatte eine große Schwester, die ihr den Zungenkuss nicht nur theoretisch erklärt hatte.

Dieser Zungenkuss hatte auf Heinz eine Wirkung, die sein Weltbild quasi auf den Kopf stellte. Bisher hatte er Linda als nettes Neutrum betrachtet, als jemandem mit dem man sich tatsächlich unterhalten konnte, obwohl dieses Neutrum rein äußerlich ein Mädchen war. Doch unerwarteterweise sendete seine Zungenspitze Signale an ein anderes Mitglied seines Körperbaus. Und das fuhr prompt seine Antenne aus.

Eine dicke Beule presste sich in Lindas Bauch und Heinz versuchte mit hochroter Birne Abstand zu gewinnen. Das war nun überhaupt nicht im Sinne seiner Freundin, die ja gerade wissen wollte, was das für eine Beule war. Nicht nur wo sie herkam, sondern in erster Linie, wie sie aussah. Jede Bewegung von Heinz nach hinten eliminierte Linda durch Reibung ihres Unterleibes an seinem; solange, bis irgendwann ein Schrank einen weiteren Rückzug unmöglich machte.

Linda überlegte, ob es günstiger war, direkt an seinen Hosenstall zu fassen oder ob sie ihm eine Pause gönnen sollte. Durch kluge Beobachtung hatte sie schon gelernt, dass Jungs das Heft in der Hand behalten wollen, man musste sie also geschickt dahin führen, wo man sie haben wollte. Sie entschied sich, die Naive zu spielen, das kam immer an.

„Was ist das?“, fragte sie daher mit treudoofem Augenaufschlag.

„Was?“, setzte Heinz verlegen die Gegenfrage ab.

„Die Beule da an meinem Bauch.“

„Ach das.“

„Ja, also was ist das jetzt?“

„Mein …“

Verdammt, was sagt man jetzt zu einem Mädchen dazu? Glied und Penis hören sich so nach Bio an, Schwanz und Ständer zu vulgär.

„Ist das Dein Pillermann?“

So kindisch hätte sie es jetzt auch nicht auszudrücken brauchen.

„Ja.“

„Aber warum ist der so dick?“

„Weil …“ (hier half wohl nur die Flucht nach vorne) „… Du bei mir bist.“

Uff.

„Und dann wird der größer?“

„Ja.“

„Bei anderen Mädchen auch?“

„Nein.“

„Wieso nicht?“

„Weil – sie mir nicht so nahe sind.“

„Aha.“

Sie sah ihn an, wie die Katze einen Vogel im Käfig betrachtet.

„Wenn ich also weiter weg bin, wird der wieder kleiner?“

„Ja“, erklärte Heinz erleichtert.

Er wusste ja nicht, was Linda im Sinn hatte.

„Und wenn ich ganz nahe komme?“

Sie wartete nicht auf eine Antwort, sondern rieb ungeniert ihre Scham an seiner. Heinz hätte bald „Lass das!“ gerufen, aber was dann? Das Gefühl, das Linda erzeugte, war fast so gut wie onanieren und warum sollte er gerade jetzt darauf verzichten? Außerdem hätte er sie mit einer Abfuhr bestimmt böse verärgert. Dann war es doch besser, sprachlos zu warten, wie das Spiel weitergehen sollte.

„Ich möchte ihn sehen“, drang Lindas helle Stimme in seine Überlegungen ein.

Sie klang fest und bestimmt, Widerworte unerwünscht.

„Aber wieso?“, wagte Heinz verblüfft zu fragen.

„Nur so. Ich will wissen, wie so etwas aussieht. Was ihr Jungs so zwischen den Beinen habt.“

„Wie soll er schon aussehen. Wie ein – Pillermann eben“, schämte sich Heinz.

„Schämst Du Dich etwa?“

„Nein!“

„Warum machst Du dann nicht einfach Deinen Hosenstall auf und holst ihn raus?“

So in die Ecke gedrängt blieb Heinz nichts anderes übrig, als ihren Befehl auszuführen, wollte er nicht als kompletter Feigling dastehen. Umständlich suchte er die Lasche an seinem Reißverschluss, zog ihn herunter, wühlte in seiner Unterhose und brachte schließlich seine Fleischwurst ans Tageslicht.

„Da.“

„Der riecht nach Pipi“, bemerkte Linda als erstes.

„Ja, wonach denn sonst?“, erwiderte Heinz entgeistert.

„Stimmt.“

Heinz hielt seine Möhre fest, wagte nicht, auch nur die kleinste Bewegung zu machen, während Linda das Objekt ihrer Neugierde von allen Seiten betrachtete.

„Ist der bei allen Jungen so groß?“, fragte sie.

„Weiß ich nicht. Es gibt wohl noch größere und auch kleinere.“

„Aha. – Du hast da viele Adern.“

„Ja.“

„Und da vorne kommt der Pipi raus?“

„Ja.“

„Und Dein Sperma.“

„Und mein Sperma.“

„Darf ich ihn mal anfassen?“

„Klar. Aber sei vorsichtig.“

„Wieso? Ist der zerbrechlich?“

„Nein, das nicht.“

Heinz verzichtete auf weitere Erläuterungen. Wie sollte er ihr sagen, dass ihn die ganze Situation ziemlich erregte? Pass auf, ich spritze gleich ab? Und dann? Würde sie dann panisch davonlaufen? Oder erst, wenn er …

Linda fasste ihn vorsichtig mit zwei Fingern an und hob ihn hoch.

„Du hast ja Haare am Sack“, stellte sie verblüfft fest.

„Ja, wieso nicht?“

„Stimmt, wieso nicht? Ich dachte immer, Jungs haben nur oben Haare, wie die Mädchen.“

„Hast Du da Haare?“, wagte Heinz zu fragen.

„Klar.“

„Darf ich die mal sehen?“

„Nein“, antwortete sie bestimmt.

„Warum nicht? Ich zeige Dir meinen, äh – Pillermann ja auch.“

„Ich will nicht. Ich zeige Dir meine Titties, okay?“

Widerwillig nickte Heinz. Was hätte er auch sonst machen sollen? Betteln? Niemals! Linda zog ihre Bluse aus, einen BH brauchte sie nicht. Zum Vorschein kamen zwei kleine Mandarinchen, kaum der Rede wert. Heinz hatte Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. Da hatte sein Vater ja mehr.

Auf der anderen Seite war Linda nicht der Typ, der unter Minderwertigkeitskomplexen litt.

„Die wachsen noch, hat meine Mama mir versprochen“, plapperte sie los. „Ihre sind auch erst gekommen, als sie mit mir schwanger war.“

„Aha.“

„Die Mädels in deinen Wichsvorlagen haben wohl mehr?“, fragte sie unverblümt.

„Ja.“

„Kann ich die mal sehen?“

Du meine Güte! Was wollte die? Die Dinger sind geheim, da sind Flecken drin!

„Nein, ich weiß nicht, wo sie sind.“

„Stell Dich nicht so an. Ich habe auch welche.“

„Du hast was?“

Unvorstellbare Abgründe taten sich auf. Mädchen hatten Pornoheftchen! Wo sollte das noch hinführen? Wieder eine Männerdomäne weniger. Demnächst würden sie noch Lokführerin werden wollen oder gar Pilotin.

„Warum nicht?“, fragte Linda schnippisch. „Komm schon, ich will sehen, welche Du hast.“

Heinz suchte eine Happy Weekend heraus, aber das war Linda nicht scharf genug.

„Mehr nicht? Das glaube ich Dir nicht.“

„Ja, ja, schon gut“, gab Heinz entnervt auf.

Vielleicht war es ja ganz nützlich, wenn er sein Geheimnis preisgab. Vielleicht würde sie ja doch noch ihr Höschen fallen lassen. Er wühlte unter seiner Matratze und holte seine Color Climax hervor.

„Da.“

„Hihi, das hab‘ ich auch“, zeigte Linda ausgerechnet auf die am heftigsten eingesaute Ausgabe. „Nur mit weniger Flecken darauf.“

„Aha.“

„Komm, wir gucken es uns gemeinsam an“, schlug sie vor. „Du darfst auch meine Titties anfassen.“

Heinz hatte eigentlich keine Lust gehabt, mit ihr zusammen die festgeklebten Seiten zu entfleddern, aber so ein Angebot konnte er schließlich auch nicht ausschlagen. Sie setzten sich nebeneinander und er legte ihr einen Arm soweit um die Schultern, dass er eine Brust fassen konnte. Sie fühlte sich sehr fest an, viel fester, als er sich vorgestellt hatte.

„Und?“, fragte Linda, deren Nippel sich durch die ungewohnte Berührung aufrichteten.

„Was und?“, wurde Heinz aus seinen Betrachtungen gerissen.

„Wie fühlt sie sich an?“

„Das wollte ich Dich auch gerade fragen.“

„Gut. Aber Du kannst ruhig etwas fester zugreifen und am Nippel spielen. Das mag ich.“

„So?“

„Ja. Aber nicht zu feste. Du sollst mir nicht wehtun, okay, nur ganz sanft reiben.“

Heinz übte sich im Brust kraulen, während Linda die Seiten umblätterte und ab und zu auch mal ein paar zusammen geklebte Blätter einfach überschlug. Unvermittelt griff sie wieder in seinen Schritt.

„Der ist ja ganz hart geworden“, stellte sie fest.

„Warum wohl?“

„Ja“, kicherte Linda, „und warm. Darf ich mal etwas ausprobieren?“

„Klar.“

Wenn sie dabei weiter seine Stange hielt, konnte sie probieren soviel sie wollte.

„Tut das weh?“, fragte sie, als sie ihn in die ganze Hand nahm und feste zudrückte.

„Nein.“

„Und das?“

Jetzt zog sie ihm die Vorhaut über die Eichel und betrachte neugierig das Bändchen.

„Nicht, solange Du nichts abreißt.“

„Oh.“

Sie schob die Vorhaut wieder hoch und begann ihn sanft zu wichsen.

„Das sieht lustig aus“, bemerkte sie.

„Findest Du?“

Alles hatte er erwartet, aber bestimmt nicht, dass es lustig war, ihm einen ruterzuholen.

„Ja. Mütze drauf, Mütze runter. Du wirst nass da oben.“

„Mein Liebessaft“, erklärte er wichtigtuerisch.

„Ist das Sperma?“

„Nein, noch nicht. Damit wird er feucht.“

„So wie bei mir? Ich werde auch immer feucht, wenn ich mich da unten streichle.“

„Ja, so ähnlich. Aber wenn Du so weitermachst, komme ich gleich.“

„Dann komm. Ich will das sehen.“

„Kannst Du etwas näher kommen?“

„Warum?“

„Ich will mir nicht die Klamotten einsauen.“

„Du willst auf meine Titties spritzen, ja?“

„Ja. – Wenn Du mich lässt.“

„Das ist geil. Das machen wir.“

Ganz Feuer und Flamme rückte Linda näher und intensivierte ihre Handarbeit.

„Dauert es noch lange?“

„Nein – gleich – mach weiter – jeeetzt!“

Schuss um Schuss klatschte Linda auf Bauch, Busen und Hals.

„Geil“, kommentierte sie. „So kommt ihr Jungs also.“

„Ja“, stöhnte Heinz ein letztes Mal.

„Ist das nicht lästig?“, fragte sie plötzlich, sich nach einem Handtuch umsehend.

„Was?“

„Na, ihr müsst Euch danach immer saubermachen. Ich kann mich umdrehen und einschlafen.“

„Es ist die Sache wert“, grinste Heinz.

Von nun an übernahm Linda die ehrenvolle Aufgabe, für seine Entspannung zu sorgen. Sie verbesserte in den nächsten Wochen und Monaten zwar ihre Handarbeit, aber wenn Heinz geglaubt hatte, auch mal bei ihr ins Höschen zu dürfen, dann wurde er bitter enttäuscht. Ihr Heiligtum blieb ihr Geheimnis. Auch seine zarten Versuche, beim Durchblättern der Pornoheftchen ihr Augenmerk auf die Vorzüge eines Blow Jobs zu richten, liefen ins Leere. Ihre Standardantwort war:

„Sei froh, dass ich es Dir überhaupt besorge.“

Sein erster Blow Job wurde ihm dann erst auf einer Party zuteil, als er schon 30 % seiner Kapazitäten erschöpft hatte. Inzwischen führte Heinz ziemlich genau Buch über sein Leistungsvermögen. Es war erschreckend, wie schnell die Bestände zu Beginn seiner Beziehung zu Linda abgenommen hatten, doch in letzter Zeit war die Kurve wieder flacher geworden und er hatte Hoffnung, doch zumindest bis zu seinem 50-sten genügend Fruchtsaft in der Talsperre zu bevorraten.

Auf besagter Party blieben am Ende nur vier Leute übrig: die Gastgeber, Linda und er. Man kam überein, vor dem Nachhausegehen noch einen Joint zu rauchen, doch der hatte ungeahnte Folgen. Das der konsumierte Afghane schon mal für unkontrollierbare Lachanfälle sorgte – bekannt. Auch der Drang nach erhöhtem Süßigkeitenkonsum war den vieren durchaus bewusst und entsprechend lagen Schokolade und Gummibärchen bereit. Doch diesmal kam etwas anderes hinzu, zumindest bei drei der Anwesenden: Geilheit.

Der zweite Joint drehte gerade seine Runde, als Perry (der Spitzname des Gastgebers aufgrund seiner Affinität zu einer Science-Fiction-Serie) unter lautem Gekicher begann seiner Gucky (der Spitzname der Gastgeberin aufgrund ihrer Affinität zum Gastgeber – eigentlich hieß sie Gudrun) an die Wäsche zu gehen. Nicht lange und Gucky saß unter andauernden Lachanfällen oben herum im Freien. Der Anblick ihrer durchaus sehenswerten Oberweite bescherte Heinz wiederum einen Lachkrampf. Die gedankliche Kombination von Äpfeln mit punktueller Schokoladenglasur war auch einfach zu albern.

Vollends den Bach herunter ging die Pietät, als Gucky sich das Laserschwert ihres Gemahls vornahm und auf Festigkeit prüfte. Die Qualitätskontrolle endete damit, dass Gucky sich die Jeans auszog, sie mit großartiger Geste durch den Raum warf und dabei die Rotweinflasche vom Tisch fegte. Ohne sich weiter um das Malheur zu kümmern, kniete sie sich auf die Couch und hielt Perry ihren Hintern hin.

Perry murmelte was von Mondladung, schob unter lautem Grölen Gucky den roten Slip zur Seite und seine Möhre in ihr feuchtes Paradies. Das ihre Gäste zuschauten interessierte die beiden nicht im geringsten. Im Gegenteil, Guckys Kopf war verdächtig nahe an Heinz‘ Schritt und Linda – die als Nichtraucherin noch halbwegs klar war – befürchtete nicht zu Unrecht das Schlimmste.

Sie sollte Recht behalten. Ohne ihr Kichern zu unterbrechen fummelte Gucky an Heinz‘ Hose herum, zerrte seinen Glücksbringer ins Freie und begann ihm den langersehnten Blow Job zu verpassen. Doch im Gegensatz zu Lindas Erfahrungen bezüglich Heinz‘ Potenz zog sich die Vögelei endlos lange hin. Keiner der Drei machte innerhalb der nächsten halben Stunde Anstalten, zum Abschuss zu kommen. Linda, deren versteckte Handarbeit bei ihr schon zweimal zum Erfolg geführt hatte, fürchtete schon um die Gesundheit der Gastgeberin bezüglich einer ausgeprägten Maulsperre und wunden Muschi, als bei Perry endlich der Damm brach.

Mit einem letzten Lachanfall pumpte er sein Sperma in Guckys Möse, kippte zur Seite und schlief ein. Für Gucky war dies das Zeichen alle weiteren Bemühungen um Heinz‘ Gesundheit einzustellen. Mit dämlichem Grinsen ließ sie von ihm ab und gesellte sich schnarchend zu ihrem Mann.

Klug folgerte Linda daraus, dass die Party zu Ende war. Sie überließ Heinz der Obhut seiner Freunde, rief sich ein Taxi und ward fortan nicht mehr gesehen.

So machte Heinz die ungewöhnliche Erfahrung, dass selbst ein Blow Job mit einer neuen Partnerin zu Ebbe am Glied führen kann. In den nächsten Monaten brauchte er sich um das vorzeitige Erreichen der magischen Grenze jedenfalls keine Sorgen mehr zu machen.

Inzwischen war Heinz zu alt, um noch als Jungfrau durchzugehen, doch rein technisch betrachtet, hatte sein Glied noch keine Vagina von innen gesehen. Wenn er ganz ehrlich war, musste er zugeben, dass er sogar noch nie eine in Natura von außen erspäht hatte. Und das, obwohl nur noch 7.000 Schuss übrig waren.

In seinem Bestreben, diesem unwürdigen Zustand ein Ende zu machen, beschloss Heinz in den Puff zu gehen. Doch just auf dem Weg dorthin spielte ihm das Schicksal einen Streich. In der Bahn latschte er einer jungen Frau auf die Füße, die sich prompt den kleinen Zeh brach. Heinz brachte sie zum Arzt, begleitete sie ins Krankenhaus und brachte ihr täglich Blumen. Zuerst als Wiedergutmachung, dann weil ihm Hürrem immer besser gefiel.

Es hätte des türkischen Namens nicht bedurft, Heinz war auch so klar, dass sie Migrationshintergrund hatte. Sie war eine Muslimin der dritten Generation, schwarzhaarig, glutäugig, dunkelhäutig. Nicht groß, nicht schlank, aber auch nicht fett, so Körbchengröße B. Also erneut nicht das, was Heinz für sein Beuteschema hielt, aber Hürrem war offen und lustig. Es machte Spaß, sich mit ihr zu unterhalten.

Schon im Krankenhaus lernte er einen Teil ihrer Familie kennen: Den patriarchalisch auftretenden Opa, die aufgeweckte Mutter, den Bruder und die drei Schwestern. Auch mit ihnen kam Heinz gut klar und so hielt er immer noch Kontakt zu Hürrem, als sie schon längst aus dem Krankenhaus entlassen war. Sie unternahmen viel, Kino, Sport, Disco, Spaziergänge usw. und sahen sich fast täglich, doch eines wagte Heinz nicht anzusprechen: Sex.

Gut, einen flüchtigen Kuss hatte er sich getraut. Auch hatte er ihren Zungenkuss erwidert, doch mehr? Andererseits wartete Hürrem darauf, das endlich mehr geschah, doch als Frau konnte sie ja schlecht die Initiative ergreifen. So belauerten sich zwei Kulturkreise, wo Reden besser gewesen wäre, denn Hürrem hatte für Heinz die eine oder andere Überraschung bereit.

Die erste war ihre Reaktion, als er ihr vom geplanten Urlaub erzählte.

„Warum nimmst Du mich nicht mit?“, fragte sie.

Heinz war total geplättet.

„Wie mitnehmen? Das geht doch nicht!“

„Wieso?“

„Deine Familie. Du bist Muslima.“

„Na und?“

Hürrem hatte zwar schon so etwas vermutet, aber endlich verstand sie seine Zurückhaltung. Er wollte ihre Ehre nicht beschmutzen. Süß.

„Würden die Dich denn mit mir so einfach fahren lassen?“

„Du meinst, ohne Dich zu verprügeln? Oder mit dem Messer hinter Dir her zu rennen?“

„So hab‘ ich das nicht gesagt.“

„Aber gemeint“, erwiderte sie ernst. „Nein, keine Sorge. Ich bin auch keine Jungfrau mehr und meine Eltern wissen das.“

Diese zweite Überraschung musste Heinz erst einmal verdauen. Da war er aus der modernen Welt, zwei Jahre älter als sie und immer noch unberührt. Und dann sie, aus einer Steinzeitkultur und hatte schon … oh verdammt, scheiß Vorurteile!

„Was ist?“, fragte Hürrem, als Heinz laut loslachte.

Zwanzig Minuten später lagen beide im Bett. Heinz konnte sein Glück kaum fassen und entblätterte sie ganz vorsichtig, Stück für Stück, als sei sie zerbrechlich. Diese Art gefiel Hürrem sehr, endlich ein erfahrener Mann, der ihr nicht gleich sein Ding reinschieben wollte, wie die letzten beiden. Sie kam gar nicht erst auf die Idee, dass Heinz noch unberührt sein könnte.

Er dagegen betrachtete seinen Schatz. Den langen schlanken Hals, die filigrane Goldkette, deren Anhänger genau im Tal ihres Busens endete. Der schwarze Spitzen-BH, der feste kleine Birnchen bedeckt hatte und jetzt ein unbeachtetes Dasein auf dem Fußboden fristete. Ein Kuss auf ihre sehr dunklen Brustwarzen, deren Nippel sich unverzüglich aufrichteten.
Er fühlte ihre Hände zwischen sich, als sie ihren Gürtel öffnete. Knopf und Reißverschluss überließ sie ihm, der ihr dann die Jeans von den Füßen streifte. An den Rändern ihres ebenfalls schwarzen Slips schauten ein paar vorwitzige Härchen hervor. Sie beobachtete ihn, wollte wissen, ob sie ihm gefiel. Als sie seine Gier erkannte, sein Starren zwischen ihre Beine, als ob es kein Morgen gäbe, da lächelte sie. Voller Vorfreude auf den anstehenden Koitus hob sie ihren Hintern, noch bevor er den Bund ihres Höschens ergriffen hatte, ihr endlich den Slip abstreifte und sie schließlich völlig nackt vor ihm lag.

Hürrem schaute ihm zu, wie er sich endlich auszog, griff nach seinem hoch aufgerichteten Schweif, der, von der Baumwolle befreit, wie ein Dolch in ihre Richtung zeigte und ließ ihn nur kurz los, als er sich die Sachen über die Beine streifen musste. Sie legte sich auf die Seite und zog ihn zu ihrem Mund. Warme feuchte Lippen umschlossen sein Glied, schoben seine Vorhaut zurück, während ihre Zunge begann, um seine Eichel zu kreisen.

Heinz schaute ihr in die Augen, die seinen Blick suchten, glaubte zu träumen, weil dies hier um Längen besser war, als das, was Gucky ihm als Blow Job verkauft hatte. Bei Gucky hatte es sich angefühlt, als wäre er mit einem nassen Lappen gewichst worden, doch das hier, das hier war …

„Pass auf, ich komme“, rief er.

… viel besser, führte er seinen Gedanken zu Ende, als er stöhnend seinen Saft auf ihren Busen spritzte, wohin sie ihn gelenkt hatte. Glasklar erkannte er, wo der Unterschied zwischen beiden Blow Jobs lag; bei Gucky war es reine Technik und Routine, ohne Gefühl gewesen, hier war es umgekehrt. Hürrem war es in erster Linie um seine Befriedigung gegangen, sie wollte es ihm so schön wie möglich machen, ihm einen Orgasmus verpassen, an den er sein Leben lang denken würde.

Ein fast unangenehmer Gedanke schlich sich ein: Liebte sie ihn?

„Hast Du mal ein Taschentuch?“, wurde er unterbrochen.

„Klar“, lichtete sich sein Hirn wieder.

Er holte ein ganzes Päckchen, gab ihr eins und wischte sich ebenfalls ab.

„Ich brauche noch eins“, lachte sie. „Du hast mich ganz schön bekleckert.“

„Das war genial“, antwortete er ungefragt.

„Danke“, erwiderte sie schlicht.

Natürlich freute sie sich, dass es ihm so gut gefallen hatte. Doch Diskussionen darüber lagen ihr nicht; entweder man kam miteinander klar oder halt nicht. Sie war gespannt, was er mit ihr veranstalten würde. Normalerweise würde sie jetzt geküsst werden, dann die Brüste begrapscht, danach die Möse befingert oder gar geleckt. Sie hatte noch keinen großen Erfahrungsschatz, aber in der Regel warteten die Kerle nicht, bis sie gekommen war, sondern steckten ihr den Lustmolch rein, sobald sie dazu wieder in der Lage waren. Und das ging meistens viel zu schnell.

Doch diesmal war es an Heinz sie zu überraschen. Seit Jahren hatte er sich ausgemalt, wie er sein erstes Mädel vernaschen würde, was er so alles mit ihr anstellen könnte. Die Hälfte davon hatte er jetzt schlicht vergessen, so aufgeregt wie er war. Doch das er keinen Rein-Raus-Fick wollte, das war ihm noch geläufig.

Er nahm ihren Fuß und lutschte am dicken Zeh, sah ihren erstaunten Blick. Doch sie entzog sich ihm nicht, auch nicht als er begann ihr die Fesseln hoch zu lecken, an den Fersen, dem Schienbein. Er legte ihr Bein vorsichtig wieder auf das Bett, kniete sich über sie, küsste ihr Knie, ihre Oberschenkel, leckte den Beinansatz und küsste schließlich ihren Bären.

Seine Beine lagen immer noch so, dass sie ihre Schenkel nicht spreizen konnte, aber es schien ihm nichts auszumachen. Er kraulte ihren Bären, wie man eine Katze streicheln würde, zart und ausgiebig. Sie fühlte, wie sie feucht wurde, wie die Glut langsam zur lodernden Flamme emporstieg. Ein kurzer Druck auf ihren Kitzler und sie kam zum ersten Mal leise stöhnend. Nichts Überwältigendes, aber ein Orgasmus, ohne richtig berührt worden zu sein. So hatte Hürrem das auch noch nicht erlebt.

Jetzt hob er ein Bein und Hürrem verstand das Signal, legte ihr Bein nach außen, sodass er endlich zwischen ihren Schenkeln lag. Heinz küsste ihren Kitzler, öffnete mit zwei Fingern ihre Blüte, schleckte ihren Nektar.

„Jaaa“, flüsterte sie.

Für ihn dagegen war alles neu und ungewohnt, ganz anders, als er es sich immer vorgestellt hatte. In seiner Fantasie war die Frau groß, blond und hellhäutig, Hürrem war nur mittelgroß, schwarzhaarig und mit einer dunklen Bronzehaut gesegnet. Die Mädels auf Hochglanz hatten dicke Brüste, die dank Silikon unnatürlich standen, die Brüste seiner türkischen Freundin waren kleiner, weicher, irgendwie geiler. Auf dem Papier waren die Mösen rasiert, mit dünnen rosa Schamlippen und, wenn überhaupt, mit klarem Nektar. Hürrem hatte einen dichten schwarzen Busch, dunkle, volle Schamlippen, die wie Schmetterlingsflügel zur Seite standen. Ihr Nektar war weiß und zäh und schmeckte nicht süß, sondern herb.

Heinz war überrascht, wie anders, wie Vielfältig eine Frau da unten sein konnte. Auch fühlten seine Finger in Hürrem nicht die vermutete Glätte, ihre Scheide war rau, feucht und roch nach Frau. Letzteres hatte ihn fast überrumpelt – Pornoheftchen rochen nicht. Er hätte seine Betrachtungen am liebsten stundenlang weitergeführt, doch schon seine minimalistischen Liebkosungen hatten gereicht bei Hürrem sehr starke Gefühle zu erzeugen.

„Jaaa“, flüsterte sie erneut und riss damit Heinz aus seiner Träumerei.

Er entdeckte ihr Pipiloch, leckte darüber, nordwärts über den Schwellkörper, saugte an ihrem Kitzler. Hürrem kam. Heftiger als je zuvor, aber nicht so, wie es oft beschrieben wurde. Kein wildes Geschrei, kein Bocken, kein unkontrolliertes Zucken. Ganz anders, irgendwie diszipliniert.

„Mmmmh“, fing sie an zu summen, dann ein leises „Uuuooooh“, ihre Beine spannten sich, der Bauch ebenso, die Hände krallten sich ins Bettzeug. Ihr Geschmack änderte sich, wurde milchiger, flüssiger, noch geiler. Ihr Becken presste sich seinem Mund entgegen und begierig leckte er jeden Tropfen auf, den sie absonderte.

Heinz leckte sie weiter, bis sie ihm Einhalt gebot. Er legte sich auf sie, küsste sie und schwer atmend erwiderte sie seine Küsse. Doch als er seinen Harten endlich einführen wollte, vertröstete sie ihn unvermutet.

„Später“, flüsterte sie. „Lass uns erst ein wenig schmusen, ja? Ich brauche eine kleine Pause, ja?“

So dösten sie Arm in Arm, eng aneinandergeschmiegt, rochen den Körper des anderen, betatschten sich, streichelten sich, regten sich wieder an und irgendwann ergriff Hürrem die Initiative, setzte sich wortlos auf ihn, führte sich gekonnt sein Glied ein, vögelte ihn reitend mit einem Gesichtsausdruck reinster Glückseligkeit.

Zuerst langsam, fast bewegungslos, unter unzähligen Küssen, dann schneller und wieder langsamer. Sie variierte das Tempo und schließlich stieg sie aus dem Sattel, kniete sich hin und Heinz nahm sie von hinten, bestimmte jetzt selbst den Rhythmus, dachte plötzlich nur noch an sich, spritzte in sie ab, versuchte weiter zu machen, musste aber einsehen, dass er dazu doch zu weich geworden war.

„Entschuldige“, raunte er zerknirscht.

„Das ist nicht schlimm“, tröstete sie ihn. „Ich bin zweimal gekommen. Wir haben noch soviel Zeit.“

‚Wenn die wüsste‘, fiel Heinz ausgerechnet jetzt wieder seine Limitierung ein.

Doch Hürrem sollte Recht behalten. Sie hatten viel Zeit, viel mehr als er sich vorgestellt hatte, als er sie im Krankenhaus mit gebrochenem Zeh besucht hatte.

Sie heirateten, bekamen drei Söhne und eines Tages war es an ihm, ihnen klarzumachen, dass sie ihre Potenz nicht unter der Hand verschleudern durften.

Und jetzt? Jetzt saß er hier, an seinem Schreibtisch und betrachte betrübt den mit Zahlenkolonnen vollgeschriebenen Zettel vor sich.

Sein Alter stand da, dann der Zeitpunkt als er zum Mann geworden war, dahinter mind. 2*/Tag ~ 1.500.

Dann hatte er die Ansprache seines Vaters bekommen, was zur zweiten Zahl führte: ca. 700 in mehr als zwei Jahren.

Die Zeit mit Linda folgte: 400.

Die Zeit nach Linda, als er wieder Solo war: erneut 400.

Dann die dreißig Jahre mit Hürrem, zuerst täglich (1.000), dann dreimal die Woche (1.500), schließlich nur noch zweimal (1.000) und jetzt neuerdings samstags nach dem Baden und vor der Sportschau. Man wurde halt älter. Deutsch-türkischer Durchschnitt.

In Summe also nur 6.500, vielleicht auch 7.000, um sicher zu gehen.

Maximal 7.000? Mit Anfang Fünfzig? Was hatte ihm sein Alter da erzählt? Da blieben noch 3.000 Schuss, bei einmal wöchentlich waren das ab jetzt noch 60 Jahre! So alt wird kein Schwein!

„Hürrem!“, brüllte er.

„Was gibt es, Bärchen?“

„Zieh den Slip aus, ab ins Bett. Wir haben uns verrechnet!“

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