Gelegenheit macht Geschwisterliebe

Alle Personen sind über 18 Jahre alt.

„Jetzt einmal nur die Kinder“, schickte der Vater der heimgekehrten Student:innen Lenny, 21, und Marie, 19, sie zu einer Girlande mit dem Schriftzug „2021“ an der Wohnzimmerwand, um ein Foto zu machen.

Etwas ungelenk legte der große Bruder den rechten Arm um seine kleine Schwester, die sich direkt an ihn schmiegte und ihn ermunterte:

„Du kannst mir ruhig näherkommen! Abstand halten hat jetzt mal Ferien!“

Damit sorgte sie auf dem Bild für ein herzliches Lachen. Das Ergebnis betrachteten sie zusammen mit der Mutter anschließend auf dem Smartphone, das vor einer Woche ein Familienweihnachtsgeschenk an den Fotografen gewesen war.

„Ihr seid sooo hübsch“, stellte diese fest.

„Ja, manchmal bin ich mir auch unsicher, ob du mich nicht zweimal mit einem attraktiven Schweden betrogen hast“, scherzte ihr Mann und kassierte dafür einen leichten Knuff auf die Schulter.

Seine Anspielung bezog sich auf die makellos glatten, jungen Gesichter beider Kinder, die dunkelblauen Augen und insbesondere die blonden Haare. Bei Marie fielen sie lang auf die offenen Schultern ihres zierlichen Teenagerkörpers in einem schwarzen Glitzerkleid und in Lennys Wuschelfrisur rahmten sie knapp die Ohren ein. Der junge Mann beeindruckte an der Seite seiner kleinen Schwester mit den breiten Schultern seines trainierten Oberkörpers in einem grünen Weihnachtspulli. Ihre Verwandtschaft war den Geschwistern in aller Schönheit anzusehen.

„Was denn? Von uns haben sie das nicht!“, verteidigte der Vater seine Aussage.

„Das sind die Gene von Oma Martha“, brachte seine Frau ihre Mutter ins Spiel, „auf alten Fotos aus ihrer Jugend sieht sie aus wie Marie.“

„Auf dem Foto in der Küche sieht sie aus wie Katja Ebstein“, sang Lenny vor sich hin.

„Oma rufen wir am besten gleich mal an. Um Mitternacht ist sie ja nicht mehr wach und wir können ihr erzählen, dass wir ihr das Foto ausdrucken und zuschicken“, schlug Marie vor und holte das Telefon.

Die Geschwister waren sowohl über die Weihnachtsfeiertage als auch für den Jahreswechsel 2020/21 aus Mainz und Freiburg zu ihren Eltern nach Köln zurückgekehrt. Nur diese Kernfamilie blieb für die Zeit untereinander und strebte Momente fernab jeglicher Sorgen wegen des Coronavirus an. In der ersten Minute des neuen Jahres trauten sie sich nach Tagen der Isolation von anderen Menschen endlich wieder, sich richtig fest zu umarmen, was ihnen erst so richtig bewusst machte, wie sehr es ihnen gefehlt hatte.

Da die große Feier mit Feuerwerk auf der Straße ausfiel, neigte sich die Silvesternacht danach ungewöhnlich schnell dem Ende zu und Bruder und Schwester putzten sich bereits um kurz nach ein Uhr gemeinsam im Badezimmer die Zähne.

„Das hat richtig gut getan, mal wieder jemanden zu berühren“, stellte Marie fest, „ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal gekuschelt habe.“

„Ich kuschel gerne mit dir“, antwortete Lenny aus einem Reflex heraus, der vermutlich mit dem Sekt zusammenhing, den er intus hatte. Allerdings begriff er noch währenddessen, wie unangemessen der Spruch ankommen konnte: „Entschuldige. Das sollte nicht weird rüberkommen. Mir hat es auch gefallen, dich mal wieder zu umarmen. Also, euch alle.“

„Dafür musst du dich nicht entschuldigen. Freut mich, wenn du gerne mit mir kuschelst. Ich fand das immer schön, als wir das noch gemacht haben damals als Kinder. Eigentlich gar keine schlechte Idee, das mal zu wiederholen…“, überlegte sie.

„Ach ja?“, hakte er nach.

„Ist doch wie mit dem Umarmen“, argumentierte sie, „nach den letzten Tagen sind wir da relativ sicher und wir sind beide Single, also…“

„Moment mal“, bremste er sie aus, „wir reden schon noch vom Kuscheln? Sowas wie sich im Arm halten, kraulen und streicheln, oder?“

„Ja?!“, bestätigte sie und verstand seine Irritation nicht, „wieso?“

„Weil dafür keine Rolle spielt, ob ich vergeben bin“, erläuterte er.

„Na, hoffentlich würde deine Freundin das auch so locker sehen“, erwiderte sie, „aber das Problem haben wir ja zum Glück nicht. Was sagst du, Geschwisterkuschelnacht?“

„Du hast das größere Bett“, grinste er.

Zunächst machte er jedoch einen Zwischenstopp in seinem eigenen ehemaligen Zimmer. Normalerweise trug er nachts lediglich Boxershorts, aktuell rot karierte, was ihm mit seiner Schwester zusammen jedoch merkwürdig vorgekommen wäre, also bediente er sich an seiner Tageskleidung und zog ein hellgraues T-Shirt dazu an. Marie erwartete ihn in einem weiten, dunkelblauen Oberteil, das bis über ihre nackten, dezent kurvigen Schenkel fiel und so einigen Raum für Fantasie ließ. Mit einem entspannten Lächeln schlug sie die Bettdecke zurück und machte eine einladende Geste:

„Herzlich Willkommen, Bruderherz. Schön, dass du da bist.“

Verunsichert ging er auf sie zu.

„Ist schon okay, Lenny, ich bin’s. Trau dich“, ermutigte sie ihn und er legte sich auf der Matratze auf den Rücken. Voller Selbstverständlichkeit stieg sie zu ihm, deckte sich mit ihm zu und schmiegte sich an seine rechte Seite, was ihn ein wenig lähmte.

„Lass mich doch mal an dich ran“, beschwerte sie sich über seine Berührungsängste und holte seinen rechten Arm um ihre Schultern, „ich bin doch nicht die erste Frau, bei der du im Bett liegst.“

Während er es sich in der von ihr anvisierten Stellung bequem machte, versuchte er, sich zu erklären:

„Die anderen waren aber nicht mit mir verwandt.“

„Umso weniger Probleme solltest du haben. Früher war ich andauernd bei dir im Bett…“

„Da waren wir aber noch nicht erwachsen!“

„Was hat sich denn verändert? Ich vermisse das“, wurde sie für ihn ungewohnt emotional und streichelte durch das T-Shirt hindurch seinen Bauch.

Tatsächlich verstanden sie sich zwar gut und waren in vielerlei Hinsicht die besten Freunde, auf der anderen Seite beschränkte ihr Körperkontakt sich allerdings seit einiger Zeit auf gelegentliche Umarmungen und das aktuelle Gespräch war schon jetzt das intimste, das sie jemals geführt hatten.

„In unserem Alter ist das halt nicht mehr so einfach“, suchte er nach Gründen und merkte selbst, wie er damit weiter um den heißen Brei herumredete.

„Findest du es nicht schön?“, entgegnete sie, worauf er spontan mit „Doch, sehr schön“ reagierte.

„Siehst du. Alles andere ist egal.“

Sie gab ihm ein Küsschen auf die Wange und schloss an seiner Schulter die Augen. Ihre unaufgeregte Einstellung imponierte ihm und er konzentrierte sich für einen Moment darauf, ihren ruhigen Atem zu spüren. So intensive Gefühle hatte er das ganze vergangene Jahr nicht erlebt, sodass ihn unmittelbar eine in seiner Wahrnehmung unangebrachte Konsequenz erwischte: Er bekam eine Erektion. Nicht bewegen, dachte er, sie darf das auf keinen Fall merken.

„Ich weiß, was dein Problem ist“, murmelte sie und erschreckte ihn damit doppelt, zum einen, weil sie plötzlich wieder sprach, zum anderen, weil er sich ertappt fühlte. Und es wurde noch schlimmer: „Du hast Angst davor, bei mir einen Steifen zu bekommen.“

Ihm entfuhr ein unechtes Lachen, für das er sich sofort schämte. Noch bevor er mit Worten fortfahren konnte, richtete sie sich ein bisschen auf, sah ihn aus ihren hübschen dunkelblauen Augen an, tätschelte ihm sanft die Brust und redete weiter:

„Das muss dir nicht peinlich sein. Ich weiß, dass es nichts zu bedeuten hat und ganz natürlich ist, eher ein Kompliment sogar. Okay?“

„Okay“, seufzte er. Die Ansprache hatte sein Glied noch härter gemacht. Sein Herz raste, als sie sich wieder von der Seite an ihn kuschelte und dabei „Gut“ erwiderte. Diese Aufregung entging ihr nicht und sie zog den richtigen Schluss:

„Du hast die Latte schon längst, oder?“

„Ja“, keuchte er.

„Alles gut“, raunte sie ihm zu und nahm seine Hand, „beruhig dich. Ist wirklich nicht schlimm. Ich hab dich lieb.“

„Fuck!“, stöhnte er, „du machst mich nur mit jedem Satz geiler!“

Das hatte er nicht laut sagen wollen.

„Achso, mein großer Bruder ist ein kleiner Perversling!“, lachte sie und traf ihn damit empfindlich:

„Nein, Marie, sorry, ich…“

„Pssst“, unterbrach sie ihn und führte ihren rechten Zeigefinger auf seine Lippen, „das war ein Witz. Kein Problem, wirklich. Solange du nicht über mich herfällst…“

„Niemals. Danke.“

„Nicht dafür.“

Sie legte ihr rechtes Bein um ihn, wodurch die Beule in seinen Boxershorts die Innenseite ihres Schenkels streifte.

„Oh ja“, erkannte sie den Ständer, „da ist bei dir offensichtlich alles betriebsbereit.“

„Was soll das denn heißen?!“, traute er sich ein wenig aus der Defensive.

„In deinem Alter weiß man ja nie“, kicherte sie.

„Ich geb dir gleich ‚in meinem Alter‘!“, wehrte er sich kampflustig, „hast du eigentlich letztes Jahr deinen Grundschulabschluss geschafft?“

Aus den frechen Sprüchen resultierte ein heftiger Lachanfall, infolgedessen sie tief Luft holen mussten.

„Lenny?“, nannte sie ihn wenig später etwas ernster beim Namen.

„Ja?“

„Hast du mich auch lieb?“

„Klar.“

„Würdest du es einmal sagen? Im ganzen Satz?“

„Sieh mich an, Schwester“, forderte er sie auf und versicherte ihr mit gutmütigen Blick: „Ich hab dich sehr lieb, Marie.“

Zufrieden drückte sie ihren Kopf an seinen massiven Oberkörper, er strich ihr zärtlich durch die weichen Haare und senkte seine Lippen hauchzart darauf herab. Der innige Augenblick hielt an, bis sie ihn durch eine unverblümte Frage mutwillig zerstörte:

„Wichst du eigentlich viel in Mainz?“

In dieser Nacht gelang es ihr immer wieder, ihn aufs Neue zu irritieren: „Bitte was?!“

„Na, wie oft holst du dir so einen runter? So ohne Freundin und in diesem einsamen Jahr?“

„Was geht dich das an?“, entgegnete er vehement.

„Hast ja recht“, zeigte sie sich einsichtig, „wahrscheinlich bin ich einfach total untervögelt. Aber wir müssen nicht darüber reden.“ Nach einer kurzen Pause ergänzte sie: „Wobei ich schon bereit wäre, dir alles über mein Sexleben zu erzählen, was du wissen willst. Wenn du mitmachst.“

So weckte sie seine Neugier: „Hattest du dieses Jahr denn ein Sexleben?“

„Da hab ich bisher nur mit meinem Bruder gekuschelt“, frotzelte sie, „aber wenn wir vom letzten Jahr sprechen, gibt es ja auch Finger, Stifte, Haarbürsten… Deswegen hab ich dich ja nach dem Wichsen gefragt.“

„Und wie oft machst du es dir so?“

„Ich hab zuerst gefragt.“

Das Gespräch entwickelte einen spannenden Sog, dem er sich nicht mehr entziehen konnte und so berichtete er ehrlich:

„Eigentlich wichs ich jede freie Minute. Allerdings spritze ich nur so ungefähr alle zwei Tage ab.“

„Wie bei mir“, informierte sie ihn, „ich kann auch nie die Finger von mir lassen, wenn ich die Gelegenheit habe. Im Gegensatz zu dir komme ich aber jeden Abend vor dem Einschlafen.“

Heute auch?, fragte er diesmal nicht laut.

„Hattest du in Freiburg schon mit jemandem Sex?“, wollte er wissen.

„Zwei One-Night-Stands und eine etwas längere Affäre im ersten Semester“, erzählte sie offen, „also vor über einem Jahr.“

Sie seufzte leicht ernüchtert, bis sie ihn mit der Gegenfrage konfrontierte: „Wie viele Mainzerinnen hast du so flachgelegt?“

„Gar keine“, gab er zu, „letztes beziehungsweise vorletztes Jahr war ich ja noch mit Nicky zusammen und dann war nix mehr mit Kennenlernen.“

„Eure Trennung war also ein dummer Fehler“, holte seine Schwester ein ihm altbekanntes Urteil aus der Schublade.

„Ich weiß, wie sehr du sie in dein Herz geschlossen hast. Trotzdem hat das mit ihr und mir nicht mehr funktioniert. Wir konnten ja nicht nur dir zuliebe zusammenbleiben.“

„Stimmt. Immerhin seid ihr heute beide glücklicher. Daran muss ich mich nur nach wie vor gewöhnen.“

„Sie hätte sicher nichts gegen das hier mit uns gehabt“, lachte er.

„Gab es noch andere, mit denen du geschlafen hast?“, kehrte Marie zu den schlüpfrigen Themen zurück.

„Kerstin“, erinnerte er sich an seine erste Freundin.

„Was, echt? Ihr habt immer so unschuldig ausgesehen!“

„Wir haben uns gegenseitig entjungfert. Danach hab ich sie viel zu sehr unter Druck gesetzt, daran sind wir gescheitert.“

„Du?!“, wunderte sie sich, „so kenne ich dich ja gar nicht!“

„Manchmal bin ich wohl auch nur ein Mann mit einem steifen Schwanz“, vermutete er, „ich gelobe Besserung.“

„Das will ich hoffen, wo du gerade mit steifem Schwanz in meinem Bett liegst“, ging sie darauf ein und rieb ihren Schenkel leicht an seinem Schritt.

„So haben wir uns noch nie unterhalten“, fiel ihm auf, „es macht echt Spaß.“

„Ja, mir auch“, schloss sie sich an.

„Wie viele hattest du schon? Die drei in Freiburg und…?“

„Sonst nur Lukas“, brachte sie ihren ersten Freund ins Spiel.

„Oh Mann, war ich froh, als du den Idioten los warst!“, betonte er nicht zum ersten Mal.

„Sagen alle. Inklusive mir. Sein einziger Vorteil war, dass er echt gut im Bett war.“

„Die Erfahrung machen immer mindestens zwei Frauen gleichzeitig, ohne voneinander zu wissen“, ätzte Lenny weiter.

„Vergessen wir ihn“, beschloss Marie, „ich finde es langsam ein bisschen unbequem. Wollen wir mal löffeln?“

„Wie du möchtest“, erklärte er sich einverstanden. Bedenken, mit seinem Ständer dabei direkt ihren Po zu berühren, verwarf er schnell. Er nahm sich an der Entspanntheit seiner Schwester ein Beispiel und umfasste aus eigenem Antrieb mit dem linken Arm ihren Bauch.

„Mmm, das ist schön“, fand sie, nachdem sie in die Position gefunden hatten, und schmiegte sich fest an ihn. In ihrem Nacken stieg ihm der liebliche Duft ihrer Haare in die Nase und er ließ sich zu einem Kompliment hinreißen:

„Du bist so herrlich weich.“

„Kann man von dir nicht gerade behaupten“, amüsierte sie sich und presste ihren Po noch stärker gegen seinen Steifen. Gefühlt minutenlang wussten beide nicht, was sie sagen sollten. Auf einmal richtete sie sich ein wenig auf, drehte sich zu ihm und fragte vollster Überzeugung:

„Warum haben wir nicht einfach Sex?“

Ein lautes „Was?!“ zeigte, wie hochgradig ihn das irritierte.

Sie wandte ihm wieder den ganzen schlanken Körper zu, stützte ihren Kopf auf dem linken Arm ab und führte die Idee weiter aus:

„Wir beide hatten seit über einem Jahr mit niemand anderem Sex und bis das so ohne Weiteres wieder möglich ist, dauert es noch ein bisschen. Du bist geil, ich bin geil, heute Nacht ist unsere Chance!“

„Du bist auch geil?“, war seine erste verwunderte Reaktion.

„Glaubst du, unser Geschmuse lässt meine ausgehungerte Muschi kalt? Die tropft pausenlos, fühl doch mal…“

Kaum hatte sie das ausgesprochen, führte sie seine linke Hand mit ihrer rechten zwischen ihre Beine, wo ihm bewusst wurde, dass sie keine Unterwäsche trug, bevor er seine angefeuchteten Finger zurückzog.

„Stopp! Kuscheln, ja, meinetwegen, wir sind aber immer noch Geschwister, das geht zu weit!“

Ihr stieg die Schamesröte ins Gesicht.

„Natürlich. Es… tut mir leid“, stammelte sie, „ich weiß auch nicht…“

„Pssst“, beschwichtigte er sie und kraulte sie hinter dem rechten Ohr, „mach dir keinen Kopf. Das ist nie passiert, ja?“

„Danke“, lächelte sie erleichtert und bald breitete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht aus: „Kannst du bitte aufhören, mir meinen Muschisaft hinters Ohr zu schmieren?“

Ertappt nahm er seine Hand zurück. „Sorry.“

Zurück in der Position des kleinen Löffels hielt sie in den unteren Körperregionen etwas mehr Abstand. Lenny vermisste die vorherige Situation, traute sich allerdings nicht, an sie heranzurücken. Stattdessen folgte er impulsiv einem Gedanken: „Marie?“

„Hm?“

„So aus Interesse: Wie hast du dir das vorgestellt?“

„Was?“

„Sex mit mir. Also, nicht den Sex an sich, sondern so beziehungsmäßig. Was wäre danach mit uns?“

„Was soll denn sein? Wir bleiben Geschwister, lässt sich ja nicht ändern.“

„Wäre es dir anders lieber?“

„Manchmal ehrlich gesagt ja. Versteh das nicht falsch. Ich bin wirklich froh, dich als Bruder zu haben. Trotzdem male ich mir hin und wieder aus, wie es wäre, dich als Freund kennenzulernen. Weil du so irre sexy bist mit deinen Wuschelhaaren und deinem sportlichen Body…“

„Danke für die Blumen. Ich find deine kleine Nase total süß… und deinen Po“, gab er zurück und bekam Angst, besonders mit dem zweiten Teil zu viel zu wagen.

„Freut mich“, blieb sie ganz locker, „darf ich dir erklären, wie ich auf den Sex gekommen bin?“

„In einem Gespräch, das wir nie geführt haben werden?“, erteilte er ihr indirekt die Erlaubnis.

„Es ging mir um die Gelegenheit heute Nacht. Wir sind hier zusammen, haben so eine Art Quarantäne hinter uns und konnten und können beide lange nicht. Wenn wir beide uns das nächste Mal sehen, haben wir schon wieder zu viele andere Leute getroffen, das heißt, wir könnten es gar nicht wieder tun und bleiben Geschwister. Bis auf ein neues, intensives gemeinsames Erlebnis, das uns vielleicht noch enger zusammenbringt. In jeder Hinsicht einmalig. Wir könnten uns wirklich darauf einigen, dass das nie passiert ist und wir es für die Zukunft vergessen, in der es wieder möglich ist, Partner zu finden. Wir machen es dieses einzige Mal zum neuen Jahr, um endlich mal wieder Sex zu haben.“

Dem Vortrag war ihre weiterhin existente Hoffnung anzumerken und er musste zugeben, darin einige gute Argumente zu erkennen. Außerdem war er – wie hatte er das vorhin formuliert – „manchmal auch nur ein Mann mit einem steifen Schwanz“ – und der übernahm das Ruder, als er Folgendes aussprach:

„Okay. Lass es uns tun!“

Ruckartig setzte Marie sich auf. „Echt jetzt?!“

„Ja, du hast mich überzeugt. Wenn wir uns offenbar voneinander angezogen fühlen… Diese Nacht, es ändert sich nichts, kein schlechtes Gewissen morgen und alles bleibt, wie es ist.“

„Einverstanden!“, freute sie sich.

Eine merkwürdige Stille entstand.

„Ähm, wie fangen wir das an?“, thematisierte sie ihre Unsicherheit.

„Eben wolltest du doch, dass ich dich anfasse“, lächelte er und führte seine Hand wieder an ihre Vulva. Sie lehnte sich zurück und schloss die Augen. Behutsam streichelte er sie und berührte mit den Lippen ihren Hals. Sein Zeigefinger glitt in ihre feuchte Scheidenöffnung und sie zuckte zusammen.

„Alles gut?“, erkundigte er sich einfühlsam.

„Ja. Mich hat nur so lange niemand anders mehr gefingert“, wurde ihr klar.

„Wenn ich was anders machen soll, sag es mir“, bot er ihr an und bewegte sich vorsichtig in ihrem warmen Loch.

„Noch lieber werde ich geleckt“, teilte sie ihm mit. Daraufhin rutschte er an ihrer Seite herunter, platzierte den Kopf zwischen ihren Schenkeln und näherte sich der triefenden Spalte mit seinem Mund. Ihre Hände führten seine Arme unter ihr Shirt, bis ihre straffen, runden Brüste weich unter seinen Fingern lagen. Aus dem nassen Schlitz vor seinem Gesicht leckte er den aufregenden Saft seiner kleinen Schwester und versank mit der Zunge immer tiefer in ihr. Das Becken der jungen Frau erhob sich und drängte in seine Richtung, wobei sie erregt schwer atmete.

„Jaaa!“, stöhnte sie, „und jetzt wieder den Finger dazu!“

Dafür zog er den rechten Arm von den Brüsten weg und stimulierte sie auf beiden Wegen. Wenig später fand auch sein Mittelfinger in der Spalte Platz und er massierte die linke Brust etwas fester.

„Ooooh… schneller!“, verlangte sie und er erhöhte das Tempo.

„Ah- ah- ah- aaaaaaaah!“, seufzte sie auf, weil sie mit bebenden Gliedern zum Orgasmus kam. Von unten rückte er wieder zu ihr hoch und sie lobte ihn außer Atem:

„Das hast du wirklich gut gemacht.“

Die Aussage unterstrich sie mit einem Kuss auf die Stirn, entledigte sich ihres Kleidungsstückes und forderte ihn per Schulterklopfer auf: „Los, zieh dich auch aus!“

Zusammen mit ihrem Shirt landeten seines und die Boxershorts neben dem Bett auf dem Boden und Marie begab sich mit dem Kopf unter die Decke.

„So ein Prachtstück“, kommentierte sie ihren ersten ausgiebigen Blick auf seinen angeschwollenen Penis, nahm den Schaft in die Hand und die Spitze in den warmen, weichen Mund. Ihre feuchte Zunge kreiste einige Male um die pralle Eichel und sie erzeugte mit ihren Lippen einen angenehmen Sog, doch die besten Empfindungen bescherte sie ihm erst, als sie den Ständer etwa bis zur Hälfte in ihrer Mundhöhle aufnahm und mit Hingabe daran lutschte. Voller Genuss machte er sich mit geschlossenen Augen Wort für Wort bewusst, was gerade passierte: Meine. Schwester. bläst. mir. einen.

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