Die junge Nachbarin 1

‚So here we are!‘ denke ich bei mir. ‚Wurde aber auch Zeit, alter Junge. Schluss mir dem Nomadenleben, mit dem Warten auf Flugzeuge, das rufen von Taxis, der Arroganz mancher Counter-Damen in den Hotels.‘
Ich bin angekommen. Noch die Außenanlagen und ein paar Kleinigkeiten im Haus und der Schuppen wäre hergerichtet. Na gut… Schuppen ist wohl nicht die richtige Bezeichnung für solch ein Anwesen. Wie nannte es der Makler? „Herrschaftliches Haus mit parkähnlichem Garten“.
2,36 Mio Euro sind auch für mich Euros, die ich nicht in der Portokasse habe. Aber ich habe das Ehepaar, das sich wohl nach Sylt absetzen wollte immerhin von 2,5 Mio. herunter gehandelt. Ich muss immer handeln. Das ist meine zweite Natur.
Der Verkauf meiner EDV-Firma an die Amerikaner hatte sich gelohnt. Wenn ich ehrlich bin, hat der kauf der Immobilie kaum Spuren in meiner Vermögensaufstellung hinterlassen.
Leid tut es mir nur, dass meine Assistentin, eine super intelligente und super hübsche junge Frau nicht mehr mein altes Männerherz erfreut. Morgens im Büro ihre Hügel zu sehen und einen Blick ins Dekolleté zu werfen, wenn sie mir einen Kaffee brachte, war für mich wie ein Jungbrunnen. Ansonsten bin ich kein Kostverächter, aber bei ihr hatte ich mich immer zurück gehalten.
Vom Zimmermädchen bis zur Chefin einer Metallverarbeitungsfirma hatte ich durchaus meine schönen Stunden in diversen Beten. Die richtige, die für das Leben, Mutter meiner Kinder, Begleiterin in „guten und schlechten Tagen“ war nicht dabei.
Ich stehe auf, schaue in den Spiegel vom Schrank in der Ankleide und sehe einen massigen Kerl. Ich beeindrucke schon, wenn ich in den Raum komme. Ein japanischer Geschäftsfreund sagte mal zu mir, hochschauend so was wie doitscharise. Ich frage die Dolmetscherin, was das heißt. Sie wurde rot und meinte „Deutscher Riese“. Ich nahm die Spannung und lachte. Ich sehe mich auch so. Auf mein Äußeres habe ich nie viel Wert gelegt.Jeans, Shirt und Boots mussten reichen.
Ich ziehe meine Clogs an, werfe mir meinen dunkelblauen Hausmantel über und stapfe nach draußen. Mein Interesse gilt dem Nachbarhaus. Das soll Leuten gehören, die ein Unternehmen haben. Ich habe da schon mal ein Dandy wegfahren sehen. Wahrscheinlich ein verwöhnter Kerl, der Papis Geld unter die Leute bringt, dachte ich mir. Schemenhaft war da auch mal eine junge zierliche Frau zu sehen. Ich konnte aber nichts genaueres erkennen.
In Gedanken gehe ich zur angrenzenden Seite um mal ein bisschen zu spitzeln. Da sehe ich etwas hell blitzen: Die junge Frau kommt schlendernd auf die Grundstücksgrenze zu. Ich stelle mich hinter den mannshohen Rhododendron und bin so, trotz meiner Masse fast unsichtbar.
Wow… die Frau ist eine glatte 10 denke ich bei mir. Wallende, schulterlange Haare, ein sorgfältig aber dezent geschminktes Gesicht, und, mir leibt der Atem weg, eine Oberweite, die selbst mir altem Kerl die Hormone ins Blut treibt. Sie scheint zu denken, dass sie alleine ist. Sie fühlt sich unbeobachtet. Als sie an ihren Rosen zupft, öffnet sich etwas ihr Morgenmantel und ich sehe ihren Körper. Die brüste werden gehalten von einem sehr schönen BH und passendem Slip. Die Farbe der Dessous kontrastiert wunderbar mit der Haut. Die Beine sind mit halterlosen Strümpfen bekleidet, die 5 Zentimeter nackte Haut zwischen dem Spitzenbesatz und dem Slip offenbaren. Ich merke, wie meine Männlichkeit wächst und sich lange verschollenes Verlangen zurück meldet. Ich ertappe mich dabei, wie ich mir vorstelle, meine Pranken auf ihre Brüste zu legen. Die zu massieren und frei zu legen muss das Paradies sein. Ob ihre Muschi wohl rasiert ist? Wie sie wohl duftet?
Ich trete aus meinem Versteck heraus und lächle. Die junge hübsche Frau ist wie vom Schreck erstarrt. Sie schließt nicht einmal ihren Morgenmantel. 2 Meter von ihr entfernt habe ich für kurze Zeit einen tollen Blick, der die Bilder von eben bestätigt. Nur sieht man jetzt auch noch, dass sich die Brustwarzen durch den BH-Stoff drücken. Die jetzt in den Mund zu nehmen, daran zu knabbern würden den Morgen perfekt machen.
Ich sehe ein Blitzen in ihren Augen. Ist es Lebensgier? Ist sie sich dessen bewusst, was sie wünscht? Meine wirklich großen Geschäfte habe ich immer dadurch gemacht, dass ich oft schon vor den Partnern wusste, was sie wollten und sie dort, bei ihren Wünschen und Bedürfnissen abholte. Schnell eilt die süße Frau davon. Mein Jagdtrieb ist erwacht und ich mache mir Gedanken, wie ich dieses Reh erlegen kann.

    Schreibe einen Kommentar

    Your email address will not be published. Required fields are marked *