(Fiktion 8) Zusatzwerbung

Am nächsten Morgen bekam ich von Tobi eine Nachricht, dass ich vorbeikommen solle, damit er einen Clip drehen könnte für die Werbung. Freundlich dabei stand auch eine Versäumnisgebühr für den Termin von 15€, falls ich keine Zeit häbe oder nicht kommen wolle. Ich musste also kommen.
Kurze Zeit später stand ich fertig gerichtet vor meiner Haustüre und lief zu Tobis Haus.
Als ich anklopfte wurde mir auch prompt geöffnet und ich wurde hineingebeten.
„Zieh dich aus, wir müssen einen Werbeclip drehen.“, befahl er mir, als er die Türe hinter mir geschlossen hatte. Als ich nackt war, leitete er mich in einen Nebenraum.
Der Raum war hell erleuchtet und mit Kameraequipment ausgestattet. „Du wirst während dem Dreh dauerhaft lächeln und alles was du sagst mit einem freundlichen Unterton sprechen. Verstanden?“
„Ja, habe ich.“, antwortete ich ihm.
„Ach übrigens.“, meinte er und kramte in einem neben ihm liegenden Koffer herum. Er zog ein Bündel Geldscheine hervor. „Du scheinst gute Arbeit geleistet zu haben. Markus war zufrieden.“
„Ich bekomme nichts?“, fragte ich ungläubig.
„Nein, alles meins. Ich habe schließlich vermittelt!“, meinte er unbequem. „Und jetzt sprich das auf!“
Er reichte mir einen Zettel und schaltete die Kamera ein.
Nach kurzem Studieren des Textes begann ich meinen Monolog:
„Hallo liebe Besucher meiner Seite. Wie Sie bereits bemerkt haben, präsentiere ich gerne meinen Körper der Öffentlichkeit. Wenige von Euch sind auch in den Genuss gekommen, meine Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und dafür bin ich sehr dankbar! Leider war die Rückmeldungsrate mir nicht hoch genug und mein Verlangen nach euren Schwänzen nicht ausreichend gestillt; daher kündige ich ein Rabattwochenende an! Alle Diesntleistungen sind um 50% reduziert! Kommt und holt euch mein enges Arschloch!“
„Bravo!“, jubelte Tobi. „Das wird genügen. Freu dich auf mehr Kunden.“
Er zwinkerte mir zu und ich legte den Text beiseite. „Was machst du mit dem Clip?“, fragte ich ihn.
„Na den Leuten zeigen, was sonst?“, meinte er. „Nur so gibt‘s Klicks!“
„Alles klar. War‘s das soweit?“, fragte ich.
„Nicht ganz, Alex. Du musst noch deinen vertraglichen Pflichten nachkommen.“, sagte er bedächtig. „Explizit der Meldepflicht.“
„Meldepflicht für was, bitte?“, fragte ich ungläubig. Er holte eine Kopie des Vertrages zwischen uns hervor und deutete auf Paragraf 9.
„Wir fahren dafür zu dir nach Hause.“, sagte Tobi und öffnete mir die Türe. Mit einer Geste verdeutlichte er mir, dass ich meine Klamotten nicht anziehen durfte und sofort in die Garage gehen sollte und ich tat es. Er folgte mir in seinen Wagen und wir fuhren gemeinsam zu meinem Haus in Ailingen. Nackt gesehen wurde ich dieses Mal nicht.
Als wir in meinem Wohnzimmer standen, blickte Tobi etwas umher, ehe sein Blick auf mir ruhen blieb. „Ich brauche deinen Arbeitsvertrag und alle Lohnabrechnungen davon, bist du sekundär beschäftigt?“, fing er die Vollstreckung des §9 an.
„Nein.“, antwortete ich auf die Frage.
„Sehr gut. Jetzt pronto.“, sagte er und schlug mir unsanft auf den nackten Hintern. Ich setzte mich in Bewegung und nach wenigen Minuten lag alles, was er wollte auf dem Tisch im Wohnzimmer. Er fotografierte alles. „Gut, jetzt brauche ich noch eine Auflistung deiner Vereinsmitgliedschaften.“
Ehe er mir wieder auf den Hintern schlagen konnte, hopste ich weg und beeilte mich mit dem Zusammenstellen der Liste. Nach circa 10 Minuten lag sie fertig auf dem Tisch. Meinen Arbeitsvertrag und die Abrechnungen hatte er unschön vom Tisch auf den Boden gewischt. Auch von der Liste machte er ein Foto. Währenddessen ich mit der Liste beschäftigt war, hatte er in den Taschen meiner Kleidung meinen Geldbeutel extrahiert und notierte sich, welche Karten ich darin hatte.
„Sag mir den Code zu deinem Smartphone.“, befahl er und reichte mir mein Handy. Ich tat wie geheißen und verriet ihm mein Muster. Als es entsperrt war, durchsuchte er meine Galerie und schaute sich die letzten Chats in WhatsApp durch. Außerdem checkte er meine Termine im Kalender und schaute sich mein Bankkonto an.
„Ideal.“, meinte er stumpf. „Ich nehme mir jetzt noch Zweitschlüssel zu deinem Haus und deinem Auto.“
Ich händigte sie ihm aus, weil ich nicht bestraft werden wollte. Er begab sich zur Haustüre, überprüfte den Schlüssel und verabschiedete sich. Ehe er jedoch die Türe vollständig schloss, verharrte er für einen Moment.
„Film dich heute abend beim Duschen, ich will was zum Wichsen haben heute. Die Kosten für die Extrawerbung ziehe ich per Lastschrift ein. Das ist alles.“, sagte er und zog die Türe ins Schloss.
Ich verfuhr mit meinem Abend wie Tobi es geheißen und filmte mich beim Duschen, dann ging ich ins Bett, wissend, was ich getan hatte heute. Nichts gutes.

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