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Späte Erleuchtung – Treue und Glaube

2. Treue und Glaube

Natürlich hatte ich zwischendurch mal die eine oder andere schöne Nacht mit einem Mann; doch nie wurde eine echte Beziehung daraus, sondern diente wirklich nur dem Zweck, etwas Spaß miteinander zu haben. Auch eine Gangbang- Party habe ich besucht – doch das war nicht meine Welt; ganz früh am Sonntagmorgen, als alle noch schliefen, bin ich einfach abgehauen. Treue war mir in meinen Beziehungen aber schon immer sehr wichtig – unabhängig davon, wie die Konstellation auch immer aussehen mag, es kann nur einen Partner geben. So sehr ich mir auch im Laufe meiner Ehejahre so manches Mal wünschte, wenn meine Frau neben mir lag, lieber einen Mann bei mir zu haben, ergab ich mich meinem Schicksal. Wir waren nun mal verheiratet – da passte kein anderer Mann zwischen; weder für sie noch für mich.
Na ja – Ausnahmen bestätigen die Regel…. da war doch mal was bei mir – mit einem anderen Mann. Es war nur eine ganz kurze Episode, in unserem dritten Ehejahr (glaube ich)…. aber dennoch, ich bin ihr und auch mir untreu geworden. Markus war ein neuer Arbeitskollege, und ein richtig netter und sympathischer Mensch. Ich mochte ihn und seine Art – und scheinbar mochte er mich auch. Er war zwei Jahre jünger als ich, aber schon seit 6 Jahren verheiratet, und hatte eine kleine Tochter. An einem schönen, warmen Wochentag trafen wir uns im Biergarten eines Restaurants. Wir hatten beide frei, und hatten uns zum Mittagessen verabredet. Er war verheiratet – wie ich. Und er war Bi – doch das wusste ich nicht. Nach einem wirklich guten Essen und einem oder zwei Gläsern Bier kam ich auf die Idee, ihm unseren Garten zu zeigen, den wir erst vor kurzem gepachtet hatten. Der Garten lag nicht weit entfernt vom Restaurant, es waren nur etwa 10 Minuten Fußweg. Markus war einverstanden – ein kleiner Verdauungsspaziergang würde uns beiden sicher gut tun. Er sah während des ganzen Weges immer wieder zu mir herüber – und wendete den Blick schnell ab, wenn er merkte, dass ich es gemerkt hatte. Ich dachte mir erstmal nichts dabei.
Im Garten angekommen, holte ich für jeden von uns noch eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank im Gemeinschaftshaus, und wir setzten uns an den Tisch. Ganz automatisch zog ich meine Schuhe aus, so wie ich es hier immer tat – ich war es ja gewohnt, barfuss im Garten herumzulaufen. Markus sah es – und folgte meinem Beispiel. Dann saßen wir da und unterhielten uns über Gott und die Welt, über meinen Garten, und schließlich auch über sehr persönliche Dinge. „Puh, ist das wieder warm heute! Darf ich?“ Ohne meine Antwort abzuwarten, zog er sein Hemd aus. „Hast Du noch eins?“ Markus deutete auf seine leere Flasche. „Klar – Moment, ich hole es eben“ antwortete ich und stand auf. Auf dem Weg vom Gemeinschaftshaus zurück sah ich mir Markus etwas genauer an. Er war etwa einen halben Kopf kleiner als ich, und trug – außer dem Hemd und den Turnschuhen die er inzwischen ja ausgezogen hatte – nur noch eine kurze Hose. Sein Oberkörper war glatt und sehr hell, mit einem minimalen Ansatz eines Bäuchleins. Seine Augen und sein Mund hatten irgendwie etwas „Pfiffiges“ an sich. Das Kopfhaar lichtete sich bereits ein Wenig, und auch an den Beinen sah man nur eine ganz leichte Behaarung. Alles in Allem war er – in meinen Augen – attraktiv; er hatte bestimmt einen großen Freundeskreis….
Als ich ihm die Bierflasche geben wollte, hielt er meine Hand fest. „Darf ich Dich mal etwas – na ja – recht intimes fragen?“ „Nur zu, ich muss ja nicht antworten“ feixte ich. „Hast du schon mal mit ´nem Mann…?“ Huch?? Wie kommt er denn jetzt da drauf? Aber ich nickte. Markus atmete hörbar auf, als ob er gerade eine hohe Hürde übersprungen hätte. Was kommt denn nun? Will der etwa was von mir? Wir sind doch beide verheiratet, und er hat sogar ein Kind! In mir begann es ganz komisch zu kribbeln – ich hatte das Gefühl, etwas furchtbar Verbotenes zu tun, wenn es denn wirklich so sein sollte – und doch übte dieser Mann einen gewissen Reiz auf mich aus. Wenn ja, soll ich? Oder lieber doch nicht? Noch bevor ich mir diese Frage beantworten konnte, hatte das Spiel schon begonnen.
Markus sprach nun nicht mehr. Er stand auf, stellte sich hinter meinen Stuhl und fuhr mit beiden Händen von oben in mein Hemd. Dann begann er ganz vorsichtig, mein Hemd aufzuknöpfen. Nach dem ersten Knopf hielt er kurz inne – er wollte wohl meine Reaktion abwarten. Warum auch immer, ich ließ es geschehen. Immer weiter musste er sich über meine Schulter beugen, um an die unteren Knöpfe heranzukommen. Nachdem er alle Knöpfe geöffnet hatte, streifte ich das Hemd ab, und gab mich seinen Händen und Lippen hin, die bereits auf dem Weg waren, meinen Oberkörper zu erforschen. In ständiger Berührung mit mir lief er um den Stuhl herum. Dann stand er wieder vor mir. Er beugte sich vor – sanft und zärtlich spielten erst seine Finger, dann die Lippen mit meinen Brustwarzen. Etwas verwirrt war ich nun doch – das hatte ich wirklich nicht von ihm erwartet! Aber es war irgendwie schön.
Auf unserer Seite des Gartengeländes waren wir allein; die anderen Pächter waren wohl noch arbeiten oder so. Meine Hand umfasste sein Knie und wanderte dann langsam den Oberschenkel hinauf unter sein Hosenbein. Immer weiter krabbelte die Hand nach oben – und fühlte nur nackte Haut unter der Hose. Markus trug – wie ich – keine Unterwäsche. Deutlich konnte ich seine Glocken und seinen Schwengel ertasten, der bereits recht fest geworden war. Nur kurz ließ Markus von mir ab, und öffnete mit einem Lächeln seine Hose, so dass sie an seinen Beinen herabrutschte; nun lag – beziehungsweise stand – seine ganze Pracht vor mir. Er machte es sich an meiner Hose zu schaffen – der Reißverschluss klemmte. Mit einer Engelsgeduld versuchte er es immer wieder, bis es ihm endlich gelang. Auch bei mir hatte sich natürlich schon längst etwas getan und ich war fast froh, dass Markus ihn endlich befreit hatte. Ich stand kurz auf, die Hose rutschte herunter bis über die Knöchel. Kurz die Füße angehoben – und ich war nackt wie er.
Ich bedeutete ihm, mir in die Hütte zu folgen. Die Hütte war eigentlich mehr ein Geräteschuppen, mit einer großen, verschließbaren Holzkiste, die auch die einzige Sitz- und Liegegelegenheit bot. Doch das war uns jetzt egal. Wir wollten es beide – auch wenn in meinem Hinterkopf noch immer das Gefühl da war, etwas Verbotenes zu tun. Eben noch ein Liegestuhl- Polster untergelegt, dann lagen wir schon in 69-er Stellung aufeinander und verwöhnten uns gegenseitig mit dem Mund. Kurz bevor es soweit war, standen wir auf – noch ein paar schnelle Handbewegungen, und fast gleichzeitig kam bei uns die Erlösung. Niemand hatte unser kurzes, aber intensives Spiel mitbekommen – gut so, sonst wäre das bestimmt ganz schnell rund hier in der Gartenanlage, und dann würde auch meine Frau davon erfahren. Nachdem wir uns mit Hilfe eines Küchenhandtuches und mit Wasser aus der Gießkanne so gut es ging gereinigt hatten, gingen wir, nun erleichtert, wieder hinaus und setzten uns an den Gartentisch. Keine zärtliche Berührung, keine Umarmung, kein Kuss – nichts. Wir saßen nur da, tranken wortlos unser Bier aus – bis wir Schritte und Stimmen hörten. Hastig griffen wir zu unseren Hosen und streiften sie über – gerade noch rechtzeitig. Schließlich begleitete ich Markus bis zum Gartentor, er gab mir die Hand, und ging. Danach traf ich mich zwar noch ein paar Mal privat mit ihm, ließ es aber nicht noch einmal soweit kommen. Zwei Monate später kündigte er, weil ihm in einer anderen Firma eine leitende Position angeboten worden war. Ich denke, für ihn und auch für mich war es besser so – wer weiß, was sonst vielleicht noch aus uns hätte werden können?
Etwas später ging auch ich – geradewegs zur Kapelle. Ich war irgendwie durcheinander und musste jetzt etwas loswerden, das mir plötzlich schwer auf der Seele lag. Gerade in diesen letzten Jahren vor meinem Outing, den Jahren des ständigen Schwankens zwischen Mann und Frau zog es mich – nach langer Zeit – immer wieder in die Kirche; genauer: in eine kleine katholische Kapelle; denn dort war ich meistens allein. Obwohl ich ja eigentlich evangelisch bin (oder war), und außerdem schon lange mit dem Thema Kirche, Gemeinde und Gottesdienste abgeschlossen habe, glaube ich dennoch fest daran, dass es „Da oben“ eine höhere Macht gibt, die mich erhört und mich leitet. Glaube hat in meinen Augen nichts mit der Institution Kirche, Gottesdiensten und irgendwelchen Ritualen zu tun – darüber war ich schon lange hinweg. Seit dem Gespräch damals mit dem Pfarrer und dem Küster aus unserer Gemeinde und dem anschließenden unfreiwilligen „Beinahe- Outing“ im Club hatte ich die Kirche immer gemieden. Mit der Zeit hatte es ich mir halt angewöhnt, dann in eine Kirche zu gehen, wenn ich allein mit Gott sprechen konnte – ohne irgendwelche anderen Leute, die auch gerade ihre Sorgen loswerden wollten. Ich gehöre nun mal nicht zu der Spezies, die ihren Glauben auslebt, indem sie regelmäßig Sonntags am Gottesdienst teilnimmt, sich in der Gemeinde engagiert, und sich ein Kreuz über die Haustüre hängt.
Mir war etwas Anderes wichtig: genau in solchen Momenten, in denen ich nicht mehr weiter wusste, mal wieder meine Gefühle nicht im Griff hatte oder es mir einfach nur seelisch mies ging, hatte ich das unwiderstehliche Bedürfnis, in diese kleine Kapelle zu gehen. Die absolute Stille und die Atmosphäre dort hatte etwas ungemein Beruhigendes; sie gab mir Kraft und die Gelegenheit, meine Gedanken neu zu ordnen und einfach auszusprechen, was mir auf dem Herzen lag; obwohl mir klar war, dass mir niemand antworten würde. Mehrmals erwischte ich mich dabei, dass sich meine Gedanken plötzlich zu Worten formten und ich laut vor mich hin sprach, ohne dass ich es im Moment selbst steuern konnte. So auch diesmal; ich betrat die Kapelle, setzte mich auf eine der kleinen Bänke – und hörte mich auf einmal selbst reden. Meine Gefühle fuhren Achterbahn – einerseits hatte ich gerade ein schönes Erlebnis mit Markus; andererseits war da im Hinterkopf meine Frau, die es nie erfahren durfte…. Bestimmt eine gute viertel Stunde saß ich da; doch als ich wieder hinaus auf die Straße trat, ging es mir irgendwie besser. Auch wenn ich sicherlich nie direkt eine Antwort auf meine Fragen oder eine Lösung für meine Probleme erhalten habe, fühlte ich mich meistens beim Verlassen der Kapelle viel leichter. Aber man fand mich dort ebenso in Momenten des absoluten Glücksgefühls; zum Beispiel, als ich nach langer Suche meinen Traummann kennen gelernt habe. Diese Augenblicke waren zwar eher selten, doch auch dann ging ich dorthin, um Gott zu danken. Dieses Kapellchen hatte es mir angetan – ich weiß bis heute noch nicht so recht, warum.

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