Angel

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Es war kurz nach Mittag und intensive Sonnenstrahlen heizten den Laden auf, in dem Angel nun schon seit neun Uhr arbeitete. Sie war hier bei „Annis Dessous“ das Mädchen für alles. Heute war es das Auspacken und Einsortieren der Neuware, was bei der in dem kleinen Geschäft herrschenden Hitze nach dem Dafürhalten der Achtzehnjährigen Sklavenarbeit war.
Eigentlich war die Arbeit hier ihr Wunschjob gewesen; neben dem eher unangenehmen Zwang, sich bei einem Ferienjob genug für den Rest des Sommers zu verdienen vor allem aber deshalb, weil sie bereits länger eine starke Affinität zu den gehandelten Waren entdeckt hatte. Sie liebte es, sich selbst in die meist sündhaft teuren, erotisierenden Verpackungen zu kleiden.
Nachdem sie im prallen Sonnenschein die mittleren Fächer direkt am Schaufenster bestückt hatte, verschnaufte sie kurz, wischte sich mit dem bereits klammen Tuch ein weiteres Mal den Schweiß ab und versank dabei in die Betrachtung ihres Spiegelbildes im Schaufenster des Ladens.
Angel war eine junge Frau, die sich stets mit einem gewissen Missmut anschaute, obwohl sie jeder als sehr hübsch beschrieb. Ihr glattes, dunkelblondes Haar war zu einem typischen Emo-Stufenschnitt zerfranst und am Hinterkopf nachlässig hochgesteckt. Ihr Gesicht fand sie zu klein für ihren Kopf, die tiefliegenden, haselnussbraunen Augen waren wie üblich geschminkt, ihre Nase ein himmelwärts ragendes Desaster und ein längliches Grübchen verunzierte ihr Kinn, das weniger ausgeprägt als ihr lieb war. Ein weiteres Ärgernis waren ihre Brüste. Sie empfand sie als viel zu groß und unangenehm, da die Natur Angel neben der eindrucksvoll prallen Oberweite noch mit recht sensitiven und präsenten Brustwarzen bedacht hatte. Nicht zuletzt missfielen ihr ihre Proportionen. Sie sah sich als eine auf dem Kopf stehende Acht, ein schmächtiger Oberkörper mit völlig überdimensionalen Brüsten mit einem fraulichen Becken auf zu dünnen Beinen.
Als sie mit diesen Gedanken ihr Spiegelbild zwischen den spärlich bekleideten Torsos betrachtete, kam ihr eine Vision. Eine blöde, dusselige, zugegebenermaßen: sie sah sich selber im Spiegelbild des Schaufensters in einem der gewagteren Teile posierend, die sie derzeit nach Modell und Größe in die Regale einsortierte.
‚WIE bitte!?!‘, erhob sich sogleich entrüstet die Stimme der Vernunft in ihr, ‚Was soll denn das? Und was, wenn dich jemand dabei sähe?‘
Dann würde sie nicht nur auf der Stelle fliegen, sondern Anna-Marie würde es gleich auch brühwarm ihrer Mutter berichten, was DIE Katastrophe schlechthin wäre.
‚Aber wer sollte denn um diese Zeit hier schon vorbeikommen?‘, meldete sich jedoch ein anderer, rebellischer Teil ihres Ichs, den die Idee aus irgendeinem Grund anscheinend zu gefallen schien. ‚Schließlich‘, so lautete die Argumentation, ‚ist der Laden noch fast anderthalb Stunden geschlossen. Anni ist für die Mittagspause heimgefahren, und in die fünf Minuten vom Markt gelegene Gasse verirrten sich um diese Tageszeit und bei der Hitze sowieso nie Leute. Und gegenüber ist nur hohe, fensterlose, triste Stadtmauer.‘
Die bloße Vorstellung einer solch unerhörten Handlung ließ sie schaudern, Schweiß trat aus ihren Poren, ihr Atem ging schneller, rote Flecken bildeten sich auf ihrer Haut und ein Summen baute sich hinter ihren Schläfen auf. Unbegreiflicherweise versteiften sich gleichzeitig ihre Brustwarzen und ein ziehendes Gefühl breitete sich in ihrem Unterleib aus, jedoch nicht so wie immer während der Periode, es fühlte sich eher an wie… In ihren privatesten Momenten?!?
Angel war fassungslos. Dass die Imagination, nur in Unterwäsche bekleidet in einem Schaufenster zu posieren wie ein Puppendummy, neben dem Schock ob der Schrägheit der Idee unpassender weise derartige körperliche Reaktionen hervorrief, machte diese auf magische Weise ebenso verlockend wie undenkbar. Sie bohrte sich wie ein mit Widerhaken versehener Stachel tiefer und tiefer in ihren blonden Kopf und schien dabei jegliches vernünftige Denken schrittweise zu lähmen. Der Gedanke, sich dort in dunkler Seide, weißer Spitze oder durchscheinendem Tüll im Schaufenster gespiegelt zu sehen, war aufwühlend, ihr Denken verhedderte sich regelrecht darin und ihr Magen schien sich zur gleichen Zeit weit entfernt von ihr auf kabbeliger See zu befinden.
Die heftigsten Emotionen verursachte dabei ausgerechnet die Horrorvorstellung, dass nämlich genau in dem Moment tatsächlich jemand vor das Schaufenster treten und sie von draußen erblicken könnte, ihren Körper ungeniert musternd und wie ein Stück Fleisch anstarrend, das es zu erwerben galt. Wie dieser Beobachter jedes der so freizügig präsentierten Details ihres Körpers inspizieren würde, mit hungrigen Augen über ihre Brüste herfallend, beide tarierend bis die Warzen sich obszön deutlich unter dem Stoff abzeichnen würden. Wie sich schließlich ein lüstern-wissendes Lächeln über das Gesicht ihres Betrachters ziehen würde, wenn seine Blicke dann langsam an ihrem bebenden Körper herabwandern würden und letztlich das Gewebe über ihrem magischen Dreieck durchleuchten würden, jede Einzelheit akribisch erkundend. Ihr Verstand protestierte lautstark bei dieser Vorstellung. Umso irritierender war, dass ihr Körper umso heftiger reagierte. Ihr Atem ging schneller, das Herz schien ihr im Hals zu klopfen, die Flecken an Wangen, Stirn und Hals wurden noch größer und wechselten zu purpur und in ihrem Magen schienen Ameisenkolonien wilde Techno-Orgien zu feiern. Sie genoss das wiederholte, immer detailreichere Durchleben ihrer Fantasie und schämte sich zugleich zutiefst. Ihre Brustwarzen begannen zu ziehen, sich aufzustellen und voll sehnsüchtiger Lust nach Berührung in das weiche Futter ihrer Körbchen zu pressen, als der imaginäre Beobachter ihrer Fantasie seine Blicke auf ihren Brüsten verweilen ließ. Jeder Atemzug erzeugte dabei weitere Gefühle, die von den beiden Quellen ausgehend durch ihren Köper wanderten. Angel kannte diesen Zustand und wusste, dass bald ihr bereits zuckender Schoß überquellen und ihr Nektar den dünnen Stoff ihres Höschens tränken würde.
Das Aufkommen einer Panik verdrängte vorübergehend alles andere. Angel riss sich aus ihrem Tagtraum und stolperte abrupt in die nächstgelegene Umkleidekabine auf der anderen Seite des Geschäfts. Hier schloss sie mit hastiger Bewegung den Vorhang und streifte mit fliegenden Händen die dünnen, halblangen Leggins ihre Schenkel bis zu den Waden herab und ließ sich auf der Sitzbank nieder. Sie schnaufte ungehalten und fluchte nach einem Blick auf den zwischen ihren Beinen gespannten, lindgrünen Stoff, wo bereits ein dunkler Fleck entlang des Zwickels davon zeugte, wie sehr diese schrägen Ideen ihren Körper aufgerührt hatten, ungeniert vor sich hin.
Sie war bestürzt, weil ihr auffiel, wie schnell sie feucht geworden war. Und das auch noch von einer so bescheuerten Idee! Bestimmt lag das an der im Laden herrschenden Hitze. Sie schaute in den ihr gegenüber angebrachten Spiegel und griff sich mit einem Seufzer an die errötete, verschwitzte Stirn, ließ dann die Hand sinken und bemerkte resigniert, das der Stoff ihrer Panties mindestens so feucht war. Sie raffte in einer fahrigen Bewegung den Saum ihres knappen, kremfarbigen Tops, zog es mit routinierter Bewegung aus und ließ es neben sich fallen. Dann atmete sie tief ein und aus, presste unwillkürlich die Schenkel und mit den Oberarmen ihre Brüste zusammen, was neue Schauer über ihren Körper schickte, die sie mit einen Seufzer quittierte. Mit zwei Handgriffen hob sie, einer plötzlichen Eingebung folgend, ihre Brüste aus der Enge des Büstenhalters, ließ die Bügel über die Schultern gleiten und betrachtete missbilligend, wie die Beiden sich wie zwei junge, neugierige Hundeschnauzen zwischen ihre Arme drängten, die runden, normalerweise fast hautfarbenen Warzenhöfe erhaben und sich deutlich abzeichnend, die Nippel im Zentrum starr aufragend. Sie wusste, dass jede Berührung dort sie jetzt nur noch wuschiger machen würde. Das Schlimme daran war, dass mittlerweile alles in ihr danach schrie.
Sie hatte solch spontane Lustanfälle, wenn auch nicht in dieser Vehemenz, bereits einige Male erlebt (verstärkt, seit sie hier arbeitete) und wusste, dass einige wenige Berührungen genügen würden, sie unweigerlich so triebhaft werden zu lassen, dass an Arbeit nicht mehr zu denken wäre. Doch hier Hand an sich zu legen brächte sie niemals fertig, das ging ja so was von gar nicht … einfach abartig, gleich ihren vorherigen Gedanken. Überhaupt, wie konnte sie jetzt und hier ausgerechnet DARAUF kommen?
Sich selbst zu streicheln war schön, zweifellos; in letzter Zeit genoss sie das Vergnügen täglich. Dies allerdings in der Sicherheit und Abgeschiedenheit ihres heimischen Zimmers.
Trotz ihrer prinzipiellen Abneigung musste sie bei der anrüchigen Vorstellung, sich hier in dieser Umkleide inmitten der ausgestellten und drapierten Berge von Dessous genau dort anzufassen, wo mittlerweile loderndes Verlangen es forderte, unwillkürlich die Augen schließen und nach Luft schnappen. Gleichzeitig spürte sie das Zucken ihres Unterleibs und wie weitere, heiße Feuchte ihr Innerstes verließ und die Luft der Kabine zunehmend intensiver parfümierte.
Ausgerechnet das Anrüchige der Idee aber schien sie umso verlockender zu machen, all ihre Argumente und Vorbehalte schienen davon schneller aufgelöst zu werden als Zucker in heißem Kaffee.
‚Was kann schon passieren?‘, schoss ein provozierender Gedanke ihr durch den Sinn, ‚Keiner weit und breit würde es hören oder sehen, niemand es jemals erfahren. Was also ist so schlimm daran? Wenn es juckt, muss man halt kratzen.‘
Gleichzeitig schockiert davon, dass ihr Wille sich so leicht brechen ließ und diese Erkenntnis süffisant auskostend, presste sich ihr Handballen automatisch auf den erschrocken aufgerissenen Mund. Angels Blick fiel wieder auf ihr Spiegelbild, glitt über zerzaustes, verschwitztes Haar, das ihr fleckig gerötetes Gesicht umrahmte. Streifte ihre weit aufgerissenen, glänzenden grau-braunen Augen, denen ihr täglicher Versuch galt, mit verschiedenfarbigem Lidschatten und unorthodoxen Mengen Mascara und Cajal die Aufmerksamkeit des männlichen Teils der Menschheit mehr auf ihr liebevoll inszeniertes Gesicht zu fixieren. Dies hauptsächlich deswegen, weil es sie extrem nervte, wenn sie sich mal mit einem der netteren Jungen unterhielt und dessen Blick bald unweigerlich wie verhext an ihren Brüsten festzukleben schien. Sie hatte sogar schon versucht, diese wirklich lästige Angewohnheit aller Kerle (sie hatte immer den Eindruck, vielen von denen würden nicht einmal bemerken, wenn während des Gesprächs plötzlich ihr Kopf explodieren würde) durch das Tragen eines T-Shirts mit der Aufschrift „Ich habe auch Augen, du Arsch!“ abzustellen, aber nachdem sie es erstmals im Unterricht trug, hatte es ein quälend langes, oberpeinliches Gespräch mit dem Direx gegeben, der sich anscheinend davon persönlich beleidigt fühlte – und während der ganzen Unterhaltung unverhohlen dahin stierte, wovon die provokanten Worte eigentlich ablenken sollten, als wolle er sich permanent zu vergewissern, ob dieses T-Shirt, der Stein des Anstoßes, sich nicht vielleicht doch durch ein inbrünstig herbeigesehntes Wunder plötzlich in Luft auflösen würde, um den Blick auf die zwei fleischgewordenen Garanten eines megafeuchten Traumes freizugeben.
Ihre Blicke wanderten weiter, verweilten kurz bei ihrer Stupsnase, die den noch immer von ihrer Hand bedeckten Puppenmund krönte. Wie ertappt sank ihr Arm herab. Sie stützte sich nun mit beiden Händen auf der Bank ab, formte dabei ein Hohlkreuz, drehte den Kopf leicht zur Seite und schob ihr Kinn ein wenig vor. Dabei betrachtete sie wohlwollend ihren bei dieser Haltung besonders lang und schmal wirkenden Hals und ihr Blick glitt langsam und trotz ihres Unwillens wegen der unverhältnismäßigen Fülle mit einem gewissen Stolz über das straffe Gewebe ihrer Brüste, die von mittlerweile schmerzhaft versteiften Nippeln gekrönt wurden. Wie aus einem Traum erwachend realisierte sie im Nachhinein, dass ihre Linke bereits zärtlich die empfindliche Haut des linken Warzenhofs liebkoste. Mit einem tiefen Ausatmen überließ sie sich dem Genuss dieser Berührungen. Ihre Lider flatterten, als sie mit beiden Händen ihre Brüste umfasste, sie wog und betastete. Sie hob sie an, presste sie gegeneinander und erforschte die empfindlicheren Stellen mit Ballen, Handfläche und Fingern. Sie rieb und drückte, kniff und zwirbelte und jede neue Berührung schien angenehme Stromstöße direkt unter ihre Kopfhaut und in Richtung ihres Allerheiligsten zu senden, das nun ebenfalls nach Erlösung schrie. Jegliche Vorbehalte über Bord werfend, wanderte eine Hand zu ihrem Zentrum, wurde jedoch vom Stoff ihres Höschens zu oft gebremst, so dass sie es schließlich mit hektischen Bewegungen zu Boden streifte. Endlich aus seinem dampfenden Gefängnis befreit, bereitete sich der lockende Duft ihrer empfangsbereiten Weiblichkeit in einer atemberaubenden Wolke in der Kabine aus. Ihre Finger, die genau wussten, was nun Befreiung versprach, waren schon nach der ersten Berührung benetzt mit ihrer Feuchtigkeit. Ausufernder Trieb übertönte jede Vernunft und riss all ihre Schamgrenzen nieder. Und wie unter Zwang kehrten die Visionen von vorhin zurück und rückten mit dumpfen Glockenschlägen hinter ihrer Stirn die Klippe, die Erlösung versprach, um eine jeweils unerreichbare Kleinigkeit höher. Ihr Atem wurde kürzer und lauter und unartikulierte Laute formten ein Konzert der Leidenschaft.
Irgendwann begann ihr Körper dann im Rhythmus ihres Innersten spastisch zu zucken, ohne dass sich jedoch das gewohnte Hochgefühl einstellte. Das raubte ihr den Atem und ließ ihre Lider flattern. Die Physis reagierte ungewohnt heftig, doch die gewohnte Befreiung, die Ruhe nach dem Sturm, derer sie so dringend bedurfte, blieb ihr versagt. Tief frustriert gelang es Angel erst nach einigen Versuchen wieder normal zu atmen. Sie fühlte sich betrogen und nur mit Mühe gelang es ihr, die noch immer durch ihre Sinne tobende Enttäuschung schrittweise zu unterdrücken. Sie fühlte sich wie gerädert, ihre Nippel schmerzten und ihre malträtierte Spalte brannte wie Feuer und sie spürte wie Krämpfe sich lösten, als sie ihre Beine langsam wieder streckte.
Mit Tränen in den Augen gelang es ihr, sich weit genug zusammenzureißen um sich mit dem schweißfeuchten Taschentuch zumindest notdürftig trocken zu legen. Doch bereits die einfache, reflexhafte Reinigung ließ ihren nun hyperempfindlichen Schoß wieder zucken. Instinktiv schloss sie die Augen und sog tief Luft ein, die mittlerweile nicht nur wegen der herrschenden Wärme kaum noch atembar schien. Ihr mittlerweile alles dominierender, fertiler Duft schien die Kabine in eine von Sekunde zu Sekunde unerträglicher werdende Gefängniszelle zu verwandeln.
Das Beste wäre jetzt sicher, sich auf Toilette zu reinigen und mit Leitungswasser ihr Blut soweit zu kühlen, dass sie sich zumindest ein Tampon einführen könnte, um eine erneute Überflutung trocken zu legender Feuchtgebiete zu verhindern. Die Leggins würden bei der Hitze innerhalb einer halben Stunde trocknen, ein Wechselhöschen hatte sie immer in ihrer Tasche. Das Problem war, dass die Toilette auf der anderen Seite des Ladens war und sie nicht nackt dorthin marschieren konnte, nicht in diesem Leben. Dies wäre halb so wild, wenn sie ein Schlabber-Shirt anhätte, das notfalls auch als Kleid dienen konnte. Ob der Hitze trug sie jedoch stattdessen das bauchfreie Top, das eine Handbreit oberhalb des Nabels endete. Nach kurzer Überlegung spannte sie ihr feuchtes Höschen auf einen in der Kabine hängenden Bügel, schlüpfte wieder in ihre Leggins, stopfte sich das klamme Taschentuch zwischen die Schenkel und klemmte es dort fest, indem sie den Bund ihrer Leggins schwungvoll nach oben zog. Zu spüren, wie das zusammengeknüllte Stück Stoff in ihren Schoß gepresst wurde ließ ihre Knie erneut zittern. Sie erschrak als sie merkte, dass ihr Innerstes wieder zuckte. Sie fing sich schnell, verbannte ihre Brüste zurück in ihre Futterale, zog ihr Top über und lief schnell wie der Wind erst zu ihrer Tasche und dann aufs WC.
Sie verriegelte die Tür und streifte vorsichtig die Leggins herunter. Das Taschentuch klemmte noch an seinem Platz zwischen ihren Schenkeln. Diese langsam spreizend nahm sie es behutsam fort und bemerkte voller Widerwillen den dicken Schleimfaden, der einen Bogen zu ihrem dem Gefühl nach aussprudelnden Inneren spann. Mit einem resignierenden Seufzer griff sie nach der Papierrolle und wand sich Lage um Lage um die Hand. Sie wischte über das Taschentuch, bemüht, mit dem klebrigen Faden ja nicht die Brille zu berühren, ließ das Papier zwischen ihren Schenkeln ins Becken fallen, wappnete ihre Hand erneut und tupfte sich vorsichtig trocknen. Die nächste Lage in hastiger Bewegung von hinten nach vorn und gleich noch eine hinterher. Ihr wurde fast schwarz vor Augen, als sie anschließend das Tampon einführte, das zwar das unangenehme Gefühl, stetig auszulaufen nicht völlig zum Erliegen brachte, jedoch zumindest dafür sorgen würde, dass nichts nach außen drang. Sie griff sich eine der Damenbinden und nach kurzem Überlegen eine zweite aus ihrer Tasche, verklebte beide so, dass sie beidseitig saugfähig waren und fixierte sie in gleicher Art mit den Leggins in ihrem Schritt wie zuvor das Taschentuch. Dann ging sie zum Wasserhahn, spülte und wrang ihr Taschentuch aus, wusch sich intensiv die Hände und anschließend den Schweiß von Gesicht, Dekolleté und Armen. Sich allmählich beruhigend ließ sie in dünnem Strahl kaltes Wasser über ihre Handgelenke laufen und überlegte dabei, wieso das alles eigentlich geschehen war und was sie zu einem so seltsamen Exzess getrieben hatte. Sexueller Notstand konnte es nicht sein, denn seit einiger Zeit befriedigte sie sich allabendlich und bis zum heutigen Tag war ihr jedes Mal das beruhigende Gefühl tiefen Friedens vergönnt gewesen, das sich bald in Mattigkeit verwandelte und einen traumlosen Schlaf verhieß. Jetzt aber… Sie seufzte. Was war schief gegangen? Ihr Körper hatte ganz sicher reagiert, wie er sollte, allerdings ohne das abschließende Hochgefühl. Eine kurze Leere, die schnell wieder wachsendem Verlangen wich. Das war neu und beängstigend.
Bei dem Versuch, sich zu beruhigen fanden ihre Gedanken wie von selbst zurück zu ihrer Arbeit. Heute hatte sie eine faszinierende Entdeckung gemacht: „French Knickers“ lautete die Aufschrift auf einem der Stapel, die sie vorhin eingeräumt hatte. Was soll das denn, hatte sie sich gewundert, was bitte sind „Französische Höschen“? Die kleine, schematische Darstellung unten in der Ecke hatte ihr sogleich das frappierende Wissen spendiert, das englischsprachige Französinnen es anscheinend vorzogen, beim Pinkeln (und vermutlich auch anderen … Beschäftigungen in dieser Region) das Höschen anlassen zu können. Manche hatten einen Reißverschluss, manche wurden nur mit Bändern, Haken oder auch Druckknöpfen verschlossen. Eine Verpackung fiel ihr besonders auf: Ein Foto zeigte „en detail“ den Unterleib eins derart bekleideten Modells. Deutlich wurde der Blick durch den raffinierten Schnitt der Öffnung darauf gelenkt, dass kein Haar den dadurch mädchenhaften wirkenden Schoß vor Blicken schützte, und nur zwei schmale, schwarze Stoffbänder ohne weitere Verschlussmöglichkeit nach hinten zwischen die Pobacken führten und sich – weiß der Himmel wo genau – wieder mit der Rückseite der Panties zu vereinigen. Angel versuchte sich vorzustellen, wie es sich anfühlen musste, ein solches Stück zu tragen; das geheime Wissen, den intimsten Teil ihres Körpers auf diese Weise bekleidet und gleichzeitig dergestalt präsentiert zu wissen.
Niemals könnte SIE so etwas tragen, nie, entschied sie. Es hatte etwas so Obszönes, Vulgäres an sich. Wie konnte man nur auf die Idee kommen, SO etwas anzuziehen… Und noch dazu musste man sich ja vorher dort unten komplett rasieren! Wieso? Und wozu? Die Ränder trimmen, okay, das war erforderlich, wenn man heute einen hübschen Badeanzug oder Bikini tragen wollte. Aber komplett?!?
Wenig später ertappte sie sich aber dabei, dass sie sich dennoch ausmalte, genau ein solches Höschen zu tragen. Vielleicht ein körperbetontes Kleid dazu, oder gar einen … Minirock? Ihre freiliegende Muschel darunter entblößt zu wissen, jedermann insgeheim dargeboten… Und wieder begannen Ameisen unter ihrer Kopfhaut zu tanzen und sich gleichzeitig in erstaunlichem Tempo in ihren Magen und dann tiefer zu bewegen. Immer weiter schaukelte sich ihre Fantasie hoch und trieb dabei immer wildere Blüten.
‚Niemand würde es jetzt sehen, wenn ich mich in sexy Unterwäsche im Schaufenster präsentiere‘, ging es ihr nicht mehr aus den Sinn. Das, jedoch noch mehr die Erkenntnis, DASS es vielleicht doch jemand sehen könnte, gab ihr den besonderen Kick, der ihr den Atem aus den Lungen presste.
‚Das wagst du… NIEMALS‘, höhnte eine schneidende Stimme in ihrem Kopf.
‚Ach, und wieso sollte ich mir das nicht zutrauen?‘, fragte ein trotziges Stimmchen im Bemühen, aufmüpfig zu scheinen.
‚Weil du Angst hast. Und du würdest dich in Grund und Boden schämen, wenn jemand dich SO sähe. Darum, du Feigling!‘, klugscheißerte es eine Spur höhnischer zurück.
„Na DAS woll’n wir doch erst mal seh’n.“
Sie erschrak vor dem entschlossenen Tonfall ihrer Worte.
Ihr wurde bewusst, dass ein paar Augenblicke des Gedankenschweifens genügten, sie trotz kalten Wassers wieder unkonzentriert werden zu lassen. Unbegreiflicherweise schien es ihr hier allein im Laden und bei der drückenden Hitze einfach nicht zu gelingen, an etwas anderes zu denken und sich dabei nicht so aufgereizt und aufs Unanständigste kribbelig zu fühlen. Und sie ein Feigling? Niemals!
Vorsichtig trat sie an die Tür zum Ladenbereich, öffnete sie halb und spähte vorsichtig durch die Schaufenster.
‚Na bitte, niemand da. Wie immer‘, dachte sie erleichtert. Trotzdem schlich sie eher als dass sie ging. In der Umkleide fiel ihr Blick auf das aufgespannte, noch immer ihren Duft verströmende Höschen an der Wand. Ganz gleich was auch passierte, ihre erste Tat musste das Deponieren der Leggins und Panties an einer sonnigen Stelle im Laden zum Trocknen sein. Sie griff nach dem Bügel und ging mit schwingenden Hüften nach vorn, wo die Sonne den Laden in ein Treibhaus verwandelte und hängte ihr Höschen dort einer Puppe an den Miedergürtel.
Sie drehte sich in plötzlichem Übermut auf dem Ballen wie ein Fashion-Model und stakste mit wippendem Po zurück zum Regal, wo sie am Vormittag die bewussten Höschen mit dem Foto eingestapelt hatte. Sie ging auf die Knie und suchte, dabei leise vor sich hin summend, die passende Größe heraus.
‚Nun noch ein passender BH‘, dachte sie. Bald hatte sie im benachbarten Fach etwas Entsprechendes gefunden. Leider nicht in ihrer Größe, aber eine Körbchengröße kleiner waren ausreichend da. Egal, entschied sie, es würde ja sowieso niemand außer ihr sehen. Immer noch summend ging sie zurück zur Kabine. Vorwitzig ließ sie den Vorhang einen Spalt offen. In Sekunden stand sie ohne das Top da. Sorgsam löste sie den Aufkleber der Verpackung des Büstenhalters und schaute ihn sich genau an. Er war aus kakaofarbenem, vielfach durchbrochenem, hochelastischem Chiffon und sah äußerst gewagt aus. Wie würde er wohl an ihr wirken? Sie hielt ihn vor ihre Halbschalen. Der Stoff schien nicht einmal halb so groß wie diese. ‚Herr im Himmel‘, dachte sie. Hatte sie sich doch in der Größe vergriffen? Ein prüfender Blick auf den Aufnäher verriet ihr, dass das nicht der Fall war.
‚Na gut, Versuch macht klug‘, dachte Angel.
Schnell entledigte sie sich ihres BHs und legte den Neuen an. Er fühlte sich herrlich leicht und luftig an, keine Polster, unglaublich dehnbar, aber definitiv zu klein. Ein prüfender Blick in den Spiegel belegte, was sie von oben bereits sah. Ihre Brüste wurden eng zusammengepresst und bewirkten dadurch ein straffes, sich aufwölbendes Dekolleté, das erst etwas unterhalb der Ansätze ihrer Warzenhöfe endete und jede Körperbewegung widerspiegelte. Ihrer Nippel drückten sich deutlich sichtbar durch den unglaublich dünnen Stoff. Angels Augen wurden kugelrund, als sie sich ansah. Mit zitterigen Fingern öffnete sie die andere Verpackung. Hielt sich das farblich zum BH passende Höschen an. Wenn dieses nicht passte, musste sie ein anderes holen. Also aus den Leggins geschlüpft, die Binden eingesammelt, abgelegt und vorsichtig eingestiegen. Sorgfältig streifte sie den Stoff über ihre Schenkel, straffte, zupfte und korrigierte, bis sich alles richtig anfühlte und saß. Und wie es saß!
Angel erschrak als sie aufblickte. Eine Fremde schien vor ihr zu stehen. Nicht sie, nicht Angel. Ihr Spiegelbild sah aus wie das Werbeplakat für einen deftigen Sexfilm. Und bereits das Höschen allein genügte als Bestätigung, dass es darin aufs Heftigste zur Sache gehen würde. Klar sichtbar schob sich durch die rhombisch geschnittene Öffnung ihr störrisch-struppiger, dunkler Busch ins Freie. Jetzt konnte sie zumindest verstehen, warum das Model auf dem Bild sich rasiert hatte. Zu vulgär war der Anblick, den ihr Spiegelbild bot. Nein, so etwas konnte man nur anziehen, wenn man von vornherein Sex im Kopf hatte, sich zeitaufwendig darauf vorbereitete. Und wenn sie DAS trug, dann wollte frau auch Grenzen ausloten, wollte Täter und zugleich Opfer sein. Vorsichtig setzte sie das rechte Bein ein wenig zur Seite und verlagerte langsam ihr Gewicht. Tatsächlich, ihre Schamlippen traten deutlich sichtbar hervor. ‚Pervers‘, schoss es ihr spontan durch den Kopf. ‚Aber andererseits…‘, war ihr nächster Gedanke. Doch was war das? Ein weißer Baumwollfaden pendelte deutlich sichtbar zwischen ihren Beinen. Das ging ja gleich gar nicht. Wie schon aus der Sauna gewohnt, verbarg eine geschickte Manipulation mit einem Finger das verräterische Weiß ungeübten Blicken. Nochmals betrachtete sie voller Wohlwollen ihr Gegenüber.
‚Und jetzt noch die Leggins aufhängen‘, erinnerte sie sich und Nervosität und Erwartung ergriffen von ihrem Körper Besitz. Ihre Nippel schienen noch härter zu werden. Langsam spannte sie die Leggins über einen Bügel. Die Flip-Flops hatte sie gar nicht erst wieder angezogen, in diesem Aufzug war die schlicht ein No-Go.
‚Das ist obszön. Ich schäme mich‘, meldete sich eine leise Stimme in ihrem Kopf.
‚Ach was, du hast einfach nur Angst‘, antwortete eine zweite, weichere ‚Allerdings hast du dich doch längst entschieden. Und offensichtlich macht es dich an, also genieß es doch einfach.‘
‚Aber wenn mich jemand sieht…‘, kam der wimmernde Einwand.
‚Na das wär erst geil, was?‘, flüsterte die zweite Stimme mit heiserem Lachen.
Angel straffte sich hinter dem Vorhang. ‚Ach wirklich?‘, dachte sie dabei und bemerkte, wie sich schlagartig wieder jene Erwartung in ihr aufbaute, die sie schon empfunden hatte, als die Idee im Schaufenster zu posieren erstmals aufgetaucht war. Das Herz schien ihr zu zerspringen, noch nie hatte sie ein so intensives Kribbeln empfunden, sie musste kurz innehalten, weil bunte Kreise vor ihren Augen zu tanzen begannen. Wieso sollte sie sich bremsen? Mit einem tiefen Atemzug schob sie betont langsam den Vorhang der Kabine zurück. Sofort fokussierten ihre Augen die Mauer auf der anderen Seite des Schaufensters. Unverändert lag die gekrümmte Gasse einsam und verlassen vor dem Laden.
Erleichtert, aber mit einer Spur Bedauern, ging sie mit stolz erhobenem Kopf und wiegenden Hüften nach vorn zum Schaufenster, den Bügel mit den aufgespannten Leggins wie ein Einkaufstäschchen schwenkend. Sie hängte ihn an die andere Seite des Miedergürtels und achtete darauf, dass der dunkle Fleck im Schritt zur Sonne zeigte. Sie ging dann zwei, drei Schritte neben der Puppe in Positur, den Kopf leicht nach hinten geneigt, die Arme wie zum Tanz ausgebreitet, den Oberkörper in der Hüfte leicht eingedreht, die Füße etwas versetzt schulterbreit auseinander. Ein Blick nach vorn, leichte Korrekturen der Haltung, ein weiteres kritisches Mustern im spiegelnden Fensterglas, und langsam schloss sie die Augen. Sie konnte es kaum glauben. Sie fühlte sich so verletzlich und entblößt und genoss diesen Zustand zugleich auf eine seltsame Art. Und sie bemerkte, dass das Posieren diesen merkwürdigen Zustand noch verstärkte. Bisher hatte sie noch nie etwas Vergleichbares erlebt.
Sie blinzelte und ihr Spiegelbild im Schaufenster blickte sie prüfend und mit einem verschämten Anflug von Bewunderung an. Eine attraktive, junge Venus. Nicht sie, nicht Angel – nein, das war definitiv ein anderer Mensch. Einzig bekleidet mit einem knappen, glänzenden, dunklen BH und gleichfarbigen Höschen, die in auffallendem Kontrast zu ihrer fast weißen Haut standen. Es war ihr nicht im Geringsten peinlich, wie sie es eigentlich erwartet hätte. Selbst jetzt nicht. Sie fühlte sich schon irgendwie … nuttig. Ihre Brüste hier sozusagen auf dem Silbertablett jedem zufälligen Beobachter zu präsentieren. Und der dunkle, verklebte Pelz zwischen ihren Beinen erst…
Es war … aufreizend. Kokett. Unglaublich erotisch und erregend. Alles beiseite drängend. Sie merkte wie ihr Herz flatterte. Und sie spürte es regelrecht durch ihren Körper fluten, als hätte sich eine Schleuse geöffnet. Diesen Zustand also hatte ein bisher verborgener Teil ihrer Persönlichkeit herbeigesehnt.
Ihre Blicke huschten suchend die Gasse auf und ab und ihre Augen schlossen sich dann flatternd wieder im Versuch, erneut ihre Fantasien zu durchleben.
Sie stand nun also, einer griechischen Göttin gleich, halbnackt und dennoch aufs Attraktivste verhüllt im Schaufenster eines Dessous-Geschäfts. All die dämlichen Kerle, für die sie vermutlich auf zwei dicke Titten reduziert war, müssten doch beim Anblick ihrer so aufreizend präsentierten Zwillinge mit den deutlich erkennbaren Auswölbungen ihrer Nippel oder spätestens wenn sie realisierten, dass ihr Höschen testosterontreibende Details freigab, spontan einen Ständer kriegen. So ekelhaft sie derlei Gedanken ansonsten auch fand, so erregend fand sie den Gedanken nun, und es gab ihr einen zusätzlichen Kick, die Idee weiterzuspinnen. Bestimmt würden sie alle bei ihrem Anblick wie ferngesteuert stehenbleiben, ihre Erektionen entblößen und daran Hand anlegen. Und das waren sie ihr auch schuldig, fand sie. Und so sehr sie vermied, sich in diesem Zusammenhang konkrete Gesichter vorzustellen, so sehr erregte sie die Zuversicht, dass es genau so sein würde. So heftig, dass sie schließlich ihre Arme vor die Brüste presste und ihre Hände wie von selbst ihren Weg fanden. Sie war noch erregter als kurz zuvor. Sie kam kaum mit dem Atmen hinterher, so sensationell waren die Empfindungen. Schnell hatten ihre Finger den Weg unter den zum Bersten gefüllten Stoff gefunden. So gut! Und als die andere Hand langsam über die glatte Haut ihres Bauches nach unten rieb, wusste sie, dass nichts sie davon abhalten könnte, sich jetzt und hier zu holen was ihr zustand.

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