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Der Pianospieler – Teil 1

Sie schnaubt. Das ist zwar undamenhaft, aber zurückhalten kann sie es nicht.

Nur kurz ins Büro wollte er! Nach dem Rechten sehen! Verantwortung hätte er, selbst an seinen freien Tagen! Heute sollte er ihr gehören!

Sie grummelt, als ihr die Gesprächsfetzen nochmal durch den Sinn gehen.

Das war vor 4 Stunden. Niemand versetzte sie. Kein Mann wagte es, bei ihr in Ungnade zu fallen. Wenn Sie rief, hatte man zu folgen! Hatte MANN zu folgen. Sie hatte den Ruf einer Diva, doch das entsprach nicht annähernd der Realität. Sie war mehr als das. Sie war eine Göttin. Aphrodite. Venus. Sie ließ man nicht warten!

Doch er tat es. Der Erste und dabei war – nein, ist sie sich sicher , sie hätte ihn in ihren Bann gezogen. So, wie sie all die anderen zuvor eingenommen hat. Nun aber er. Was hatte sie übersehen?

Ungehalten springt sie auf und wandert in ihrem Loft hin und her, läuft geradezu Spurrillen in den teuren Teppich. Wenn sie nur an die vielen Dinge denkt, die sie extra für ihn, extra für heute hat machen lassen! Das Ganzkörper-Waxing. Sie stöhnt, als sie sich an den Schmerz erinnert. Aber es hat sich gelohnt. Ihre Haut ist wie Samt und Seide, vor allem, nachdem sie sich heute Morgen ein exklusives Ölbad geleistet hat. Exklusiv nicht nur, weil die besten ätherischen Öle verwendet wurden, sondern auch weil sie es im angesagtesten Beauty-Wellness-Salon der Stadt hat machen lassen. Genauso wie sie sich da hat professionell schminken lassen. Die Augen wirken geheimnisvoll, so schwarz umkohlt, sie konnte sich gar nicht sattsehen. Die neuen schwarzen Halterlosen schmiegen sich luxuriös wie eine zweite Haut an ihre gebräunten Beine. Sie ist vor der Behandlung noch auf der Sonnenbank gewesen, damit es überall diese Sommersprossen verstärkt, weil er sie so süß findet. Das neue Kleid schmiegt sich an ihre Kurven, betont ihre prallen Brüste. Na gut, die neue Korsage läßt ihr Dekolleté natürlich ebenso herrlich dekadent aussehen.

Pah! Sie schürzt die vollen Lippen. Das wird ihr nicht noch ein Mal passieren, sich für so einen aufgeblasenen… Ihr Handy klingelt.
Sofort läuft sie zu dem schmucken, alten Sekretär, auf dem das Telefon liegt und überlegt, ihn ein wenig zappeln zu lassen, bevor sie mit ihm redet. Aber die Warterei hat sie schon ganz nervös gemacht, und sie will endlich seine Stimme hören, die ihr sagt, dass es losgeht.

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Er hält sie fest an der Hand, während sie neben ihm her stöckelt, als hätte er Angst, sie würde sich jeden Augenblick in Luft auflösen. Als kann er nicht glauben, dass sie wirklich da ist, kann er den Blick nicht von ihr abwenden. Er schmunzelt. So abwegig ist der Gedanke immerhin nicht. Sie ist sein Jackpot, sein Topf voller Gold am Ende des Regenbogens.

Nach einem Shortdrink in ihrem Loft sind sie nun auf dem Weg zu dem Ort, von dem er ihr nichts erzählt hat, außer, dass er ihn mit ihr besuchen wolle. Sie hat ein wenig gezickt, als er ihr mitteilte, dass sie mit der U-Bahn dorthin fahren würden, aber er ist ein bisschen unruhig und hat den Whiskey zu schnell runtergekippt.

Er lacht in sich hinein. Unruhig. Ja, das beschreibt es natürlich auch. Aber um das Kind beim Namen zu nennen: er ist erregt. Höllisch geil. Das Adrenalin pumpt durch seine Adern und lässt seine Haut prickeln. Und alles schon, wenn er nur daran denkt, …
Während sie die Treppe hinaufsteigen, fährt der Luftzug einer einfahrenden U-Bahn unter den Saum ihres leichten Sommerkleides. Für einen kurzen Moment schimmert der spitzenbesetzte Rand ihrer halterlosen Strümpfe auf. Er schluckt hart, greift unbemerkt ihre Hand fester.

Unvermittelt bleibt sie auf dem Treppenabsatz stehen und muss sich dabei zu ihm gewendet haben. Denn als er von ihren schlanken Beinen aufblickt, schwebt ihr lächelnder Mund direkt vor seinen Augen. Er erstarrt in der Bewegung. Ihre Blicke treffen sich. Er versinkt in diesem dunklen Grün, unfähig, weiterzudenken.

Willenlos hebt sich seine freie Hand, schließt sich um ihren Nacken, zieht sie an sich für einen leidenschaftlichen Kuss, ohne sie mit der anderen loszulassen. Nur ihre Lippen berühren sich, aber das reicht, um das Feuer in ihm weiter anzufachen.

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Ein paar Stationen und Schritte später sind sie anscheinend da. Es ist schon dämmrig, der Abend schreitet mit großen Schritten voran, aber es ist immer noch wunderbar warm. Allerdings ist sie aufgeregt, also sind ihre Finger klamm. Sie hat sich auf ein neues Spiel eingelassen und weiß nicht, was sie erwartet. Aber er spielt ständig mit ihr, und sie vertraut ihm.

Er führt sie in eine dunkle Gasse, hält vor einer massiven Holztür, die in Kopfhöhe mit einem altertümlichen Klopfer versehen ist. Mit einem fragenden Blick auf sie und dann ihre Handtasche, reicht sie sie ihm. Er hat etwas hineingetan, bevor sie losgegangen sind, aber sie weiß nicht, was.

Er zaubert ein schwarzes Tuch hervor, legt es über seine Augen, bindet es an seinem Hinterkopf fest. Durch Augenschlitze betrachtet er sie und hält ihr eine Maske hin. In ihrem Körper beginnt es zu kribbeln. Es fühlt sich an, als krabbeln tausende von Ameisen durch ihr Blut.
Mit zitternden Fingern nimmt sie die Maske. Sie ist schwarz, aber opulent mit bunten Federn und Straßsteinen geschmückt und verziert über die Hälfte ihres Gesichts, nur noch ihr Kußmund ist unbedeckt. Er verknotet das Band in ihren Haaren, lässt einen Schwall über die Schleife fallen, versteckt es darunter. Sie fühlt sich unbeschreiblich sexy und wagemutig.

Bei seinem nächsten fragenden Blick nickt sie. Sie ist bereit. Er hebt die Hand zum Klopfer und hämmert ihn drei Mal fest vor die Tür.

Sofort öffnet sie sich einen Spalt, ein Hüne von einem Mann unterzieht sie beide mit stechendem Blick einer Sichtkontrolle, tritt dann mit der Türklinke in der Hand einen Schritt zur Seite, so dass sie eintreten können.

Nervös stellt sie fest, dass sie die Luft angehalten hat.

Gemächliche Jazz – Piano Musik erklingt in einer eleganten Bar mit schummrigen Licht. Überrascht nimmt sie das Ambiente auf, beruhigt sich bei dem Anblick der Kandelaber, die in die Wände eingelassen alles in eine verruchte Atmosphäre tauchen, geschmackvoll und sinnlich. Am Rand des Raumes sind massive Holztische verteilt, an denen verzierte, bequem aussehende Ledersessel oder -stühle stehen, in dem auch schon ein paar Gentlemen sitzen, alle wie ihr Begleiter ganz in schwarz mit einer Maske oder Augenbinde bekleidet. Auf den Tischen liegen wundervoll glänzende Decken, die das Licht brechen, Körbchen mit Dekoglaskugeln senden verheißungsvoll Prismen auf die Tische.

Auf der polierten Theke am hinteren Ende des Raumes brennen Kerzen in antiken Haltern und tauchen die dick gepolsterten Barhocker in flackerndes Licht, brechen sich in dem deckenhohen Spiegel hinter der Theke.

Aber was sie den Atem anhalten lässt, ist der riesige schwarze Flügel in der Mitte des Raumes, über dem ein antiker, schwer aussehenden Kronleuchter hängt, in dessen prunkvollen Klunkern sich das Licht aller Lichter im Raum bricht.

An dem Piano sitzt ein Engel. Eingehüllt in tausend Lichtpunkte sieht die Frau jedenfalls aus wie ein Engel. Sie hat ebenfalls eine Maske auf, weiß und gold, trägt eine goldene Hebe und ein goldtransparentes Höschen, durch das man ihren Venushügel sehen kann. Eine Fülle blonden Haares ergißt sich über ihre zierlichen Schultern, ihren geraden Rücken, denn sie hat ihren Kopf hoch gereckt und leckt das aufragende Glied eines maskierten Gentlemans, der vor ihr steht.

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